ASC Weimar verpasst bei Tchoukball-Meisterschaft Medaille
Porträt
Seinen Namen hat Tchoukball vom Geräusch, das der Ball beim Auftreffen auf das schräge Netz erzeugt. Foto: Candy Welz
"Wenn Halver nächstes Jahr wieder verzichtet, greifen wir gern noch mal zu." Stefan Anhalt vom ASC Weimar war gestern nach der Deutschen Meisterschaft im Tchoukball, die sein Verein erstmals in der Asbach-Halle ausgerichtet hatte, durchweg zufrieden.
Weimar. Zwar bleibt sportlich der SC Halver aus Nordrhein-Westfalen (bei Lüdenscheid) das Maß der Dinge, aber Thüringen hat sich mit drei Vereinen inzwischen zu einem Zentrum dieser neuen Sportart entwickelt. Gespielt wird diese mit einer Mischung aus Handball-, Volleyball- und Squash-Regeln. Ziel ist, den Ball so auf eines der an beiden Spielfeld-Enden stehenden schrägen Netze zu prellen, dass die gegnerische Mannschaft ihn nicht fangen kann, bevor er den Boden berührt. Der ASC Weimar I überstand am Samstag das Turnier im Modus jeder gegen jeden auf Platz drei hinter den beiden Teams aus Halver und zog damit ins Halbfinale ein. Dort führte die Truppe um Stefan Anhalt und seinen Neffen Ronny sowie Tobias Böhm und Thomas Rost noch zwei Minuten vor Schluss mit zwei Punkten Vorsprung, aber dann entschieden die besseren Nerven mit 32:30 für Halver II. Im Spiel um Platz drei trafen die Weimarer auf Pädagogik Jena - erst nach drei Verlängerungen war die 47:49-Niederlage des ASC besiegelt, und das Edelmetall ging an die Saale. Den Titel verteidigte souverän Halver I, identisch übrigens mit der aktuellen Nationalmannschaft, durch ein 51:24 gegen die eigene Zweite. Der ASC II belegte den sechsten und damit vorletzten Platz vor der SG Urbich II.
"Dafür, dass wir erst seit einem halben Jahr spielen und nur ein Vierteljahr richtig intensiv für diese Meisterschaft trainiert haben, lieferten wir richtig tolle Partien ab", freute sich Stefan Anhalt. Mit 36 Erwachsenen und 70 Kindern plus mehreren AGs an den Weimarer Schulen ist Tchoukball in Weimar verheißungsvoll aufgestellt. Einzige bittere Pille blieb somit letztlich die Absage der Mannschaft aus Zorneding bei München, die eine Woche vorher in Weimar angerufen hatte.