Direkt vorm Jägerhaus am Schloss redeten Landrat, Minister, Vize-Bürgermeisterin und Stiftungschef (v.l.) übers Schlosshotel. Foto: Ireen Schädel
Als Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) vergangene Woche den Kreis besuchte, hörte er auch vom Schlosshotel Sondershausen. Und war erfreulich aufgeschlossen.
Sondershausen. Gemeinsam mit CDU-Landrat Peter Hengstermann
und Sondershausens Vize-Bürgermeisterin Conny Kraffzick (SPD) nutzte der Direktor der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Dr. Helmut-Eberhard Paulus, die Gelegenheit, Machnig das Projekt "Schlosshotel Sondershausen" zu präsentieren, das man seit Jahren verwirklichen möchte. Im Frühjahr 2009 sah es schon mal gut aus, Investoren wie Betreiber schienen gefunden. Doch da hatte Ex-Ministerpräsident Dieter Althaus
(CDU) seinen Skiunfall und somit waren die Fördermittel gestrichen. Denn Machnigs Vorgänger, der heutige Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz
(CDU) aus Nordhausen, hatte jede weitere Förderung von Hotelbetten abgelehnt. Jetzt schien die Gelegenheit wieder günstig. Also schilderte Paulus dem Wirtschaftsminister die Vorzüge eines Schlosshotels im Zusammenhang mit Kulturveranstaltungen und Bällen im Schlosskomplex, die eine bessere Auslastung garantieren würden.
"Von all unseren Standorten im Freistaat ist Schloss Sondershausen am besten für ein Schlosshotel geeignet", malte der Stiftungschef während der Schlossbesichtigung die Nutzungsmöglichkeiten in den schönsten Farben. Machnig ist beeindruckt. Als Genießer weiß er eine gute Küche zu schätzen und weiß, dass man nach einer gelungenen Veranstaltung auch mal ein Glas Rotwein mehr trinken möchte. Ein Hotelbett in der Nähe ist da eine touristische Ergänzung. Dass Ralf Kronemüller, Chefkoch des Schlossrestaurants, die Hotelküche mit übernehmen würde, lässt Machnig aufhorchen, der gern Kronemüllers kürzlich ausgezeichnete französische Küche probieren will: "Dafür komme ich noch mal wieder." Kronemüller und Paulus denken an ein Vier-Sterne- Haus oder Garni-Hotel. Der Minister will jetzt Fakten und Projekte sehen, bevor er über eine Förderung entscheidet. Grundsätzlich ist er für ein Schlosshotel in Sondershausen. "Wir brauchen gehobene Hotellerie und Gastronomie im Freistaat, müssen weg von den Bettenburgen und dürfen nicht in den Billigtourismus abrutschen," so Machnig.