Direktor verbietet Kleidungsmarke an Erfurter Berufsschule

  • Das Tragen von Kleidung der Marke "Thor Steinar" ist an der Ludwig-Erhard-Berufsschule in Erfurt verboten. Foto: Archiv Das Tragen von Kleidung der Marke "Thor Steinar" ist an der Ludwig-Erhard-Berufsschule in Erfurt verboten. Foto: Archiv
Ein Aushang an der Tür der Ludwig-Erhard-Berufsschule Erfurt weist auf das Verbot der Kleidungsmarke "Thor Steinar" hin. Als Begründung wird zu große Nähe zu rechtsextremem Gedankengut genannt. Schulamt und Kultusministerium stehen hinter der Entscheidung der Berufsschule.
Andreasvorstadt. Ein Aushang an der Eingangstür der Ludwig-Erhard-Berufsschule am Talknoten sorgt seit Tagen für Diskussionsstoff in der Schule. Direktor Torsten Schneidmüller hat darauf das Tragen von Kleidung der Marke "Thor Steinar" untersagt. Es sei nicht auszuschließen, heißt es in seinem Brief, dass damit Sympathiebekundungen mit der rechtsextremen Szene verbunden seien, begründet er darin den Schülern sein Verbot. Inzwischen hat er das dritte Exemplar dieses Briefes ausgehängt.

Am Imbissstand auf dem Schulhof und unter den Rauchern auf dem Bürgersteig vor der Schule wird der Aushang diskutiert. "Kann nicht jeder tragen, was er will?", fragen die einen. "Aber das geht zu weit", so die anderen. "Bei uns trägt so was gar keiner, jedenfalls haben wir's noch nicht gesehen", so die Dritten. "Ich will die Individualität der jungen Leute keineswegs einschränken", so Schneidmüller, und dass man keineswegs eine sogenannte Brennpunktschule sei. Doch ein Zufall sei es wohl kaum, wenn erwachsene Schüler Jacken, Shirts, Mützen mit den Markensymbolen tragen.

Es habe, so der Schulleiter, von Schülern und von einem Ausbildungsbetrieb schriftlich und mündlich Hinweise gegeben, dass die Zahl der Schüler mit diesem Label auf den Klamotten zunehme. Schneidmüller begann daraufhin, sich umfassend zu informieren, etwa über Gerichtsurteile. So hatten Vermieter den Geschäften gekündigt, die diese Marke verkauft hatten, wie etwa in Leipzig. Schneidmüller wandte sich auch an die Herstellerfirma.

Von dort habe man ihm aber lediglich eine Presseerklärung von 2007 zugesandt, in der sich das Unternehmen von Gewalt- und Straftaten distanziert habe, berichtet er. Damals war die Marke häufig genannt worden, nachdem ein 22-Jähriger in Berlin-Friedrichshain von vier jungen Männern fast totgetreten worden war. Dies sei "perfide, da die ... Tat mit unserer Marke und unsererer Kundschaft in Verbindung gebracht wird", heißt es darin. Das ging Schneidmüller nicht weit genug. Den Zusammenhang zur rechtsextremen Szene ist für ihn offensichtlich. Entsprechende Demonstrationen werde er jedoch nicht dulden, sagt er. Er ging in die betroffenen Klassen und redete mit den Schülern. Danach machte er besagten Aushang an der Schultür. "Ich sehe Handlungsbedarf, auch angesichts der aktuellen Geschehnisse", sagt er und fügt an: "Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass wir die einzige Schule sind, die damit zu tun hat." Beschwert hat sich über das Verbot niemand. Kein Schüler, keine Eltern.

Das Schulamt Mittelthüringen stärkt ihm den Rücken. Zwar kenne man keine andere Schule, wo ein solches Verbot ausgesprochen wurde, sagt der Schulamtsleiter Rüdiger Keßler gegenüber TA. Das aber müsse nichts heißen. Schulleiter Schneidmüller habe aber so immerhin ein notwendiges Zeichen und eine öffentliche Diskussion in Gang gesetzt.

Auch das Kultusministerium steht hinter dem Schulleiter. Er sei durchaus zu einem solchen Verbot berechtigt, so ein Sprecher. Er verweist auf das Thüringer Schulgesetz, Paragraf 56, Absatz 3. Darin heißt es: "Werbung für politische Parteien und politische Gruppierungen ist in der Schule grundsätzlich nicht zulässig. Schüler dürfen Abzeichen, Anstecknadeln, Plaketten, Aufkleber und Zeichen tragen, wenn dadurch nicht der Schulfriede, der geordnete Schulbetrieb, die Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrages, das Recht der persönlichen Ehre und die Erziehung zur Toleranz gefährdet werden. Im Zweifelsfall entscheidet hierüber der Schulleiter." Angefügt wird: "Der Betroffene kann die Behandlung in der Schulkonferenz verlangen." Dies allerdings hat bisher in der Ludwig-Erhard-Schule niemand verlangt.

Klar ist den Lehrern allerdings, dass allein durch das Verbot Einstellungen und Denkweisen nicht abgestellt werden. Das Kollegium hat sich zu einer neuen Weiterbildung angemeldet über rechtsextreme Symbolik und Anzeichen für ein derartiges Gedankengut. Wie man an die Schüler besser herankommt, sei die große Herausforderung, sagt Schneidmüller.

Denn die Lehrer sehen sie häufig nur für ein paar Tage in jedem Monat. Blockunterricht, heißt das. Aber die Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben scheint ganz gut zu funktionieren. Dies jedenfalls hat dieser Fall gezeigt.


Angelika Reiser-Fischer / 01.02.12 / TA
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Kommentare
04.02.12 - 21:47
Otto
Sollten nicht eigentlich die Inhalte der Köpfe entscheidend sein? Aber, dass Kleider sprichwörtlich Leute machen, scheint inzwischen wohl typisch deutsch zu sein. Deshalb bekommen intelligente und ambitionierte Unternehmer in abgewetzten Hosen keine Kredite. Betrüger hingegen, die im feinen Zwirn auftreten und mit Chauffeur vorfahren, werden hofiert und plötzlich merkt man, dass man einem Ganoven aufgesessen ist.Zeig her deine Hose, zeig her dein T-Shirt und ich sage Dir, welch ein Mensch Du bist! Faszinierend, wie einfach die Welt doch sein kann. Immerhin hat der Schulleiter bemerkt und eingeräumt, dass ihm der Kontakt zu seinen Schülern fehlt. Schade, in einer Gesellschaft, die nicht nur von Hirntoten dominiert wird, die alles nachplappern, hätte man erst mit den Betroffenen diskutiert. Statt dessen hier werden gleich alle Liebhaber einer Bekleidungsmarke zu Rechtsradikalen gestempelt. Schön einfach, schön konzeptlos, schön plakativ. Aber in Zeiten, in denen Derjenige gewählt wird, der das bunteste Wahlplakat aushängt kann man wirklich jeden inhaltlosen Mist verkaufen. Hauptsache, es klingt gut.Hat übrigens schon mal Jemand einen Vertreter der NPD mit Steinar-Klamotten im Landtag sitzen sehen? Warum wohl nicht?
03.02.12 - 11:14
Frank Bess
Natürlich ändern Verbote nichts an der Denke der Menschen. Trotzdem ist es wichtig damit zu demonstrieren, das der S­tyle der Neonazis erkannt und ausgerenzt wird um das "normalisieren" zu verhindern. Kein Platz den Faschisten
03.02.12 - 09:21
Freedy
@Frank M.: "Denken ist schwer, darum urteilen die meisten." C. G. Jung. Sie gehen davon aus, daß jemand, der ein Buch liest und empfiehlt, auch alle späteren Thesen des Autors teilt? Ich fürchte, Sie machen sich etwas vor.
03.02.12 - 09:08
Frank M.
@Mensch Es ist müsig zu versuchen, Menschen mit Argumenten zu überzeugen, die diese von vornherein sowieso ablehnen (siehe Freedy). Und wer sich auf H.-H. Hoppe beruft, der da u. a. propagiert, die Monarchie sei effizienter als die Demokratie (was zu beweisen wäre) zeigt, wes Geistes Kind er ist. Aber genau das ist es, was Demokratie ausmacht, auch Wirrköpfen dieser Art wird Platz geboten. Wenn er in der Monarchie lebte, wäre er vielleicht schon einen Kopf kürzer. Also lassen wir es einfach dabei. Im schlimmsten Falle kann man ja die Sandkiste noch ein wenig vergrößern.
02.02.12 - 16:39
Freedy
@Mensch: Das Grundgesetz war von vornherein als vorläufige Verfassung konzipiert worden. In Art. 1 Abs. 3 finden sie auch seine Adressaten. "Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht." Da steht nichts von Bürgern. Ihre Erfahrungen mit TS-Trägern sind mir fremd, womöglich nur, weil diese Leute mir nicht auffallen. Mit bloß verbalen Angriffen kann man klug umzugehen lernen. Welche natürliche Person ist Eigentümer der juristischen Person Freistaat Thüringen? Keine. Deswegen spricht man ja auch von öffentlich. Eigentum ist eine (zumindest indirekt) an natürliche Personen gebundene Institution, die allem Recht vorausgeht. Vielleicht mögen Sie "Eigentum, Anarchie und Staat" von Hans-Hermann Hoppe lesen? Findet man im Volltext im Netz. Viel Vergnügen!
02.02.12 - 16:06
Mensch
Das Grundgesetz bindet nicht die Bürger_innen? Seit wann denn bitte das? Das würde jetzt bedeutet, dass ich die Würde von Menschen nicht beachten muss z.B. und wo wären wir dann? Das Grundgesetz ist das das Oberste Gesetz in der BRD und an dieses muss sich gehalten werden. Pullover gefährden nicht, ja. Ein Pullover kann nicht zu schlagen. Jedoch habe ich leider persönliche Erfahrung gemacht die fast 100% in eine Richtung laufen. Leute mit TS haben das Interesse mich verbal anzugreifen oder das Interesse meinem körperlichem Wohl Schaden zu zu fügen. Warum? Weil sie diese Marke aus Überzeugung tragen, Nazis eben. Und natürlich gibt es auch heute Menschen die diese Kleidung tragen und sich sagen: "mir doch egal das es eine Nazimarke ist, passt halt". Und das ist genu das gefundene Fressen für die Rechten. Und auch öffentliche Gebäude sind Eigentum. Zum Beispiel ist die oben genannte Schule Eigentum des Freistaates Thüringen. Dieser ist also für die Schule verplfichtet, und übertragt die Verantwortung bzw. Verpflichtung lediglich auf den Verwa­lter.
02.02.12 - 14:45
Freedy
@Frank M.: Die klügsten Köpfe waren selten die besten Menschen. Der Wahrheit nahekommen und sich äußern ist freilich leichter, als die Konsequenzen des Erkannten zu befolgen. Wenn ich zitiere, dann wegen des Zitats, nicht wegen der Quelle.@Mensch: Was soll das für eine Demokratie sein, die jene beherrscht, die sie doch ausüben? Das GG bindet die Regierung, nicht die Bürger, es ist ein Regelwerk zum Regelnmachen. Ich kenne keine Pullover, die Menschen gefährden, die sie nicht selbst tragen. Öffentliche Gebäude sind eben gerade nicht Eigentum, das macht sie aus.
02.02.12 - 13:56
Frank M.
@Freedy Ach Freedy nun auch noch Nicolás Gómez Dávila, aber abgesehen davon, dass Sie sich wahrscheinlich nicht ausreichend mit dem Herrn beschäftigt haben. Jedoch unabhängig davon, ich kann Ihnen hier auf Anhieb hundert und mehr Philosophen oder solche, die meinen, welche zu sein, aufzählen, die bis hin zu erzreaktionären und wirklichkeits-fremden Gesellschaftskritiken ganze Bücherregale vollgeschrieben haben. Bei der Bewertung derselben hilft dann oft nur der gesunde Menschenverstand.
02.02.12 - 13:28
Mensch
@Freddy: Ok, der Ansatzpunkt ist z.T. nachvollziehbar. Aber es geht nicht direkt um eine Kleidervorschrift im klassischen Sinne. Viel mehr ist diese Regelung ein präventiver Schritt zum Schutz der Demokratie. Diesem Schutz müssen sich laut GG. alle Bürger_innen beugen, sogar egal wo. Und gerade die Verwa­lter öffentlicher Gebäude müssen handeln, da bekanntlich Eigentum verpflichtet. Dies beduetet in dem Fall, dass der Verwa­lter verpflichtet ist auch dieses öffentliche Gebäude so sturkturieren und zugänglich zu machen, dass keinerlei Gefährdung von Menschenleben bzw. der Demokratie besteht. Dieser Schritt wird gegangen, in dem das permanente Verbreiten von rechten Gedanken oder auch der Zugöhirgkeit zur Anhängerschaft von rechten Strukturen vermieden wird.
02.02.12 - 12:31
Freedy
@Mensch: Angesichts des gesetzlichen Berufschulzwangs ist es Berufsschülern nicht auch noch zuzumuten, sich rigiden Kleidungsvorschriften zu beugen. Gerade Verwa­lter öffentlicher Gebäude, die niemandes Eigentum sind, können nicht diskriminieren.
02.02.12 - 12:17
Freedy
Ich verstehe Sie schon, Frank M., gleichwohl habe ich kein Verständnis für Ihre Argumentation. Es geht nicht um das eine oder das andere totalitäre System, um ihre Spezifikationen und Absurditäten, sondern um den Totalitarismus an sich, um die angemaßte Herrschaft von Menschen über andere Menschen und ihre Freiheit. "Die Reform der Gesellschaft mittels von Gesetzen ist der Traum des leichtgläubigen Staatsbürgers und die diskrete Präambel jeder Tyrannei. Das Gesetz ist die rechtliche Form von Brauch und Sitte oder Angriff auf die Freiheit.", hinterließ uns Nicolás Gómez Dávila. Es ist immer der einzelne Mensch, der unter dem jeweiligen Herrschaftsanspruch, System leidet, mal mehr, mal -zum Glück- weniger. Erfahrung und Logik zeigen, daß man den Teufel nicht mit dem Beelzebub austreiben kann. Wer anderen Leuten ihre Kleidung verbietet, weil er damit irgendetwas verbindet, der bezeugt seinen eigenen intellektuellen und moralischen Bankrott.
02.02.12 - 12:17
Mensch
@Freddy: Natürlich ist es gut wenn mensch den "Feind" sofort erkennt. Das Problem ist doch, es handelt sich um ein öffentliches Gebäude. Wieso sollten dort Symboliken offenkundig Werbung für menschenverachtenden Einstellungen machen dürfen? Sollen die Schüler_innen die noch nicht bei den Nazis sind auch unbedingt noch hin kommen? Halte ich für strittig. Ich meine im Garten kann mensch es diesen Leuten nicht verbieten, aber in öffentlichen Gebäuden wo sie für menschenverachtende Einstellungen werden, denke ich schon. Und nicht vergessen: 'Im Namen der Toleranz nehmen wir uns das Recht Intoleranz nicht zu tollerieren'
02.02.12 - 11:59
Frank M.
Ich merke schon, Freedy, Sie verstehen es einfach nicht. Aber o.k. Sie sind leider nicht der Einzige. Nochmal, es geht immer um das WESEN eines Systems, die wesentlichen Merkmale. Nicht um ein einzelnes Gesetzt, eine Straße oder irgendein öffentliches Scheißhaus, das die Nazis gebaut haben und auf das Sie heute noch pissen gehen.....
02.02.12 - 11:28
Freedy
Nun, wenn ALLES schlecht gewesen wäre, hätten meine Eltern die Zeit nicht überlebt. Wenn meine Tante sich aber noch heute darüber echauffiert, daß ihr Vater, mein Großvater, mit "Heil Hitler" grüßte, als er seine Töchter nach einem Bombenangriff in einem Notquartier besuchte, dann dürfen Sie mir glauben, daß ich ihr hier nicht widerspreche. Im übrigen ist gerade der Gesetzgeber, der u. a. seine Finanzermittler noch heute nach Vorschriften des Dritten Reiches auf die Bürger losläßt, ganz offensichtlich der Auffassung, so manches damals geschaffene Gesetz nicht aufheben zu sollen. Versuchen Sie doch mal, eine Partei zu wählen, die Schluß damit macht! Sie werden sie nicht finden.
02.02.12 - 11:02
Frank M.
@Freedy Es geht doch nicht darum, was der Einzelne, der eine oder andere Mitläufer gemacht odar auch nicht gemacht hat. Es geht doch immer um das Wesen des Systems und da ist jegliche Art von Verharmlosung fehl am Platze. Aber vielleicht haben Sie sich ja auch nur verdrückt ausgekehrt? Die Diskussion hier bringt jedenfalls eines sehr stark zum Ausdruck: Fritz am Biertisch mit fast allseitiger Zustimmung....also wisst Ihr Leute, bei Hitler war ja schließlich nicht alles schlecht..., ein Satz, wie er vielleicht schon in 90 % aller Familien dieses Landes gesprochen wurde. Bei etwa 70 % scheint er aber wirklich auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein.
02.02.12 - 10:36
Freedy
@Frank M.: Sie versuchen, mir Lob für die Nationalsozialisten unterzuschieben? Glauben Sie tatsächlich, daß jeder Nationalsozialist mordete, um einer zu sein? Wollen Sie die damaligen aktiven Mitläufer und Parteigänger, die sich selbst nicht die Hände schmutzig machten, etwa nicht als Nationalsozialisten sehen? Warum nicht? Lob verdient(e) damals wie heute der, der sich dem Zeitgeist entgegenstellt(e), auch und gerade, wenn er sich damit nicht nützt. Und nein, es hilft Ihnen nichts, die historische Wahrheit als Dummheit auszugeben. Wenn Sie Ausnahmen von der Regel kennen, dann freut mich das für Sie.
02.02.12 - 10:18
Freedy
Die These von der Werbung für Thor Steinar durch das Verbot wird im Übrigen auch durch die Verlinkung des "offiziellen Webshops" auf dieser Seite belegt. Und ja, @Mensch, was einer auf sein T-Shirt schreibt, disqualifiziert ihn selbst. Ich bin sehr dankbar, wenn ich weiß, was ich von einem zu halten habe, der Hitler, Mao oder Che Guevara verherrlicht. Es wäre doch schade, diese Knallköpfe zwangsweise hinter einem Verbot sich verstecken zu lassen, meinen sie nicht?
02.02.12 - 10:13
Frank M.
@Freedy Sie haben wirklich phänomenale Geschichtskenntnisse (Ihr Zitat: Faschismus gab es in Italien, verbliebene Rechte sind zumeist bereits von Hitler und seinen Helfern bekämpft und ermordet worden.) Das muss man an sich gar nicht kommentieren, da spricht die Dummheit schon für sich. Außerdem kenne ich einige, die gegen die, wie Sie sie nennen, SOZIS sprechen und nicht als Volksfeinde gelten. Die Nationalsozialisten erkannte man, wie Sie schreiben, an ihrer Freude am Verbot... Das klingt ja schon fast wie ein Lob, lieber Herr Freedy. Die Nationalsozialisten erkannte man nämlich zuallererst an Ihrer Freude am Mord der ANDEREN und wer an denen selbst mit der Lupe noch ein gutes Häärchen sucht, ist keinen Deut besser.
02.02.12 - 09:25
Freedy
Die Nationalsozialisten erkannte man an ihrer Freude am Verbot. "Wir sind die einzig Guten, wer nicht für uns ist, ist gegen uns.", so ihr Denken und Handeln. Dieselbe selbstgerechte und menschenverachtende Haltung legen heute jene an den Tag, die sich geschichtsvergessen als Antifaschisten und Kämpfer gegen Rechts ausgeben (Faschismus gab es in Italien, verbliebene Rechte sind zumeist bereits von Hitler und seinen Helfern bekämpft und ermordet worden). Die Neosozialisten sind die politischen Konkurrenten der Neonazis, sie buhlen um dasselbe staatsgläubige und gewaltbereite Klientel. Kein Anlaß, Partei zu ergreifen. Wenn man gegen die Nazis sprach, galt man ihnen als Volksfeind, spricht man heute gegen die Sozis, gilt man als Volksfeind. Es gibt zum Glück auch unter den Lesern der WAZ-Zeitungen Thüringens noch Menschen mit Rückgrat und Verstand, so daß mir nicht bange ist.
02.02.12 - 08:37
Ich bin kein Nazi, aber
So beginnt hier fast jede Argumentation.
02.02.12 - 00:03
Mensch
Also noch mal kurz etwas zur allgemeinen Argumentation gegen die Aktion von dem Direktor.Dann dürfte jetzt jeder / jede mit Hakenkreuz-Shirt und Pullover rum laufen wo drauf steht "Tötet die Untermenschen", ja? Versteh ich eure Argumentation richtig? Denn es ist schließlich jedem / jeder frei überlassen was er / sie trägt. Geiles Deutschland - Gute Nacht für dieses Land der angeblichen Toleranz wo morgen wieder am Stammtisch über die "bösen Ausländer" geschimpft wird.
01.02.12 - 23:07
Weiter so!
Der Direx hat völlig recht! Hier ist die Grenze erreicht! Nazi-Klamotten haben NICHTS in Schulen oder sonstwo etwas zu suchen. Wer diese "Marke" trägt, weiß sehr genau, was er macht und wen er unterstützt. OK, komplett Hohle sind auch damit unterwegs. Pro Schuluniform!
01.02.12 - 22:03
kein Nazi
@ Ich. Natürlich war ich 33-45 nicht dabei. Natürlich hat es die systematische Vernichtung der Juden und anderer Menschen in dieser Zeit durch das NS Regime gegeben. Wo ? kann ich dafür unterschreiben das dies nie wieder geschieht!!! Wo? So und jetzt zur Geschichte. fangen wir mal an..ahhh geht nicht es werden zu viele. Von Hitler zu Stalin, von Pol Pot zur Katholischen Kirche. Von Tschechenien zu Afganistan , vom Irak zu den Tuzi in Afrika. Wo wollen wir anfangen und wo aufhören. Wer frei von Sünde, werfe den ersten Stein !!! mein lieber. Ich habe einen Sohn der ist 11 Jahre. sein Opa . bj26 wäscht ihm jedes WE den Kopf. Glauben Sie mir. Dennoch , nur wir können es ändern , aber nicht damit das wir...schei... Klamotten verbieten. Das kommt gleich nach Bücher auf einen Haufen werfen. Denn die meisten sollten diese lesen. Und damit ist das Thema für mich beendet. Ansonsten bin ich jederzeit gerne bereit mich sachlich zu unterhalten. Gute Nacht, denn morgen wartet meine Arbei und nicht Hartz 4.
01.02.12 - 21:52
Marcel
Es ist schon erstaunlich wie raffiniert sich in den Kommentaren die rechte Szene und ihre Sympathisanten zu Wort melden während man von den vernünftigen Mitmenschen hier fast gar nichts liest. Das zeigt zwei Fakten unserer Gesellschaft: 1. Braunes Gedankengut ist so stark in den Köpfen wie man es wohl nicht vermuten würde und deren Parolen sind lang nicht mehr so plump wie früher - man beruft sich lieber auf "persönliche Freiheiten" und verweist darauf dann doch "bitte auch Kopftücher und linke Symbolik zu verbieten". Doch, die Ideologie, die dahintersteht ist immer noch gleiche. 2. Der Großteil der vernünftigen Gesellschaft ist furchtbar gleichgültig gegenüber der Sache: "bringt doch eh nichts", "wird schon nichts passieren", "übertreibt mal nicht mit solchen Verboten!" hört man dann meist bloß. Die Gefahr wird einfach verkannt und heruntergespielt. Und so spielt man dem rechten Spektrum fein in die Hände. ich verweise auf die Gefahr, die sich gerade in Form der "Unsterblichen" ausbreitet (http://goo.gl/4BzVw) Leute, werdet wach und erhebt eure Stimme der Vernunft!
01.02.12 - 21:50
Ich
Zitat "Kein Nazi":was ist die Wahrheit. Kennen Sie diese? Ich kenne Sie nicht. Ich war nicht dabei. Wo waren Sie nicht dabei? Was kennen Sie nicht? Wenn Sie auf die Zeit von 1933-45 anspielen, die Geschichte ist so Jung, da waren Ihre,meine und unser aller Groß-, Urgroßeltern live dabei. Millionenfache systematische Ermordung/Vernichtung von Juden sind belegte Wahrheiten. Vernichtungslager wie Auschwitz sind historisch belegte Grausamkeiten der deutschen NS-Geschichte. Eine solche Zeit will ich nicht am eigenen Leib erleben. Deshalb: Wehret den Anfängen!! Zurück zum Verbot der TS-Klamotten: Respekt Herr Direktor! Denn es geht hier nicht um Kleidung sondern den Umgang mit der eigenen Geschichte. Und nochmal Ihr Zitat:was ist die Wahrheit. Kennen Sie diese? Ich kenne Sie nicht. Ich war nicht dabei. Zitat Ende Welche Wahrheit meinen Sie?
01.02.12 - 21:44
M. Müller
Mir selbst ist es völlig Wurst was einer für Klamotten trägt und gerade bei den jetzigen Temperaturen... Ein anderer Gesichtspunkt ist der: JEDER der heute versucht eine Partei bzw. eine politische Orientierung zu verbieten oder zu unterdrücken ist keinesfalls besser als die die damals dem "geliebten Führer" gedient haben! Soviel zur Demokratie...
01.02.12 - 21:36
L.Gleichmann
Schwachsinnsaktion des Paukers. Er muss sich frageb lassen, was tut er für Klarheit in den Köpfen seiner Schüler? Vermutlich nichts.
01.02.12 - 21:25
Erfurter
hm ich würde mit so einem verbot vorsichtig sein. ich sehe hier das grundrecht auf selbstbestimmung verletzt. und ich finde es falsch klamotten zu verbieten weil eine bestimmt gruppe diese trägt. sonst müsste man meiner meihnung nach auch springerstiefel u.ä. verbieten die ja auch sehr häufig im linken specktrum anzufinden sind. und noch eins zum schluss ich war an dieser schule und dieses verbot exestiert seit mindestens 4 jahren.
01.02.12 - 20:43
kein Nazi
@ ich... was ist die Wahrheit. Kennen Sie diese? Ich kenne Sie nicht. Ich war nicht dabei. Und daher steht es mir nicht zu darüber zu Urteilen. Ich bin aber gerne bereit ohne Vorurteile mich darüber zu unterhalten. Ohne Menschen nach 10 Minuten als Nazi zu bezeichen. Denn ich bin keiner!!!
01.02.12 - 20:30
Ich
@ kein Nazi "Geschichte ist eine Lüge auf die man sich geeinigt hat. Ende " Um was geht es dir eigentlich?? Rhetorisch gut zu sein heißt nicht, dass man die Wahrheit spricht.
01.02.12 - 20:15
kein Nazi
Einen muss ich noch: Den der die Wahrheit sagt, wird man aus neun Dörfern jagen!! Türkisches Sprichwort.
01.02.12 - 20:12
kein Nazi
@ Ich... wie zurück halten. Für was soll ich mich zurück halten. Moment mal kurz. Ich habe auch die Stasi Zeit erlebt, und erkenne da einiges wieder. Sind wir jetzt nach ca. 25 Kommentaren soweit das gedroht wird. Danke Demokratie. Ich sage das was ich denke und erlebt habe. Und nochmal , ich verabscheue jede Art von Gewalt oder Politischen Zynismus. Ob Rechts oder Links. Aber dies Probleme sind einfach Haus gemacht und haben immer eine Ursache. Aber es ist wie immer .....Geschichte ist eine Lüge auf die man sich geeinigt hat. Ende
01.02.12 - 19:49
Ich
Respekt für den Schulleiter, das Verbot für das Tragen der Nazi-Marke auszusprechen. Im Übrigen täte es "kein Nazi", "Freedy" und den anderen gut, sich etwas zurück zu halten. Gerade jetzt, nach Bekanntwerden von NSU und den Morden der letzten Jahre, ist es Zeit, den braunen Sumpf auszutrocknen. @Redaktion: Ich fände es gut, die Kommentare journalistisch zu begleiten und offen Position zu beziehen. Zudem finde ich es schade, dass hier das "rechte Spektrum" so eine Bühne bekommt.
01.02.12 - 19:46
rain
"Rechte" Markenklamotten verboten = rechte Gesinnung von der Schule verbannt. Treffer, versenkt! "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher". Zitat: Albert Einstein.
01.02.12 - 19:41
Realist
Ich denke einmal, wenn man die Gesinnung der Gesamtbevölkerung an der zustimmung oder Ablehnung zu einer solchen Aktion festmacht, dann sind mindestens 90% aller Bürger Deutschlands Nazis. Inzwischen lacht wohl ganz Thüringen über diesen Neurotiker von Direx. Der stammt bestimmt noch aus dem alten DDR-Kader. Die hatten sowas drauf früher.
01.02.12 - 19:33
Schnauze voll von Vorschriften
Irgendwann läuft Deutschland wieder im Gleichschritt. Nach der Trillerpfeife der selbsternannten Nazijäger. Das ist genauso schlimm, wie nach der Trillerpfeife der Nazis. Puscht die Hanseln nicht so auf, macht nicht ständig Werbung für die rechte Gefahr und die Truppe schläft vor Langeweile von selbst ein. Ihr selbsternannten Ordnungshüter haltet die doch sie am Leben mit eurer ständigen Werbung gegen Rechts (in Wahrheit für Rechts)- ihr seid die wahre Gefahr. Siehe unten: 300 gegen 3000. Wo ist sie hin, unsere multikulturelle Gesellschaft, wenn mir jetzt schon vorgeschrieben wird, was ich zu tragen habe und was nicht. Ich pfeiff auf eure ganzen "gegen Rechts Regeln" und werde jetzt das erste mal dort bei Thor einkaufen. Nur aus Trotz.
01.02.12 - 19:04
kein Nazi
Ich verbinde mit Gfahr von rechts folgendes: Demo in Leipzig. 300 NPD Anhänger. 3500 Gegen demonstranden. 3000 Polizisten. nach 2 Stunden waren alle NPDler weg. Dannach Randale. Dutzende verletzte Politisten und 13 Mio Euro Sachschaden an Gebäuden und abgebrannter Autos. Das ist aber für unsere selbsternannten Moralwächter vollkommen in Ordnung. Ich habe dies persönlich erlebt, da ich mich in meinem Auto mitten drinn befand und dutzende linke Chaoten davon abhalten musste mein Auto abzufackeln. Das was die 3, in den Medien bekannten Leute gemacht haben, nenne ich VERBRECHEN und mehr nicht. Ob diese politisch Motiviert waren wissen wir nicht. Wenn ich dann lese das ein Direktor eine Modemarke verbietet, dann wünschte ich mir er würde dies auch einmal erleben. Aber mit der Gefahr von rechts lässt sich ein Volk gut in Angst halten..... Ja nicht rechts sein..oder doch links oder doch nicht. Manchmal kann ich gar nicht so viel essen wie ich ko.... möchte.
01.02.12 - 18:46
Yvonne
Coole Marke, dieses "Thor Steinar". Hatte ich gar nicht gewußt. Hab gerade ordentlich dort bestellt! Ein Nachbar hat einen Rechten als Sohn, der läuft aber immer in "Jack Wolfskin" rum. Genauso wie die Rentner bei uns im Block. Sind die jetzt auch alle Rechts?
01.02.12 - 18:11
Und wenn Nazis bald CundA tragen?
Liebe TA, bekommen Sie doch endlich mal das "&"-Problem in den Griff!
01.02.12 - 18:09
Und wenn Nazis bald C&A tragen?
Herr Schneidmüller, zeigt Ihr Verbot nicht genau DAS, was die Nazis/Rechten/Wer auch immer erreichen wollten? SIE und die Gesellschaft mit Dingen (hier jetzt simple Kleidung) und Verhalten zu provozieren, welche nicht direkt geahndet werden können? Und Sie springen genau darauf an?! Ist das nicht peinlich, lächerlich? Sollte man, wenn man schon keine Argumente oder rechtliche Mittel hat, eine Gesinnung die einem nicht passt zu unterdrücken, auf so lächerliche Ersatzverbote ausweichen? Ist das nicht blinder und naiver Aktionismus? Sie sollten lieber bei wirklichen Verstössen (Sachbeschädigung, Ruhestörung) radikal durchgreifen! Aber das wollen und können Sie nicht?! Dann lassen Sie doch bitte auch solche DDR-Methoden. Auch da wurden schliesslich Jeansmarken und Kleidungslabel verboten. Das hatten wir doch alles schon mal (Gott Sei Dank erfolglos). Wollen Sie wieder, weil die wirkliche Auseinandersetzung nicht erfolgt, mit irgendetwas (egal wie lächerlich) Ihre Macht beweisen (wollen)? Ich finde Nazis nicht gut, aber Ihr Vorgehen genauso falsch. WAS MACHEN SIE, WENN NAZIS AB SOFORT C&A TRAGEN? Erkennen Sie die Sinnfreiheit Ihrer Denkweise?
01.02.12 - 17:45
Pommerngott
Lieber Donnergott, ich glaube du verstehst nicht, dass TS einer der Förderung der Rechten Szene sind, Symbolik eindeutig in der Rechten Ecke zu veorten ist (Deutsche Bomber bla bla bla). Natürlich können auch "Nicht-Rechte" mit vielen "ausländischen Mitbürgern" als Freunde tragen, nur frag ich mich da ganz ehrlich ob die dann die "Thematik" verstanden haben. Ein Verbot war absolut notwendig. Und nein wir beurteilen nach seiner Kleidung, laufen ja auch genug Nazi-Deutsche in Nadelstreifen und Pollunder rum. ;-)
01.02.12 - 17:43
kein Nazi
Nach dem lesen der Kommentare sehe ich das 70 % nichts dagegen haben oder dies falsch finden es zu verbieten. 30 % finden das richtig. Heißt? 70 % der Leser der OTZ die vermutlich Nazis sind. Oder erheben sich die anderen 30 % als Ordnungsmacht? Das muss mir mal jemand erklären.
01.02.12 - 16:58
Hätte mich gern auch Storch Heinar genannt
Geiles Ding. Es gibt Leute, die tragen TS, beharren aber, keine rechte Gesinnung zu haben. Die müssen dann doch einfach nur hohl sein, oder? TS ist doch der Inbegriff für Nazi-CI. Seit Jahren aus eben jenem Grund in keinem Fußball-Stadion unserer Republik mehr erlaubt.
01.02.12 - 16:39
Donnergott
Thor Steinar. Wenn manche Personen keine Ahnung haben dann sollten sie einfach mal den Mund halten. Viele unserer ausländischen Mittbürgern tragen diese Kleidungsmarke. Ich finde es eine Schande das sich manche Menschen andere nur nach dem Aussehen bzw auf bestimmte Markenkleidung bewerten. Ich trage selber diese angeblich schlechte Marke "Thor Steinar" und bin keine rechtsorientierte Person. Im Gegenteil, ich bin mit ausländischen Mitbürgern befreundet und von denen hat sich keiner beschwert. Außerdem sollte man sich vorher mal mit der Thematik beschäftigen dann weiß man auch um was es sich wirklich handelt. Ich bin dagegen das man "Thor Steinar" an dieser Schule und anderen nicht tragen darf. Den schließlich tragen viele Menschen die Kleidung weil sie ihnen gefällt und nicht weil sie Nazis sind.
01.02.12 - 15:43
Storch Heinar
Wenn man das Verbot zu Ende denkt fragt man sich ob die Ziffern 8 und 1 noch an der Schule existent sind. Werden diese doch als Synonym in der rechten Ecke benutzt. Ich erinnere mich an die Kritik an dem Braugoldprodukt "1881" mit ähnlicher Begründung. Ich halte das Verbot für einen untauglichen Paukenschlag.
01.02.12 - 13:08
Thor Steinar, KEF und brauner Dreck!
Immer diese Bekundungen der Faschos auf den Rechtsstaat sobald ihre menschenverachtenden Ansichten angegriffen werden... "ist doch mein freies Recht, leben doch in nem freien Land" Am Arsch! Faschismus unterliegt nicht der Meinungsfreiheit, kein Fußbreit, hier muss ein klarer Strich gezogen werden. "Toleranz kann nur dem gewährt werden, der sie auch selbst gewährt." und hier hat sich der Schulleiter dafür eingesetzt, super, Nazifinanzierungen austrocknen, auf Symbolik aufmerksam machen und zeigen wo die Feinde der Demokratie stehen und zwar Rechts!
01.02.12 - 13:00
Freedy
Ich entnehme Ihren Darstellungen, @Frank M., daß der Hersteller Vereine unterstützt und die Eigner Rendite wollen. Ich kenne kein Unternehmen, bei dem Eigentümer und Management völlig gegensätzliche Interessen verfolgen. Warum also der Hersteller zulasten der Rendite der Eigner und ohne deren Einwilligung irgendjemanden unterstützen sollte, bleibt Ihr Geheimnis. Wer unter Hinweis auf vermeintliche Grundrechtsabschaffer Grundrechte abschafft, der besorgt (im vorauseilenden Gehorsam?) deren Geschäft. Das kennen wir schon vom "Krieg gegen den Terror", der vor allem auf Kosten und zulasten der Freiheit der Bürger geführt wird. Es sind die Verbieter, die Mittel der (National-)Sozialisten anwenden.
01.02.12 - 12:52
Kaschke
Leider hat dieses Verbot einen negativen Aspekt, vermisst man doch genau das, was man den Rechten immer als nicht vorhanden vorwirft: Toleranz - mithin sehr treffend auch im Artikel genannt. Würden sich die Leute selbst dazu entscheiden, diese Klamotten nicht mehr zu tragen, weil sie mit der damit verknüpften Gesinnung nichts mehr am Hut haben, wäre das eigentliche Ziel erfüllt. Das erfordert aber weit mehr, als ein simples Verbot einer bestimmten Marke zu erteilen. Im Grunde ist das die gleiche Augenwischerei, die die Politik betreibt - siehe NPD-Verbot.
01.02.12 - 12:44
Frank M.
Es ist erwiesen, dass der Hersteller von TS Verbindungen zur Naziszene hat und diverse Vereine aus eben dieser unterstützt. Wer dabei der Eigner ist, das spielt überhaupt keine Rolle, die Saudis wollen Rendite, nichts weiter. Und eben auf der Grundlage dieser Erkenntnisse haben zig Vermieter europaweit den Läden bereits Mietverträge gekündigt. Es geht also hier nicht schlichtweg um eine Marke, die AUCH von Nazis getragen wird (die tragen ja auch andere Klamotten), sondern um einen Hersteller, der Nazis unterstützt. Und genau das ist der gravierende Unterschied. Wer sich hier auf grundrechtliche Freiheiten beruft, der spielt genau denen in die Hände, die diese Freiheiten abschaffen wollen. Aber gut, nicht umsonst ist es immer wieder Ergebnis wissenschaftlicher Untersuchungen, dass Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, der kleine alltägliche Faschismus eben, noch immer weit verbreitet sind in diesem Ländle. Das sieht man auch sehr gut an dem Antwortspektrum in diesem Forum.
01.02.12 - 12:38
kein Nazi
Na wenn jetzt schon Motive herhalten müssen um Verbote auszusprechen, dann muss der Verfassungsschutz sofort die Hälfte aller C&A und H&M Läden stürmen und ausräumen. Nirgends wird doch mehr Mit Krieg und Tot geworben als auf amerikanischen Großmarken. Jede Tarnfleck Jacke oder jeder Militär Parka müsste verboten werden. Schwachsinn. Ist ist und bleibt die beste Werbung die man machen konnte. Sehr Gut.
01.02.12 - 12:37
Freedy
Thor Steinar ist wohl vom Vornamen Thorstein, hierzulande auch Torsten, abgeleitet. Und der Schuldirektor heißt Torsten Schneidmüller. Ganz sicher Zufall. Aber vielleicht haben ihn seine Schüler bisher damit konfrontiert? Solche jungen Leute sind da ja recht unbefangen... Das könnte zumindest eine Erklärung für den Eifer des Schulleiters sein.
01.02.12 - 12:18
Mensch
Ich finde die Aktion von daher richtig, da eine Schule kein Laufsteg für Kleidung mit menschenverachtendem Hintergrund ist. Das Thor Steinar eine Nazimarke ist, steht fest. Von Nazis, für Nazis und noch viel wcihtiger sind die Motive. Bomber der Wehrmacht z.B., aha...und diese sollten also zur Schau durch die Schulen getragen werden damit jeder / jede ein Andenken an die Fluzgzeugbomber hat? Nein danke! Und natürlich wecken Verbote aufsehen, und ein reflektierter Umgang mit TS überall würde die Marke von öffentlichen Einrichtungen ausschließen!
01.02.12 - 12:17
kein Nazi
@ Steffan "Schön" wie sich all die Sympathisanten der rechten Szene anonym zu Wort melden... Genau das ist es...wenn Dir nur solche sinnentlerten Sätze aus dem Hirn fallen, dann steht dem doch Tür und Tor offen...Bravo
01.02.12 - 12:01
Geraer
@ Gerth: Wo wir hinkommen ist doch klar. Herzlich willkommen in dieser BRD. Und jetzt gehe ich in die Kälte hinaus mit einer warmen dicken Jacke.
01.02.12 - 11:48
Gerth
Solange diese Marke nicht von Rechts wegen verboten ist, kann diese Mode in einem freien Land tragen wer will.Das Hineininterpretieren von Politik in eine bestimmte Mode Marke ist Unsinn und dürfte auch dem Grundgesetz widersprechen.Wo kommen wir hin wenn wir in jede Mode oder Farbe, die von bestimmten politischen Gruppierungen bevorzugt werden, verbieten.
01.02.12 - 11:35
Geraer
...und bevor ich schreiben konnte war schon ein Artikel gelöscht worden von jemand der vor mir was geschrieben hat. Also funktioniert die Mainstream- Meinungsmache weiterhin in gelenkten Bahnen. Schade, etwas mehr Standvermögen hätte ich der OTZ schon zugetraut. Zum Thema: Typisch deutsch wäre es jetzt wenn wie in China Schuluniformen eingeführt würden. Dann hätte jeder Wechselklamotten zwischen Schule und Freizeit. Oder auch ablegbare Ansichten. Hatten wir alles schon mal, so zwischen FDJ- Hemd und Jeans. Tipp: Logos einfach abkleben vor Betreten dieses Hortes der Demokratie und beim Verlassen Klebestreifen entfernen. Ist nicht untersagt und üblich bei Konzerten z.B.
01.02.12 - 11:32
amllr
Um solche Irritationen und unnötige Kraftakte zu vermeiden plädiere ich für eine einheitliche Schulkleidung, gewissermaßen eine Schuluniform, der gleich noch Vorschriften beigegeben werden sollten, welch einheitlicher Haarschnitt zu tragen ist. Es sei nachdrücklich vor dem Tragen von Knickerpockern und Lederhosen gewarnt, denn es könnte ein Bezug zur Kleidermode des 3. Reiches hergestellt werden.
01.02.12 - 11:31
Beobachter
Es ist immer wieder erstaunlich, wenn sich genau die Falschen auf das Grundgesetz berufen, das sie am liebsten in die Tonne treten möchten. Der Schulleiter hat das einzig Richtige getan, denn jetzt weiß auch der letzte Dummkopf, wo es lang geht, und dass auch demokratische Einrichtungen wehrhaft sein können. Wenn das keinen Respekt verschafft.
01.02.12 - 11:22
ehem. davon Betroffener
Hallo Frank M. Natürlich weiß ich, wovon ich rede. Ich war ja mit betroffen. Ich rede von Zwangsmaßnahmen, die von oben verordnet werden und damit mit 100%iger Sicherheit in die Hose gehen. Egal, welcher Staat oder welches System, solche Verbote sind immer ein Schuss ins eigene Knie. Und unten wurde ja auchsauber auf das Grundgesetz verwiesen und wie bedenklich das alles ist. Das einzige, was den Rechten wirklich gefährlich werden könnte ist, dass man nicht mehr über sie spricht. Sie demonstrieren und keiner geht hin. Nicht mal Gegendemonstranten. Dann sind sie recht schnell am Ende. Aber ihr Jäger der wahren Gesinnung rührt ja geradezu liebevoll die Werbetrommel für diese geistigen Amöben.Manchmal kommt es mir vor, als seid ihr selber welche und wollt die Bewegung nur künstlich puschen. Eines habt ihr nämlich geschafft – bis dato kannte ich die Marke "Thor Heinar" noch nicht.Jetzt werde ich mir zumindest anschauen, was die so alles im Angebot haben. Und mit meiner "Beutelaktion-Aversion" werde ich sogar vielleicht was kaufen. Rein aus Protest gegen das Verbot. Webung habt ihr ja inzwischen genug gemacht.
01.02.12 - 11:18
Steffan
"Schön" wie sich all die Sympathisanten der rechten Szene anonym zu Wort melden...
01.02.12 - 11:16
Holger P.
@der Sömmersche: Wenn Sie sich schon so gut mit den Grundrechten auskennen, müssten sie eigentlich auch wissen, dass Art.2 Abs.2 GG eine mögliche Einschränkung "aufgrund eines Gesetzes" vorsieht. Wie im Artikel beschrieben, bezieht sich das Verbot auf eine Regelung im Thüringer Schulgesetz. Ich sehe hier keine Grundrechte verletzt.
01.02.12 - 11:06
troy
jeder hat das Recht zu tragen was er will! wer seinen kleidungsstil der profilneurose eines direktors unterwirft, der ist wahrlich typisch deutsch. mein lieblingswinterpulli ist auch von thor steinar und hält mich trotzdem warm. und weil ich kein nazi bin werde ich jetzt trotzdem im online-shop einen schönen warmen thor-steinar-pulli bestellen!!
01.02.12 - 10:51
Heinz K.
Damit hat unsere sogenannte Gesellschaft wieder mal Ihren geistigen Offenbahrungseid geleistet. Warum die Panik Mache gegen rechts.. Sollen Verbote etwas bringen. Nein haben Sie noch nie. Es wäre sinnvoller den Bildungsgrad unserer Jugend zu fördern. Von mir aus kann glauben wer und was er will. Warum nicht. Einfache Weltbilder sind doch gerade der nährboden für solche Wege. Um das Problem der Wurzel zu packen wäre es wirklich sinnvoller den Kinder und Jugendlichen eine ordentliche und nach allen Seiten ausgerichtet Bildung zu vermitteln. Und wenn unsere Lehrer wieder Ihren Job, nämlich das leheren ernst nehmen dann habe ich auch keine Angst vor der Zukunft. Bis jetzt sind Sie nur die Speerspitze der Verdummung.....!
01.02.12 - 10:49
Freedy
@Frank M.: Wenn man hinreichend zu kommunizieren wüßte, würde man auf kontraproduktive Verbote verzichten. Wenn irgendjemand aus dem Handel mit überteuerten Produkten sich finanzieren möchte, dann braucht er Werbung, am besten kostenlose Werbung. Die hat ihnen Herr Schneidmüller nun geliefert. Es kommt nicht darauf an, was man will, sondern darauf, was man bewirkt.
01.02.12 - 10:44
Frank M.
@ Betroffener Sie scheinen wirklich nicht zu wissen, wovon Sie da schreiben?
01.02.12 - 10:44
der Sömmersche
Unsinn, solch ein Schritt ist ein völlig Falscher. Die bisherigen Maßnahmen solcher Kleidung betreffend (ich erinnere an die frühere Edelmarke Fred Perry oder die berühmte Sportmarke Lonsdale) lösten in der Vergangenheit immer erst recht einen Hype in der Szene aus. Die Marke Thor Steinar ist eine renommierte Bekleidungsmarke welche zu einem arabischen Konzern gehört. Bereits hier fällt wohl jedem die Paradoxie dieser Maßnahmenbegründung ins Auge. Zudem müsste man sich ferner um die Verletzung des Grundrechts nach Artikel 2, Absatz 1 unseres Grundgesetzes ernsthaft Gedanken machen. Da es sich hier offensichtlich um eine staatliche Einrichtung handelt, erscheint mir hier ein schwerwiegender Verstoß gegen diese Grundrecht vorzuliegen, Hausrecht hin oder her. Man kann unsere Grundrechte nicht damit verteidigen wollen, indem man sie selbst ignoriert. Maßnahmen (insbesondere gegen politischen Extremismus von recht wie links) sollten auch mit rechtlich sauberen Mitteln ausgefüllt sein. Reiner, unbedachter Aktionismus ist da eher kontraproduktiv und spielt den extremistischen Strömungen sogar noch in die Hände.
01.02.12 - 10:35
ehem. davon Betroffener
Wie sich solcher Schwachsinns-Aktionen doch immer wiederholen.1977 in der damaligen Berufsschule der Deutschen Post in Erfurt wurden Beutel und Beuteltaschen mit "West-Aufschriften" verboten. Sogar eine auf eine Hose aufgenähte Victory-Hand fiel unter dieses Verbot, weil die Farben der amerikanischen Flagge darauf waren. Zuerst gab es von uns Proteste, dann Heiterkeit und plötzlich trugen alle solche Beutel und Zeichen. Die Schulleitung ist ohne nennenswerte Erfolge im Kreis gesprungen, hat diskutiert, kontrolliert, Taschen beschlagnahmt, bis nach einem halben Jahr die ganze Aktion wegen Lächerlichkeit eingeschlafen war. Wir wollen (müssen) heute tolerant gegen alles und jeden seinund dann so eine Aktion aus dem finstersten DDR-Alltag? Irgendwann marschiert (genau wegen solcher Aktionen) ganz Deutschland wieder im Gleichschritt. Vielleicht nicht unter der Fuchtel der Rechten, dann aber unter dem Trommeltakt dieser selbsternannten Sittenhüter. Etwas mehr Gelassenheit wäre angebracht, um diesen Gleichschritt zu vermeiden. Vorbote sind lächerlich und reizen erst recht zum Gegenteiligen.
01.02.12 - 10:25
Frank M.
@Freedy Das Jeans-Verbot in der DDR war eine rein ideologische Maßnahme. Bei der Argumentation gegen Thor Steinar geht es auch um die Trockenlegung eines Sumpfes, aus dem sich die rechte Szene nachweislich finanziert. Im Übrigen denke ich, dass an der Schule auch ausführlich über das Warum gesprochen wird. Verbote wecken nämlich nur dann Begierden, wenn sie nicht hinreichend kommuniziert werden.
01.02.12 - 10:13
Freedy
Die Überschrift könnte auch "Schuldirektor wirbt indirekt für Thor-Steinar-Kleidung" heißen. "Es ist nicht auszuschließen," könnte man fortfahren, "daß Direktor Schneidmüller rechtsextremes Gedankengut durch besonders kleinliches Vorgehen befördern möchte." Doch lassen wir diese Spiegelung seines Tuns. Die Erfahrung aber lehrt: Wer Jugendlichen auf bloßen Verdacht hin fragwürdige Verbote auferlegt, der macht das Verbotene für viele erst interessant. Nun können die Schüler sich als besonders "mutig" erweisen, ohne es zu sein. So war das mit dem Jazz im Dritten Reich und mit den Jeans in der DDR. Wenn einem heutigen Schuldirektor auch nichts anderes einfällt, als zu verbieten, was er irgendwie politisch nicht korrekt findet, dann müssen wir uns über die Ausbildungsqualität nicht wundern. Der große Liberale Ludwig Erhard rotiert derweil im Grabe. Er hätte die Berufsschüler bei ihrer Ehre und bei ihrem Verstand zu packen gewußt, anstatt bei ihren Jacken und Pullovern.
01.02.12 - 09:40
Der Marlishäuser
Genau richtig! Ein Direktor, der was tut statt wegzusehen. Und wer mehr Wert auf Kleidung als auf Bildung legt, der muss sich eine andere Schule suchen.
01.02.12 - 09:28
Frank M.
Jeglicher Form von Extremismus, bereits in den Anfängen, muss entgegen getreten werden. Dies in allen Bereichen der Gesellschaft und im privaten Umfeld bevor das Kind im Brunnen liegt. Dieses Beispiel sollte sprichwörtlich SCHULE machen, in ganz Deutschland.
01.02.12 - 08:50
Kevin
Ein wichtiger Schritt!
01.02.12 - 07:58
pro\/okant
+1
01.02.12 - 07:46
Torsten Frenzel
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