Jedes Jahr der gleiche Gestank

  • Biotonnen riechen im Sommer oft streng. Foto: Ireen Schädel
Wenn das Thermometer steigt, bieten Biotonnen immer wieder einen hervorragenden Nährboden für Ungeziefer wie Schmeißfliegen oder Maden. Dazu kommt der unzumutbare Gestank.
Sondershausen. Wenn die Temperaturen steigen, hat das auch negative Folgen. Denn dann fängt der Biomüll in der braunen Tonne an, unangenehm zu riechen, lockt Plagegeister wie Fliegen und Maden. Zudem sammeln sich übelriechende Flüssigkeiten in den Biotonnen. "Dieses Problem haben wir jedes Jahr aufs Neue", weiß der Geschäftsführer der SAK Sonderhausen, Michael Weise. Dabei kann jeder mit einfachen Mittelchen und Tricks etwas gegen die lästige Geruchsbildung unternehmen, und damit der Allgemeinheit einen großen Gefallen tun.

Um die Feuchtigkeit in der Tonne aufzusaugen, könne man diese mit Pappe oder Papier auslegen, dann klebt der Biomüll nicht am Boden fest. Dadurch wird auch die vollständige Entleerung durch die Müllfahrzeuge ermöglicht, sagt der Fachmann. Den selben Effekt erreiche man auch, wenn man zuerst trockene Gartenabfälle in der Tonne verteilt, denn diese können auch entstehende recht übelriechende Flüssigkeiten binden. Generell sollte man es vermeiden, Essensreste direkt in die Biotonne zu werfen, da diese einen ganz besonders starken Geruch entwickeln.

Es würde schon reichen, Küchenabfälle und Speisereste in Zeitungspapier einzuwickeln, sagt Weise. Die deutlich bessere Variante wäre es, sich "kompostierbare Beutel aus dem Baumarkt zu holen und diese nach dem Befüllen oben gut zu verknoten", rät Michael Weise. Die Biotonne wird im 14-tägigen Rhythmus abgeholt. Die Reinigung nach dem Abholen des Mülls müsste von einer Partnerfirma der SAK Sondershausen übernommen werden. Das würde extra kosten. Im Gegensatz zu anderen Landkreisen, wie Nordhausen oder Erfurt, wird aus Kostengründen in Sondershausen darauf verzichtet.

Es wird deshalb darum gebeten, die Reinigung der Biotonne selbst zu übernehmen. Dazu reiche es schon, sie mit sauberem Wasser auszuspülen und anschließend mit Papier trocken zu reiben. Es könne auch nicht schaden, den Deckel und die Innenseiten mit Essig abzureiben, was Fliegen oder Maden abschreckt. Das alte Hausmittel Kalk zur Geruchsbindung gehört dagegen nicht in die Biotonne. "Das führt zu Problemen mit der Kompostieranlage in Allmenhausen", verrät der Geschäftsführer der, denn der Kalk kann dort nicht abgebaut werden.


Steve Neumann / 29.07.10 / TA
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