Bauhaus-Studenten entwerfen Einrichtung für Jugendgefängnis
Porträt
Hell und dominiert von klaren Linien präsentiert sich der Entwurf der Inneneinrichtung für Hafträume. Foto: bauhaus-universität weimar
Studenten der Bauhaus-Universität Weimar haben eine Inneneinrichtung für die neue Jugendstrafvollzugsanstalt in Arnstadt entworfen. Die Möbel für Haft- und Gemeinschaftsräume sollen zu einer positiven Grundstimmung im Gefängnis beitragen.
Vor Vertretern des Justizministeriums sowie der Leiterin der JVA Ichtershausen präsentierten die Bauhaus-Studenten ihre Designstudie. Bildrechte: bauhaus-universität weimar
Erfurt. Bei ihren Entwürfen richteten sich die Studenten, die nicht viel älter als die Gefangenen sind, für die sie die Einrichtung entwerfen, nach den Lebensbedingungen junger Menschen zwischen 14 und 21 Jahren in Haft.Zur Vorbereitung fuhren die Studierenden des 3. bis 8. Semesters nach Ichtershausen in die dortige Jugendstrafanstalt, besichtigten die Produktionsmöglichkeiten der Werkstätten in der JVA Untermaßfeld und sprachen mit Bediensteten und Gefangenen.
Betont helle Farben sollen künstlich Weite in den begrenzt wirkenden Hafträumen schaffen. Bildrechte: bauhaus-universität weimar
Das Justizministerium will die Designstudie auf ihre Eignung und die notwendigen Sicherheitsaspekte im Justizvollzug hin prüfen. Falls die Möbel zum Einsatz kommen, sollen sie in den Werkstätten des Thüringer Justizvollzugs hergestellt werden.
Klare Linien und Formen bieten Orientierung und stiften Ruhe im Raumempfinden. Bildrechte: bauhaus-universität weimar
Das Thüringer Justizministerium unterstützte die BAUHAUS-Universität in Weimar bei der Realisierung ihrer Designstudie "Mobiliar für eine Jugendstrafvollzugsanstalt". Anlass für dieses Projekt der Universität war der fast zeitgleich begonnene Bau der neuen Jugendstrafanstalt Arnstadt, im Ortsteil Rudisleben.Die Arbeiten an der neuen Haftanstalt, in der rund 340 jugendliche Straftäter untergebracht werden sollen, dauern weiter an.