Die Nachwuchssportler, wie der 13-jährige Justin Lisso aus Schmiedefeld (im Bild), springen auf der Schanze unweit des Schmiedefelder Sportplatzes teils Weiten über 40 Meter. Foto: Ralf Ehrlich
»Mit dem Regen am Donnerstagabend hatten wir uns Sorgen gemacht, ob es mit dem Schnee klappt«, sagte gestern Jörg Brömel. Der Vorsitzende des Wintersportvereins Schmiedefeld organisiert mit 45 Helfern bereits zum vierten Mal den Schülercup im Skisprung und in der Nordischen Kombination.
Schmiedefeld. 88 Nachwuchssportler aus sieben Bundesländern nehmen derzeit an den Wettkämpfen am Rennsteig teil. Drei Tage bis zum Wochenende stehen Entscheidungen für die 12- und 13-Jährigen im Spezialspringen, der Nordischen Kombination und im Skitechnik-Parcours an. Bei letzterem Wettkampf müssen sich die Jungen und Mädchen auf Langlaufski am Skihang am Eisenberg beweisen. Unter den angereisten Talenten aus bekannten Wintersportregionen wie Oberwiesenthal, Oberstdorf oder Partenkirchen sind nur 20 Thüringer. Drei Sportler gehen mit einem Heimvorteil an den Start. Obwohl er im Vorjahr zu den Besten auf der Schanze gehörte, ist Nils Albrecht vorsichtig. »Ich beobachte gerade die anderen Skispringer, es wird ein schwerer Wettkampf«, so der 13-jährige Schmiedefelder. Für den heimischen WSV starten auch der Spezialspringer Justin Lisso und Adrian Griebel in der Nordischen Kombination. Dass beim Skispringen keine Bruchlandungen mit Verletzungen passieren, hoffen auch Egbert Reiß und Manfred Kühn. Die Mitglieder der Bergwacht Schmiedefeld standen mit ihrem Motorschlitten am Auslauf der Schanze. Die beiden Helfer drücken natürlich die Daumen für die Starter aus der Rennsteiggemeinde.
Die Sorgen des Organisationschefs das Wetter betreffend blieben unbegründet. Der Regen hatte zwar teilweise für eine Eisschicht auf dem Schnee gesorgt, weggetaut war der dann doch nicht. Schon seit Mitte Dezember ist die Richard-Möller-Schanze präpariert, erzählte Jörg Brömel weiter. Damit hatte Schmiedefeld sogar einen wochenlangen Vorsprung vor Oberhof, die ihre Anlage gerade erst in Betrieb nehmen konnten. »Die Oberst-dorfer, Sachsen und Oberhofer kamen in den vergangenen Wochen zum Training auf unsere Schanze«, so Brömel. Seit dieser Saison läuft sogar ein kleiner Bügelumlauf-Lift, der die Sportler schneller wieder nach oben befördert. Er sorgt dafür, dass in kürzeren Abständen gesprungen werden kann. Nicht nur der Lift, auch diverse Hilfsmittel erleichtern den Helfern mittlerweile die Arbeit. Eine Walze präpariert den Schnee am Hang und eine Spurfräse für den Anlauf gehört zu den technischen Hilfen. Die angereisten Sportler werden von Betreuern und Eltern begleitet. Brömel schätzt die Gesamtzahl der zusätzlichen Übernachtungen durch den Schülercup auf 130 pro Tag. Die Gäste haben größtenteils in Schmiedefeld, Frauenwald und Stützerbach Quartier bezogen.