Thüringer Skifahrer plant Guinness-Rekord auf Namibias Dünen
Am 31. Mai (ab 7.30 Uhr) will sich der gebürtige Thüringer den Abhang hinunterstürzen - und den ersten Geschwindigkeitsrekord mit Skiern in der Wüste aufstellen. "Ich habe insgesamt 110 Meter Zeit, um zu beschleunigen, dann wird über eine Distanz von zehn Metern gemessen", erklärt er das Prozedere. Eine Jury überwacht das Abenteuer und entscheidet dann über den Eintrag ins Guinnessbuch. Extra für die Speed-Aktion wird in den nächsten Tagen eine hochempfindliche Messanlage aus
Seit zwei Jahren arbeitet May an der Umsetzung seiner Idee. Bei diversen Probeläufen raste er mit rund 60 Kilometern pro Stunde die Düne herab, dank eines Spezialwachses. Und es geht noch schneller, vermutet der Abenteurer. "Die größte Gefahr ist, die 1,84 Meter langen Riesenslalomski im Dünensand zu verkannten", verrät May. Dann gebe es kein Halten mehr und ein Sturz sei unausweichlich. "Ich bin mir des Risikos bewusst, habe immer wieder versucht, die Balance zu halten." Doch ob im Ernstfall Helm und Rückenpanzer wirklich Schutz bieten, weiß der einstige Nordisch-Kombinierer aus
Insgesamt eine Stunde hat May Zeit für seinen Rekordversuch. In diesen 60 Minuten muss er in zwei Gängen das Material auf die Spitze der Düne bringen. Die erste Abfahrt absolviert er mit Telemarkskiern, erst bei den folgenden Rekordversuchen nimmt er die aerodynamische Hockposition ein. "Der Aufstieg per Tourenski ist Teil des Ganzen, es geht für mich auch darum, sich mit der Natur auseinanderzusetzen." Trotzdem kommt es auf jede Kleinigkeit an: Sandbeschaffenheit, Wetter und Kondition
Die Idee, mit handelsüblichen Skiern die Sandhänge der etwa 80 Millionen Jahre alten Wüste herunterzukurven, ist an sich nicht neu. Schon seit dem Jahr 2004 betreibt der Thüringer May seinen Skiverleih in
