Einem Thüringer gelingt neuer Skirekord im Wüstensand

Als Henrik May vor zwölf Jahren nach Namibia auswanderte, fehlte ihm dort das Skifahren - also nahm er die Bretter mit. Gestern gelang ihm auf einer 75 Meter hohen Düne der Geschwindigkeitsrekord.
Mit 92,4 Kilometern pro Stunde raste der gebürtige Thüringer Henrik May, inzwischen Skilehrer in der Wüste, am Montag eine Düne herab. Foto: privat Mit 92,4 Kilometern pro Stunde raste der gebürtige Thüringer Henrik May, inzwischen Skilehrer in der Wüste, am Montag eine Düne herab. Foto: privat

Erfurt/Swakopmund. 30 Grad war es in der Wüste Namib heiß, als Henrik May (34) um kurz nach 9 Uhr ein Weltrekord gelang. Eine Stunde zuvor war er auf die Skier gestiegen, eingepackt in Helm und Schutzanzug, um bei kühlendem Nebel Geschwindigkeit im Sand aufzunehmen.

30 Menschen hatten mitgeholfen, damit aus dem Versuch des in Zella-Mehlis geborenen May ein Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde wird: hatten Material geschleppt und Videoaufnahmen vorbereitet. Zwei mussten gar als Zeugen für die strengen Rekord-Buchhalter mit in die Wüste.

Am Ende brauchte der Skilehrer mit Schule in Namibia nur einen Versuch auf der 140 Meter langen Spur, um die geforderte Mindestgeschwindigkeit von 80 km/h zu überbieten - mit 91,2 Sachen. Mit den Worten "das toppe ich" schleppte er seine Skier gleich wieder auf die 75 Meter hohe Düne nahe Swakopmund. Demnächst werden die 92,4 Stundenkilometer aus Versuch zwei im Guinness-Buch stehen. Und der Rekordhalter? Der freute sich nach vier Tagen Wüste auf sein Bett, "aber erst gehen wir so richtig ordentlich weg".

Eva Weber / 01.06.10
Z81A5VI310099
Diesen Artikel
Kommentare