Biosphärenreservat Vessertal an Forschungsprojekt beteiligt
Porträt
Die Thüringer Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei sowie das Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald waren bei der Veranstaltung ebenfalls mit vertreten. Foto: Archiv
Wie beeinflusst der Klimawandel die Lebensräume in Nationalparken und Biosphärenreservaten in Mittel- und Osteuropa? Wie können diese Veränderungen überwacht werden? Und wie geht man am besten mit ihnen um?
Portoroz. Diesen Fragen gingen 40 Experten der Schutzgebietsverwaltungen und verschiedener Wissenschaftsdisziplinen aus 7 Europäischen Ländern vom 5. bis zum 7. April in der slowenischen Küstenstadt Portoroz nach. Die Thüringer Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei sowie das Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald waren bei der Veranstaltung ebenfalls mit vertreten.Kernthemen des Workshops im INTERREG IV B-Projekt "HABIT-CHANGE Angepasstes Management von Schutzgebieten infolge klimabedingter Veränderungen" waren die Bewertung und Darstellung von Auswirkungen des Klimawandels und der Landnutzung auf geschützte Lebensräume, daran angepasste mögliche Strategien und Maßnahmen für ein Schutzgebietsmanagement sowie die Erstellung von klimawandelangepassten Managementplänen. Darüber hinaus haben sich Praktiker aus Schutzgebieten und Wissenschaftler durch anschauliche Posterpräsentationen und intensive Diskussionen über den aktuellen Stand der Arbeiten ausgetauscht und das weitere Vorgehen im Projekt abgestimmt.
Der gastgebende Projektpartner, die Verwaltung des Schutzgebietes "Secovlje Saline Nature Park", zeigte den Workshop-Teilnehmern in zwei Exkursionen seltene Vögel und salzliebende, das Schutzgebiet prägende Pflanzen sowie besondere Managementaufgaben in den seit mehreren Jahrzehnten stillgelegten Bereichen der Saline - und den aktiv zur Salzgewinnung genutzten Teil des flachen Küstengebietes. Erste Ergebnisse des EU-Projektes sind bereits unter http://www.habit-change.eu verfügbar.