Willkommen zur Herbstlese 2009 |
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Wie jedes Jahr greift die Herbstlese mit ihrem Motto einen bekannten Ausspruch oder eine volkstümliche Redensart auf. Ebenso traditionell hängt ein Zweifel an - in Form eines dicken Fragezeichens.
Früher war alles besser?
Das diesjährige Motto schließt 20 Jahre nach dem Mauerfall auch das Erinnern an die DDR ein. Dabei will die Herbstlese vermeiden, was der Schriftsteller Rayk Wieland in seinem fabelhaften Roman "Ich schlage vor, dass wir uns küssen" konstatiert: "Idyllisierender oder dämonisierender Unfug ist die Regel." Der Leitgedanke findet sich jedoch auch bei Lesungen zu anderen Themen.
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Sie können sich das diesjährige Programmheft auch als PDF-Datei anschauen oder herunterladen. Diese Datei ist 27 Seiten lang (Seite 1-5 Übersicht / Seite 6-27 Programmtexte). Zum herunterladen mit der rechten Maustaste auf das Bild klicken, um dann die Datei auf Ihrem Computer zu speichern. Zur Ansicht dieser pdf-Datei benötigen Sie ein (kostenloses) Zusatzprogramm, z.B. den Acrobat Reader oder den FoxIt Reader.
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15 320 Besucher, 63 Lesungen, der einhunderttausendste Besucher seit 1997 - das ist die statistische Bilanz der 13. Erfurter Herbstlese, die gestern Abend zu Ende ging. Aber was weiß die Statistik schon vom Leben? Zum Beitrag
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Seine Filmrollen vom schwulen Metzger bis zum lüsternen Teufel haben Armin Rohde bekannt gemacht. So spricht er über "Größenwahn und Lampenfieber"in seinem ersten Buch aus Erfahrung - auch bei der Erfurter Herbstlese. Zum Beitrag
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"An jenem Tag im blauen Mond September. . .". Ulrich Tukur präludierte mit Berthold Brechts Gedicht über die Vergänglichkeit der Liebe. Und es war, als schwebte Brechts melancholische Wolke über dem Abend. Zum Beitrag
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Monika Maron hat den Bitterfelder Bogen geschlossen, mit ihrem neuen, gleichnamigen Buch und ihrem Erstling "Flugasche" vor 28 Jahren. Aus beiden las sie im Erfurter Stadtwerke-Atrium. Zum Beitrag
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Kann man im Moor untergehen? Wie dreht der Strudel in der Badewanne? Und warum haben Frauen immer kalte Füße? Verblüffende Antworten gab Samstagabend Ranga Yogeshwar im Rahmen der Herbstlese. Zum Beitrag
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Große Säle zu füllen, gelingt der Schauspielerin Ursula Karusseit auch mit 70. Auch der zusätzliche zu den beiden anberaumten Terminen konnte die Nachfrage nicht befriedigen. Zum Beitrag
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Lyrik, bildende Kunst und Prosa. Einen fast universellen Herbstlese-Abend bescherte Rayk Wieland (Foto) seinem Publikum. Dieses war höchst amüsiert. Zum Beitrag
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| 16. November: Rockpalast im Club Centrum |
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Peter Rüchel stellte gestern im Rahmen der Herbstlese sein reich mit Fotos illustriertes Buch Rockpalast vor. Rüchel - Erfinder, Herz, Seele und Gesicht der vor allem in der DDR mit Kultstatus versehenen Sendung, erinnerte an bewegende Konzerte, Tops und Flops der Rockgeschichte.
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Die Besucher kamen zu einem Publizisten, den niemand kennt, Harald Loch, um etwas über einen Schriftsteller zu hören, Reinhard Lettau, den fast niemand kennt. So geht Herbstlese auch. Zum Beitrag
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| 12. November: Unvollständige Erinnerungen |
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Im Buch Unvollständige Erinnerungen berichtet Inge Jens von ihrer Kindheit und Jugend, von Begegnungen mit berühmten Zeitgenossen, von ihrem politischen Engagement, aber auch von der Demenzerkrankung ihres Mannes. Gestern stellte sie als Gast der Herbstlese ihre Autobiografie im Haus der sozialen Dienste vor.
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Witzig-schräge Gedanken und unbequeme Wahrheiten des Lebens gab Wiglaf Droste zum Besten. Im Haus der sozialen Dienste las er zur Herbstlese aus seinem Programm Am Nebentisch belauscht. Zum Beitrag
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Einen Herbstlese-Abend der besonderen Art erlebten die Zuhörer im gut gefüllten Saal des HsD: Kabarettist, Wortvulkan und Wahl-Rheinländer Konrad Beikircher las aus seinem Buch Wer weiß, wofür et jot es und bewies, wie unterhaltsam die rheinische Mundart sein kann. Zum Beitrag
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Geschöpfe aus der dunklen Welt bevölkern die Geschichten der New Yorkerin Cassandra Clare. Grund zum Gruseln gab es bei der gestrigen Lesung aber nicht. Zum Beitrag
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| 09. November: Herbstlese mit Dieter Moor |
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Dieter Moor stellte sein Buch "Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht" vor. Die Story: Er und seine Frau verkauften ihr Haus in Schweizer Postkartenidylle und siedelten im ländlichen Brandenburg an - urkomische Geschichten entstanden.
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Stolz trägt Bürger Lars Dietrich auf dem Cover-Bild das blaue Halstuch. Das Buch, mit dem der Autor zur Herbstlese kommt, erzählt aus der Zeit, bevor er in verschiedenen TV-Kanälen als Comedian auftrat. Zum Gespräch
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Wenn es eines gab, das die Zuhörer von diesem Herbstlese-Abend mit Sebastian Fitzek nach Hause nehmen mussten, dann dies: die Erkenntnis, dass hinter jeder Ecke Gelegenheiten lauern können, ihr mühsam errichtetes Weltgefüge infrage zu stellen. Zum Beitrag
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Nur einmal gab es Widerspruch bei diesem Erfurter Herbstlese-Abend. Da wunderte sich ein älterer Herr, hören zu müssen, dass er in einem Unrechtsstaat gelebt habe. Auf die Frage, wo er denn glaube gelebt zu haben, antwortete er: "Na, in der DDR." Zum Beitrag
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Die meiste Zeit seines Lebens hat der aus einem südthüringischen Dorf bei Oberweißbach stammende Elmar Faber (75) mit Büchern verbracht: als Leser, Verleger und immer wieder auch als Autor. Zur Erfurter Herbstlese packte er jetzt seinen jüngsten Erzählband "Nürnberger Pakete" aus. Zum Beitrag
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Franziska Troegner war Gast der Erfurter Herbstlese 2009. Erinnern wir uns: Auch bei der Herbstlese vor einem Jahr las mit Reinhard Lakomy ein ehemaliger DDR-Künstler aus seinen Memoiren. Der gleiche Gegenstand, sogar der gleiche Buchverlag - und schon damals gab es ordentlich Pulver auf die Zwerchfelle Und doch war es diesmal etwas anders. Zum Beitrag
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Am Mittwoch gab es mit der ausverkauften Kult-Veranstaltung "Jazz - Lyrik - Prosa" eine besondere Ausgabe der Herbstlese bzw. Jazzmeile: Jazzstandards, rezitierte Klassiker und ein instrumentaler Teil mit Posaune und Piano.
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Die Saison startet mit Schorlemmers Lob: Die Herbstlese sei ein kulturbildender Kontrapunkt. Zum Beitrag
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Friedrich Schorlemmer hat heute zwei Reden zu halten. Am Abend spricht er zum Auftakt der Erfurter Herbstlese. Und am Nachmittag bereits ist er der Laudator, wenn der diese Reihe veranstaltende Verein den Erfurter Kulturpreis erhält. Zum Beitrag
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Früher war alles besser? Feststellung oder Frage - das ist gleichsam die Frage. Wie auch immer: Ohne früher kein Heute und schon gleich gar kein Morgen, sagt der Bürgerrechtler und mittlerweile pensionierte Pfarrer Friedrich Schorlemmer. Auch im Ruhestand bleibt der Wittenberger ein Rastloser. Gerade erst schwärmte er in Weimar über Friedrich Schiller, am kommenden Freitag eröffnet er die 13. Erfurter Herbstlese mit einem Vortrag. Wir sprachen mit ihm über die DDR zwischen Dämonisierung und Verklärung, über das Erinnern und Vergessen und über das Streiten darüber. Von Hanno Müller Zum Beitrag
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Elmar Faber erzählt in "Nürnberger Pakete", wie das Leben auch sein kann. Elsa Maisel, so beginnt die erste Erzählung dieses Bandes, träumt sich in die Welt hinaus. So wie Elmar Faber sich träumt, nur eben in die Welt zurück, die Welt der Kindheit, die Welt also, die einmal Thüringen hieß. Zum Beitrag
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Die Journalistin Gabriele Krone-Schmalz schrieb kein neues Russland-Buch, sondern erlaubte sich eine persönliche Bilanz, die dennoch weit über Privatsachen hinausgeht und erzählt über die Frau hinter der Kamera. Zum Beitrag
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Das Wichtigste zu Beginn: Es ist ein großartiges Buch. Eines, das man am liebsten am Stück lesen möchte, gar nicht erst zur Seite legen, gleich von vorne bis hinten verschlingen. Zum Beitrag
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Vom Ton der Worte Herr Leibrock hat gewisse nächtliche Eigenarten mit und auf seinem Nachttisch, die Herr Löhr scherzhaft blöde nannte, woraufhin beide Herren herzlich lachten. Woran man erkennen kann, dass Literaturkritik eine sehr ernsthafte Angelegenheit ist. Zum Beitrag
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Welch eine Frage zwanzig Jahre nach der Wende, welch eine Fülle möglicher Antworten. Die Erfurter Herbstlese widmet sich ab 16. September unter ihrem traditionell mit Fragezeichen versehenen Motto "Früher war alles besser?" der Erinnerung, der Zukunft und der an guten Büchern reichen Gegenwart. Zum Beitrag
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