Ausstellung im Rathaus zu Kampf gegen Rechtsextremismus
Porträt
Dietmar Molthagen von der Friedrich-Ebert-Stiftung sprach zur Eröffnung. Foto: Peter Hansen
Unter dem Titel "Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen" wurde Montag im Rathaus-Foyer eine Ausstellung eröffnet. Auf mehreren Schautafeln werden Fragen zur Demokratie an sich und zu Gestaltungsmöglichkeiten in ihr aufgeworfen und beantwortet.
Apolda. Zudem wird über rechtsextremistische Parteien und Strömungen, ihre Ziele sowie deren Subkulturen informiert. Einen kurzen Einblick gab Dietmar Molthagen von der Friedrich-Ebert-Stiftung zu Beginn. Demokratie sei nichts Selbstverständliches, sie müsse täglich erarbeitet und geschützt werden - etwa vor Rechtsextremisten, hieß es. Der Bundestagsabgeordnete Steffen-Claudio Lemme (SPD) bezeichnete den Rechtsextremismus als "Realität in Thüringen". Dass ein Neonazi heutzutage durchaus nicht mehr so leicht an Kleidung oder Haarschnitt zu erkennen ist, sagten Lemme und Daniel Schuster vom Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus. In einem Kurzvortrag gab er Einblick in die Apoldaer Szene, die sich unter anderem über die Musik entsprechender Bands finden würde.
Der Eröffnung, zu der Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand (FWW) etliche Gäste begrüßte, wohnten Schüler aus Magdala und Vertreter des Prager-Haus-Vereins bei. Die Ausstellung, für deren Zustandekommen in Apolda sich neben Lemme auch die Ebert-Stiftung, das Bürgerbündnis und der Prager-haus-Verein einsetzten, wird bis zum 13. Juli zu sehen sein.