Rot-Weiß Erfurt verpasst Achtungserfolg gegen Braunschweig

  • Jonas Nietfeld (FC Rot-Weiß Erfurt, rechts im Bild) erzielt mit diesem Kopfball den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleichstreffer gegen Eintracht Braunschweig. Foto: Sascha Fromm Jonas Nietfeld (FC Rot-Weiß Erfurt, rechts im Bild) erzielt mit diesem Kopfball den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleichstreffer gegen Eintracht Braunschweig. Foto: Sascha Fromm
Der FC Rot-Weiß Erfurt hat in seinem erstem Testspiel gegen den Zweitliga-Spitzenreiter Eintracht Braunschweig vor 1052 Zuschauern einen Achtungserfolg verpasst. Die Thüringer verloren 2:3, zeigten aber eine gute Leistung.
Erfurt. Mario Fillinger konnte trotz der Niederlage lächeln. Endlich stand der vor der Saison vom FSV Frankfurt gekommene Akteur für die Rot-Weißen auf dem Platz. "Dort, wo ich hingehöre", sagte er. In der letzten Zeit hielt er sich mit Reha-Maßnahmen und individuellem Training fit und ist nun nach einer gefühlten Ewigkeit verletzungs- und schmerzfrei.

Er wurde in der 63. Minute für Thomas Ströhl eingewechselt und zeigte sofort einige gute Aktionen. Da stand es schon 0:2. Ohne einige Stammspieler, unter anderem Smali Morabit, Jens Möckel, Dominick Drexler und Marco Engelhardt (alle verletzt oder krank) angetreten, verkaufte sich die Schwartz-Elf ordentlich, zeigte aber Schwächen bei Standards.

Gäste-Kapitän Dennis Kruppke brachte die Eintracht mit einem sehenswerten Flachschuss aus 20 Metern in Führung (32.). Erfurt zeigte sich bemüht, fand aber nur selten Lücken. Nach dem Wechsel tauschte Braunschweig die komplette Mannschaft - darunter den unauffällig agierenden Ex-Erfurter Dominik Kumbela - aus und erhöhte durch Benjamin Kessels Kopfball nach einer Ecke (51.).

"Besonders dieses 0:2 nach einem Standard ärgerte mich", sagte Trainer Alois Schwartz, der ansonsten mit seiner Elf zufrieden war. Auch er wechselte und brachte mit dem Finnen Pekka Silhova (59.) einen Testspieler zum Einsatz.

Der Angreifer war erst am Vormittag zur Mannschaft gestoßen und fand so noch nicht richtig ins Spiel. Für Schwartz kein Problem. "Er wird noch einige Tage bleiben, dann sehen wir, ob er uns helfen kann." Nicht berücksichtigt wurden die weiteren Gastspieler Alper Akcam und Hassan Oumari, Bruder von Erfurts Joan. "Sie trainieren erst mal nur bei uns mit. Bisher bringen sie uns spielerisch noch nicht weiter", sagte Schwartz und machte vor allem bei Akcam konditionelle Defizite dafür verantwortlich.

Eventuell weiterhelfen könnte der Däne Morten Nielsen, der aber ein Pechvogel ist. Er zog sich im Training eine Verletzung an der Wade zu und kann nun erneut nicht vorspielen. "Er tut mir ein wenig leid", sagte Schwartz, der dem bei Chelsea ausgebildeten Angreifer aber noch einmal unter die Lupe nehmen will.

Am Montag sprangen für sie andere als Torschützen ein. Joan Oumari verkürzte nach Freistoß von Nils Pfingsten-Reddig auf 1:2 (72.). Und A-Junior Jonas Nietfeld egalisierte per Kopf (80.). Er und der ebenfalls eingewechselte A-Junior Felix Robrecht machen die Vorbereitung in der Ersten mit.

Dass es letztlich nicht zum Remis reichte, war Oliver Petersch zu verdanken, der mit einem Billardtor die Gäste zum Sieg schoss (84.). Rot-Weiß begibt sich nun am Donnerstag ins Trainingslager nach Weißensee. Dort testet der Drittligist am Freitag gegen den Regionalligisten FSV Zwickau (18 Uhr).

Aufstellung Rot-Weiß: Sponsel - Ofosu-Ayeh (82. Rauw), Kopilas, Oumari, Czichos (82. Morosow) - Möhwald (59. Silhova), Pfingsten-Reddig (82. Kind), Baumgarten (79. Robrecht), Ströhl (63. Fillinger) - Tunjic (63. Nietfeld), Öztürk.

Tore: 0:1 Kruppke (32.), 0:2 Kessel (51.), 1:2 Oumari (72.), 2:2 Nietfeld (80.), 2:3 Petersch (85.).

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Thomas Rudolph / 08.01.13 / TA
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Kommentare
09.01.13 - 17:09
nerz
Gurkentruppe!!Dafür soll ein Stadion her!! Nicht zu fassen!!
 
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