Gera. Ein breites Bündnis der Demokratie und wachsender Bürgerprotest formiert sich in Gera vor der am Montag geplanten "NPD-Deutschlandfahrt". Am 6. August wollen die Rechten neben Erfurt auch nach Gera kommen. Die Kundgebung wurde von Seiten der NPD für drei Stunden ab 16 Uhr angemeldet. Anmelder der Aktion ist Patrick Wiesche, Thüringer NPD-Landesvorsitzender.
Der DGB und zahlreiche weitere Parteien, das Aktionsbündnis Gera gegen Rechts, die Geraer Initiative für Soziale Gerechtigkeit (ISG) haben zum gemeinsamen Protest am 6. August, 15.30 Uhr, auf dem Geraer Markt/Ecke Große Kirchstraße aufgerufen. "In allen Städten, in denen die Nazis bisher waren" so das Aktionsbündnis, "gab es Protest. Auch wir wehren uns! Es wird um zahlreiches Erscheinen mit Trillerpfeifen, Pauken und Trompeten und anderen Musikinstrumenten gebeten, um den Nazis lautstark die Suppe zu versalzen. Gern gesehen sind auch Fahnen und Transparente, Megaphone und alle anderen Mittel zur lautstarken und visuellen Gestaltung des Protests." Auch Landtagspräsidentin Birgit Diezel
(CDU) und Geras Oberbürgermeisterin ViolaHahn (parteilos) haben ihre Teilnahme am Protest angekündigt. Diezel appellierte: "Wie es uns bei Gera bunt gelungen ist, so muss es auch am Montag gelingen, den Geraer Bürger zu überzeugen, sich friedlich am Protest gegen die NPD-Tour zu beteiligen, um zu zeigen, dass undemokratische Gedanken in der Bevölkerung keinen Anklang finden."
Schon vor dem Protest gegen das Neonazi-Konzert in Gera hatte das Landesaktionsbündnis angekündigt, Geras Oberbürgermeisterin kein Podium zu bieten. Den Redeantrag aus dem Rathaus gab es - aber nicht schriftlich. CDU-Bürgermeister Hein spricht von einem Eklat.
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