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Eine pompöse Eröffnungsfeier des höchsten Gebäudes der Welt mit 6000 geladenen Gästen, riesigem Feuerwerk, Wasserfontänen und Lichtinstallationen begann gestern Abend mit einer Überraschung: Dubais Scheich Mohammad Ben Rasched el Maktum verkündete, dass der bislang Burj Dubai genannte Turm künftig Burj Chalifa heißen soll - ausgerechnet nach dem Herrscher des Nachbarstaates Abu Dhabi.
Zudem lüftete Scheich Mohammad eines der bestgehütetsten Staatsgeheimnisse seines kleinen Emirats am Persischen Golf: die exakte Höhe des Turms. Sage und schreibe 828 Meter misst der Burj vom Fundament bis zur Spitze - damit ist er nun auch ganz offiziell der mit Abstand höchste Wolkenkratzer der Welt. Die überraschende Namensänderung ist als Dank an Abu Dhabi zu werten, das Dubai Ende Dezember vor einem möglichen Bankrott rettete. Der Burj Chalifa, der am Boden die Form eines Ypsilons hat, wird nach oben hin immer schmaler und an der Spitze von einer gigantischen Stahlkonstruktion gekrönt. Bei gutem Wetter ist der 1,5 Milliarden Dollar teure Gigant, der zwischen Meer und Wüste in den Himmel ragt, aus fast hundert Kilometer Entfernung zu erkennen. Er verfügt über 200 Etagen, von denen 160 für mehr als tausend Wohnungen und Büros genutzt werden sollen. Zudem ist ein Armani-Luxushotel geplant. Die ersten Mieter dürften Anfang Februar einziehen. Mit dem Bau des Turms war 2004 begonnen worden, ursprünglich sollte er schon 2008 eingeweiht werden.
In Dubai könnte der Super-Wolkenkratzer das letzte gigantische Bauprojekt gewesen sein, nachdem die Finanzprobleme des Emirats Ende 2009 die Börsen weltweit erschüttert hatten. Dessen ungeachtet soll der Burj Chalifa zum Zentrum eines 20 Milliarden Dollar teuren Stadtteils werden, in dem 30 000 Wohnungen und das größte Einkaufszentrum der Welt entstehen sollen. AFP
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