45.000 Euro Schaden: Defekte Solaranlage verursacht Dachstuhlbrand in Erfurt

Erfurt. Im so genannten Märchenviertel von Windischholzhausen hat sich am Mittwoch ein Dachstuhlbrand in einem Einfamilienhaus entwickelt. Laut Polizei war eine defekte Solaranlage der Grund für das Feuer. Es entstanden mehrere zehntausend Euro Schaden.
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Auf dem Dach waren Solarzellen. Foto: Holger Wetzel Auf dem Dach waren Solarzellen. Foto: Holger Wetzel
Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, sei es Aufgrund eines Defektes der Solarinstallation auf dem Dach zu dem Feuer gekommen, welches auch auf das Obergeschoss über griff. Der Schaden beläuft sich auf etwa 45.000 Euro.

Die Bewohner konnten das Haus rechtzeitig verlassen. Niemand wurde verletzt. Das betroffene Haus steht an der Ecke von Rapunzelweg und Hans-im-Glück-Weg. Das Feuer brach auf der vom Rapunzelweg abgelegenen Gartenseite aus. Der Brandherd befand sich nach Angaben der Feuerwehr im Spitzbodenbereich.

  • Die Feuerwehr löschte von innen und außen. Foto: Holger Wetzel Die Feuerwehr löschte von innen und außen. Foto: Holger Wetzel
Der erste Notruf ging 14.56 Uhr bei der Feuerwehr ein. Mehrere Nachbarn sowie Arbeiter einer nahen Baustelle alarmierten um diese Zeit unabhängig voneinander den Notruf. Als die Feuerwehr am Rapunzelweg eintraf, stand sie einem Vollbrand gegenüber, bei dem Flammen aus dem Dach stiegen und die starke Rauchentwicklung weithin sichtbar war.

Beide Wachen der Berufsfeuerwehr sowie die Freiwillige aus Melchendorf beteiligten sich an der Brandbekämpfung. Während ein Trupp mit Hilfe der Drehleiter von außen löschte, rückte ein zweiter Trupp über die Treppe zum Dachboden vor. Das Feuer hatte auf den Innenraum des Spitzbodens und das Treppenhaus übergegriffen.

Erschwert wurden die Arbeiten durch am Dach angebrachte Solarzellen. "Sämtliche Dachaufbauten sind für uns problematisch, weil sie den Zugang zum Brandherd behindern", sagte der Einsatzleiter Uwe Seils. Dass es sich konkret um Solarzellen handele, spiele dagegen keine große Rolle. Brandgase wären immer giftig, weshalb die Feuerwehr immer mit Atemschutz arbeite.

  • Fast alle Häuser im Erfurter Märchenviertel wurden erst in den letzten Jahren gebaut. Foto: TA Fast alle Häuser im Erfurter Märchenviertel wurden erst in den letzten Jahren gebaut. Foto: TA
Ein Teil des Daches wurde vom Feuer komplett vernichtet. Als der Brand gelöscht war, bekämpfte die Wehr noch stundenlang Glutnester im Spitzboden. Am Abend kontrollierte sie das Haus mit einer Wärmebildkamera, um versteckte Glutnester auszuschließen.

Die "Märchensiedlung" zwischen Windischholzhausen und Schellroda hat ihren Namen von den Straßennamen, die alle nach Märchen benannt sind. Fast alle Häuser wurden erst in den letzten Jahren gebaut. Die Bautätigkeit hält weiter an.

Holger Wetzel / 19.06.14 / TA
Z0R0002144809
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