Saalfeld/Rudolstadt. Im Landkreis wurden Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte sowie ein neuer Kreistag gewählt. Hier gibt es alles Wissenswerte dazu.

Am 26. Mai werden im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt Kreistag, mehrere Bürgermeister, Ortsteilbürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte sowie Ortschaftsräte gewählt. Im Wahl-Ticker halten wir Sie auf dem Laufenden.

So setzen sich die Ortschaftsräte der Stadt Schwarzatal zusammen

18.49 Uhr: In der Landgemeinde Stadt Schwarzatal waren drei Ortschaftsräte neu zu besetzen, Das sind die neuen Mitglieder in Oberweißbach: Mario Schmidt, Bernhard Schmidt, Michael Mai, Frank Müller, Hans-Joachim Fünfstück, Jürgen Kemter, Pauline Kloß, Heidi Götze.

In Meuselbach-Schwarzmühle sind diese Kandidaten gewählt: Jörg Peter, David Mai, Astrid Hassenstein, Thomas Sauerteig, Ulf Henkel, Lars Schellhorn.

In Mellenbach-Glasbach besteht das Gremium neu aus diesen Mitgliedern: Eric Löchner, Marcus Haucke, Sascha Körnig, Saskia Heinze-Geyersbach, Christoph Rosenbaum und Marcus Lück.

Kreistag schrumpft wegen nicht besetzter Mandate

17.47 Uhr: Auch die Gewinner und Verlierer der Kreistagswahl stehen jetzt fest. Ein Ergebnis: Das neue Parlament wird nur noch 44 Mitglieder haben, man spart also Sitzungsgelder. Wer es alles mit wie vielen Stimmen geschafft, haben wir hier aufgeschrieben:

Verena Sigmund (AfD): „Wir sind die Fraktion, die am stärksten zugelegt hat“

16.46 Uhr: „Wir sind die Fraktion, die am stärksten zugelegt hat“, stellte Verena Sigmund von der AfD-Fraktion im Saalfelder Stadtrat am Montag gegenüber der Redaktion fest. „Das ist okay.“ Sie hätte sich ein oder zwei Mandate mehr vorstellen können, aber: „Wie schon Franz-Josef Strauß sagte: ,Politik ist nicht planbar‘.“ Die künftig siebenköpfige Fraktion habe „gute Leute“, Handwerker etwa. Verena Sigmund sagte weiter, sie hoffe auf eine gute Zusammenarbeit im neuen Stadtrat. Das sei „eine gute Truppe“. Und: „Da kann man was machen, da lässt sich gut arbeiten.“

16.26 Uhr: „Zufrieden“ mit dem Wahlergebnis der Bürger für Saalfeld (BfS) äußerte sich am Montag Eric Weigelt. „Wir haben 400 Stimmen mehr bekommen als bei der letzten Wahl 2019.“ Damals sei die Wählergruppe noch als „Die Jungen“ angetreten. Weigelt: „Wir sind mittlerweile erwachsen geworden.“ Froh ist Weigelt darüber, dass die AfD „entgegen allen Befürchtungen“ nicht so stark wurde wie erwartet. Die AfD hatte im zurückliegenden Stadtrat fünf Sitze und erhält nun sieben Sitze. „Mal sehen, ob die AfD nun mehr Anträge einreichen wird als Null“, sagte Weigelt. Zum Hintergrund: Die AfD-Fraktion hatte in der zurückliegenden Legislatur nicht einen Antrag in den Saalfelder Stadtrat eingereicht, siehe hier.

16.17 Uhr: Am frühen Montagnachmittag sprach die OTZ mit dem noch amtierenden Bürgermeister von Bad Blankenburg, Mike George (Freie Wähler), der knapp gegen seinen Gegner Thomas Schubert (CDU) verlor und am 30. Juni seinen Stuhl im Rathaus für den Wahlsieger räumen muss. Was Mike George zum Wahlausgang sagt:

16.03 Uhr: Nun konnte die Redaktion auch mit dem Saalfelder Wahlleiter Christopher Mielke sprechen. „Mir geht‘s gut“, erklärte er. Mielke hatte am Wahlsonntag einen schweren Autounfall, blieb aber unverletzt. Mielke bestätigte, dass der Unfall keine Auswirkungen auf den Wahltag hatte. „Die Wahlorganisation ist ganz normal weitergelaufen.“ Die Kommunikationsstrecke zu den selbstständig arbeitenden Wahlvorständen in den Wahllokalen sei „die ganze Zeit über“ aufrechterhalten worden. Mielkes Dienstwagen indes erlitt „einen Totalschaden“. Der Wahlleiter: „Wir sind als Stadt versichert.“

Saalfelds Wahlleiter Mielke hatte am Wahltag schweren Autounfall

15.44 Uhr: Wie die Redaktion am Montagnachmittag erfuhr, hatte Saalfelds Wahlleiter Christopher Mielke am Sonntag in der Mittagszeit einen schweren Autounfall. Mielke blieb unverletzt, hat sich jedoch kurzzeitig im Krankenhaus untersuchen lassen. Saalfelds Bürgermeister Steffen Kania (CDU) bestätigte die OTZ-Information auf Anfrage. „Der Unfall hatte keinen Einfluss auf den Wahltag“, erklärte der mit haushohem Ergebnis erneut ins Amt gewählte Saalfelder Rathauschef. Mielke habe sich „in vollem Pflichtbewusstsein“ wieder an die Arbeit als Wahlleiter gemacht - wenn man so will, eine Sonntagsarbeit ohne Feierabend. Kania: „Ich ziehe den Hut, er hat die Zähne zusammengebissen.“

15.32 Uhr: „Enttäuschung!“ – Das ist das Wort, dass Sven Kurzhauer (Die Linke) einfällt, wenn er auf die Wahlergebnisse für den Saalfelder Stadtrat schaut. „Dass es nicht mehr werden, war zu erwarten… Aber nur zwei statt der bisher drei Mandate!“ Das mache die Arbeit und die Termin-Verteilung für die Linke im Stadtrat nicht leichter. Kurzhauer findet, die Arbeit im Stadtrat der vergangenen Legislatur sei von den Wählern nicht beachtet worden. Auch das Programm werde von vielen Wählern nicht gelesen. So sei die Linke eine von den Fraktionen, die sich für eine Öffentlichkeit in allen Ausschusssitzungen einsetze. Kurzhauer räumt ein: „Wir haben Nachwuchsprobleme.“ Viele junge Leute verließen die Stadt. „Dass Saalfeld eine schöne Stadt ist, wird erst wieder im Alter gesehen.“

14.56 Uhr: Bemerkenswert ist in Saalfeld der Blick auf weitere Resultate in Sachen Stimmen-Anteil, insbesondere bei den Grünen: Die langjährige Stadträtin Susanne Bätz bekam 169 Stimmen und ist in der nächsten Legislatur nicht mehr im Stadtrat vertreten. Auch nicht gewählt sind die Zahnärztin und Galeristin Gabriel Süß, die 180 Stimmen erhielt. Sebastian Heuchel kommt auf 182 Stimmen. Einziger grüner Vertreter im neuen Stadtrat wird Christoph Eisner mit 345 Stimmen. Interessant ist auch die Stimmenverteilung bei den Bürgern für Saalfeld (BfS), die mit einem fast gleichstarken Trio aufwartet: Eric Weigelt (626 Stimmen), Oliver Grau (763 Stimmen) und Daniela Jahn (513 Stimmen). Gewählt allerdings sind nur die ersten beiden.

14.36 Uhr: Interessant ist in Saalfeld ein Blick auf die jeweilige Anzahl der Stimmen, die die Stadtratskandidaten holten. Absoluter Spitzenreiter ist Steffen Kania (CDU), der 6343 Stimmen holte – sicher auch ein Effekt der Tatsache, dass er als einziger, unanfechtbarer Bürgermeister-Kandidat mit Amtsbonus antrat. Die zweitmeißten Stimmen bekam Denis Häußer von der AfD mit 3338 Stimmen, dem Maik Kowalleck (CDU) mit 3036 Stimmen dicht auf den Fersen ist. Zu denen, deren Stimmen-Anzahl ebenfalls vierstellig ist, gehören ferner: Verena Sigmund (AfD – 1582 Stimmen), Steffen Teichmann (Bürger für Thüringen e.V. - 1558 Stimmen), Steffen Lutz (SPD – 1195 Stimmen), Eirik Otto (CDU – 1102 Stimmen) und Sven Büchner (FDP – 1011 Stimmen).

Das ist die Zusammensetzung des künftigen Saalfelder Stadtrates

14.20 Uhr: Und diese Saalfelder wurden durch die Wähler der Feengrottenstadt in den Stadtrat gewählt. Für die CDU, auf die elf der 30 Sitze entfallen, sind dabei: Steffen Kania, Maik Kowalleck, Eirik Otto, Constanze Zabel, Martin Roschka, Nicole Heidrich, Stefan Jakubowski, Ulrich Körner, Daniel Hessel, Falko Smirat und Bruno Emil Pelz. Die AfD errang sieben Sitze für: Denis Häußer, Ralph Mösch, Verena Sigmund, Knut Engelhardt, Harald Hill, Sandra Großmann und Steffen Mantei. Die SPD bekommt drei Sitze, die Steffen Lutz, Lisa-Marie Püchler und Mike Zablowski einnehmen. Mit zwei Sitzen wurde die FDP bedacht, und zwar für Sven Büchner und Jürgen Bohr. Ebenfalls mit zwei Sitzen dabei sind die Bürger für Saalfeld (BfS); Eric Weigelt und Oliver Grau werden sich daraufsetzen. Und ebenfalls zwei Sitze erhalten Steffen Teichmann und Marcel Bock von den Bürgern für Thüringen e.V. Die Grünen erhalten einen Sitz, den Christoph Eisner errang.

Hausmacht aber keine Mehrheit in Unterwellenborn

14.02 Uhr: In Unterwellenborn hat die CDU, der der künftige Bürgermeister als Fraktionschef vorstand, mit acht von 20 Sitzen für eine ordentliche Hausmacht von Andre Gölitzer gesorgt. Dennoch wird er sich um Mehrheiten im Gemeinderat der 8300 Einwohner zählenden Gemeinde bemühen müssen. Und so ging es aus:

13.56 Uhr: Jetzt sind in Saalfeld für den Stadtrat alle 26 von 26 Stimmbezirken ausgezählt - eine große Fleißleistung der Wahlhelfer! - Und so haben die Saalfelder sich die Zusammensetzung ihres Stadtparlaments gewünscht: Sieger ist die CDU mit 36,8 Prozent, gefolgt von der AfD mit 22,9 Prozent der Stimmen. Dem folgen die SPD mit 8,7 Prozent, die Bürger für Saalfeld (BfS) mit 7,5 Prozent und die Linke mit 7,1 Prozent. Die Bürger für Thüringen e.V. holten 6,7 Prozent, die FDP liegt bei 5,9 Prozent und die Grünen bei 4,3 Prozent. Die Wahlbeteiligung liegt bei 57,7 Prozent, d.h. dass 13.996 von 24.247 Wahlberechtigten am Sonntag den Weg zu den Wahlurnen fanden.

Stadtrat Rudolstadt: Das sind die gewählten Mitglieder

13.45 Uhr: Die Wählergemeinschaft Bürger für Rudolstadt (BfR) bleibt die stärkste Kraft im Rudolstädter Stadtrat und kann gegenüber der Wahl 2018 noch einmal zulegen. Mit insgesamt 11087 Stimmen liegt sie deutlich vor der AfD, die auf 8818 Stimmen und acht Sitze kommt. Damit erhöht sich die Zahl der Sitze für die BfR von bisher acht auf neun. Die meisten Stimmen erhielt Jörg Reichl (4169), der das Mandat allerdings nicht annehmen, sondern Bürgermeister bleiben wird. 

Die CDU kommt mit insgesamt 4923 Stimmen auf 14 Prozent, was vier Sitze bedeutet. Genauso viel wie die SPD besetzen wird, die 4415 Stimmen bekam. Die Linke erzielt mit 2689 Stimmen 7,6 Prozent, verliert damit einen Sitz und ist mit zwei Mitgliedern im Stadtrat vertreten. Die Freie Wählergemeinschaft kommt mit 1557 Stimmen und 4,2 Prozent auf einen Sitz, ebenso wie FDP (999 Stimmen, 2,8 Prozent) und Grüne (713 Stimmen, 2,0 Prozent).

Im künftigen Stadtrat wird ein Drittel der 30 Sitze mit neuen Mitgliedern besetzt.

Die Mitglieder des Stadtrates (vorläufiges Wahlergebnis)

Linke: Simone Post (1275 Stimmen), Katharina Fritz (403 Stimmen)

AfD: Karlheinz Frosch (1485 Stimmen), Jörg Gasda (4099 Stimmen), Günter Engelhardt (1164 Stimmen), Waldemar Bernhardt (143 Stimmen), Heinz Sibilksi (226 Stimmen), Daniella Gasda (519 Stimmen), Uwe Mohring (696 Stimmen), Torsten Hartung (180 Stimmen)

CDU: Steffen Heinzelmann (894 Stimmen), Frank Niklas (553 Stimmen), Charlotte Strunk (943 Stimmen), Jens Jungnickel (626 Stimmen)

SPD: Hans-Heinrich Tschoepke (480 Stimmen), Oliver Weder (909 Stimmen), Steffen Mensching (726 Stimmen), Lutz Unbehaun (425 Stimmen)

Grüne: Dietmar Treiber (230 Stimmen)

FDP: Almut Steinmetz (312 Stimmen)

BfR: Tina Reise (906 Stimmen), Felix Markert (860 Stimmen), Andreas Koch (522 Stimmen), Mike Lindner (405 Stimmen), Yvonne Koch (487 Stimmen), Ralf Alex (683 Stimmen), Arndt Markert (619 Stimmen), Harry Weidmann (503 Stimmen), Stefan Giller (405 Stimmen)

FWG: Elke Träuptmann (485 Stimmen)

13.07 Uhr: Im Gebiet der VG Schiefergebirge verschieben sich die Machtverhältnisse. In den drei Stadt- und Gemeinderäten der Mitgliedsorte Probstzella, Gräfenthal und Lehesten mischt jetzt jeweils auch die AfD mit. Das sind die Ergebnisse in der Übersicht:

12.33 Uhr: Und das sagt Steffen Kania zu seiner Wiederwahl als Bürgermeister von Saalfeld: „Ich bin überwältigt von dem Ergebnis!“ Vorab habe er sich gedacht, „ab 85 Prozent bin ich zufrieden“. Doch dass es am Ende 96 Prozent der Wähler sind, die ihn weiterhin als Rathauschef in Saalfeld sehen wollen, das sei für ihn einfach nur großartig: „Ich bin hochzufrieden und sehe das als Bestätigung und Ansporn.“ Mit Blick auf den noch nicht gänzlich ausgezählten Stadtrats-Ergebnissen erklärt er: „Wir werden uns gut zusammenfinden zum Wohle der Stadt.“

12.28 Uhr: Das kommt nach den monatelangen Querelen innerhalb der AfD Saalfeld-Rudolstadt sicher nicht ganz unerwartet. Karlheinz Frosch, eben noch triumphal als Spitzenkandidat in Kreistag und Stadtrat Rudolstadt eingezogen, verlässt Partei und Landtagsfraktion der AfD. Die ganze Geschichte und die genauen Gründe gibt es hier:

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12.05 Uhr: Hier Details zur Wahl von Bürgermeister und Ortsteilbürgermeister in Saalfeld: Der bisherige Amtsinhaber Steffen Kania (CDU) wurde als einziger Bewerber mit 96 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Er erhielt 11.647 gültige Stimmen. Weitere 491 Stimmen – 4.0 Prozent – fielen auf andere Personen. Spannender ging es im Ortsteil Schmiedefeld zu. Das prognostizierte „Kopf-an-Kopf-Rennen“ fiel eindeutig zugunsten von Amtsinhaber Ulrich Körner (CDU) aus, der 68,3 Prozent der gültigen Stimmen holte, genau 339. Sein Herausforderer Gunnar Franke (AfS) bekam 31,7 Prozent. Das sind 157 Stimmen. Regelrecht sensationell mutet das Ergebnis in Reichmannsdorf an: Marcel Bock siegte mit 65 Prozent der Stimmen gegen Christian Jahn, der 33,2 Prozent bekam. Dabei stand Bock nicht einmal auf dem Wahlzettel. Hier war die „Methode Gräfenthal“ erfolgreich: 251 Reichmannsdorfer schrieben den Namen Marcel Bock auf den Wahlzettel. Nur 128 Wähler machten dagegen ihr Kreuz bei Christian Jahn.

11.23 Uhr: Die Stimmen für den Kreistag werden - nach der nächtlichen Unterbrechung in Saalfeld - noch immer gezählt. Nach 141 von 163 Stimmbezirken sieht die Verteilung der 46 Mandate so aus: CDU - 11, AfD - 9, SPD, AfL, BfL - je 7. Die Linke: 3, Grüne und FDP - je 1.

11.16 Uhr: Der Stadtrat in Bad Blankenburg hat auch einige neue Gesichter. Wer bleiben durfte und wer neu hinzukommen wird:

10.59 Uhr: Drei neue Gesichter gibt es demnächst in der Bürgermeister-Dienstberatung im Landratsamt. Wir stellen sie unseren Lesern vor:

10.30 Uhr: Stimmen zur Bürgermeisterwahl in Rudostadt: Das sagen die Bewerber zum Ergebnis: Der mit 56,3 Prozent der Stimmen wieder gewählte Bürgermeister Jörg Reichl (BfR) zeigte sich „ glücklich und dankbar, dass die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler mir wieder das Vertrauen ausgesprochen hat.“  Er verstehe dies als Auftrag, die neue, seine nunmehr vierte Wahlperiode anzugehen und die anstehenden Aufgaben weiter zu erfüllen. Dabei will er mit allen im Dialog bleiben, die sich auf die demokratischen Grundsätze berufen.

Jörg Gasda AfD, angetreten als Einzelkandidat, kam auf 25,8 Prozent der Stimmen. „Wenn ich sehe, dass mich jeder Vierte gewählt hat, dann ist das doch ein Riesenerfolg. Mehr war nicht drin. Ich kann dem alten und neuen Bürgermeister nur gratulieren“, sagte er am Abend. „Wir müssen weiter damit leben, dass Höcke die AfD  spaltet. Die Partei muss sich erneuern, dann sehen wir weiter“, ergänzte er.

Simone Post (Linke) erzielte mit 10,1 Prozent der Stimmen ein ähnliches Ergebnis wie 2018 (12,5 Prozent). „Das ist das Potenzial, das wir gegenwärtig haben. Der Wähler hat entschieden, das muss man so zur Kenntnis nehmen. Offensichtlich ist die Mehrheit der Rudolstädter und Rudolstädterinnen  nicht für einen Wechsel“, sagte sie.

„Das Ergebnis ist eindeutig, die Bürgerinnen und Bürger haben sich für den bisherigen Bürgermeister entschieden. Das ist auch in Ordnung so. Erschreckend für mich ist die hohe Stimmzahl für den AfD-Kandidaten“, sagte der FDP-Kandidat Sven Fritsche. Er will sich auch in Zukunft einbringen in Sachen Kommunalpolitik in Rudolstadt. „Man muss sehen, in welcher Form“.

9.47 Uhr: In Königsee war mit 23 Stimmbezirken die Wahl zum Stadtrat eine logistisch anspruchsvolle Sache. So sieht die Abstimmung von 63,3 Prozent der Wahlberechtigten aus: CDU: 15,7 Prozent, IWW-FW: 23,2 Prozent, Team Königsee: 9,1 Prozent, FWG Königsee: 14,0 Prozent, UWGK 18,8 Prozent, WG FFW 9,4 Prozent. Das neue angetretene Bürgerbündnis Zukunft kam auf 9,7 Prozent.

9.44 Uhr: Der Blick auf die gewählten Bewerber im Gemeinderat Uhlstädt-Kirchhasel zeigt, dass unter den 20 Volksvertretern gleich neun neue sind - und nur zwei Frauen. Hier gibt es den Beitrag mit allen Namen und Zahlen:

9.33 Uhr: In der Landgemeinde Stadt Schwarzatal haben sich mit 64,3 Prozent nur knapp zwei Drittel der Wahlbeteiligten an der Wahl zum neuen Stadtrat beteiligt. Sie sieht die neue Kräfteverteilung aus:  Linke: 4,1 Prozent, SPD/Freie Liste: 18,7 Prozent, Freie Wähler: 25,5 Prozent, Feuerwehrverein Schwarzatal: 14,2 Prozent. Stärkste Fraktion wird Bürger für Schwarzatal / CDU mit 37,6 Prozent.

8.57 Uhr: Sitzendorf war einer der wenigen Orten im Schwarzatal mit konkurrierenden Listen zur Gemeinderatswahl. Das ist das Ergebnis im Heimatdorf der beiden Landtagskandidaten von CDU (Martin Friedrich) und FDP (Henry Götze): CDU 21,8 Prozent,  FDP 7,0 Prozent, Feuerwehrverein Sitzendorf 31,8 Prozent und Brauchtumsverein 39,4 Prozent.

8.42 Uhr: Nachzutragen ist inzwischen auch das Ergebnis aus Katzhütte, wo nach Jahren tiefgreifender Spaltung mit dem einheitlichen Wahlvorschlag auch keine Überraschungen mehr zu erwarten waren. Bei 64,9 Prozent Wahlbeteiligung wurden diese Kandidaten gewählt: Cornel Uhler, Jonathan Robert Krannich, Juliane Demski, André Krannich, Renate Möller-Hesse, Chris Bartnik, Susen Bähring, Denise Luckert, Lutz Möller, Frank Enders, Katrin Sternkopf-Harwath und Peter Jahn.

8.35 Uhr: Die Stimmen zur Stadtratswahl in Rudolstadt sind ausgezählt. Laut vorläufigem Wahlergebnis bleibt stärkste Kraft im neuen Stadtrat die Wählergemeinschaft Bürger für Rudolstadt, die auf 31,5 Prozent der Stimmen kommt. Das entspricht neun Sitzen, und damit einem mehr als in der letzten Wahlperiode. Zweitstärkste Fraktion ist die AfD mit 25,1 Prozent der Stimmen und acht Sitzen im Parlament. Die CDU kommt auf 14 Prozent, was vier Sitze bedeutet. Genauso viel wie die SPD besetzen wird, die bei 12,5 Prozent landet. Die Linke erzielt 7,6 Prozent, verliert damit einen Sitz und ist mit zwei Mitgliedern im Stadtrat vertreten. Die Freie Wählergemeinschaft kommt bei 4,4 Prozent auf einen Sitz, ebenso wie FPD (2,8 Prozent) und Grüne (2,0 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei 58,7 Prozent.

8.02 Uhr: Am Morgen stand auch das am Sonntag noch ausstehende Ergebnis der Ortsteilbürgermeisterwahl in Oberschöbling (Königsee) fest: Amtsinhaber Lars Fiedler verteidigte als einziger Kandidat das Amt mit 97,6 Prozent der Stimmen

1.50 Uhr: Die Auszählungen zur Stadtratswahl in Bad Blankenburg sind beendet

In einem Wahllokal habe es laut Wahlleiterin Anja Jauch noch eine Differenz gegeben, die diesen Montag noch in der Statistik behoben werde, in der erst elf von zwölf Wahlbezirken offiziell ausgezählt sind. Im Ergebnis bekommt die CDU neun Sitze, die Freien Wähler sieben und die Linke vier. Die FDP bleibt bei null. 

1.25 Uhr: Stimmauszählung in Saalfeld wird unterbrochen

In Saalfeld hatte sich der Wahlvorstand um Wahlleiter Christopher Mielke frühzeitig darauf verständigt, dass das Auszählen der Stimmen nach Feststehen der Ergebnisse für die Stadtratswahl Saalfeld unterbrochen wird. Im Klartext: Kreistag und Ortsteilräte müssen warten.

Am Montag um 8 Uhr geht das große Zählen in den Wahllokalen der Stadt dann weiter. Die Stadtverwaltung einschließlich Bürgerservice bleiben deshalb den ganzen Tag geschlossen.

1.18 Uhr: Alternative zur Alternative schmiert bei Kreistagswahl weiter ab.

Die Alternative für den Landkreis (AfL) Saalfeld-Rudolstadt, die in den kleinen Orten zunächst verheißungsvoll gestartet war, verliert im Laufe des Wahlabends an Zuspruch. Nach Auszählung von zwei Dritteln der 163 Stimmbezirke für die Kreistagswahl, liegt der von AfD-Landeschef Björn Höcke favorisierte Wahlvorschlag mit 38 Namen nur noch auf Platz 5 - hinter CDU, AfD, Bürgern für den Landkreis und sogar der SPD von Landrat Marko Wolfram.

Um 18.13 Uhr am Sonntagabend hat Michael Haun vom Vorstand des Briefwahlbezirkes 1 in Saalfeld das Siegel geöffnet und schüttet die Wahlscheine von mehr als 850 Briefwählern aus.
Um 18.13 Uhr am Sonntagabend hat Michael Haun vom Vorstand des Briefwahlbezirkes 1 in Saalfeld das Siegel geöffnet und schüttet die Wahlscheine von mehr als 850 Briefwählern aus. © Funkemedien | Thomas Spanier

Schlechter als die AfL sind zurzeit nur noch Linke, FDP und Grüne.

1.02 Uhr: Bürgerlisten in Lehesten vorn.

Von den zwölf Sitzen im Stadtrat Lehesten nehmen künftig Wahlvorschläge, die den „Bürger“ im Namen tragen, acht ein. Je vier Mandate gehen an die mit 36,2 Prozent siegende Bürgerinitiative Lehesten, knapp gefolgt von „Bürgernah“, die auf 34,9 Prozent und ebenfalls vier Sitze kommen.

Drei Mandate erobert auf Anhieb die AfD, die in der Berg- und Schieferstadt auf 21,4 Prozent kommt. 5 Prozent und ein Mandat bleiben für Freie Wähler/unabhängige Bürgerliste. Die SPD, die einst mit Helmut Färber den Bürgermeister in Lehesten stellte und mit Bernd Adolph den Stadtratsvorsitzenden, fliegt mit nur noch 55 Stimmen aus dem Stadtrat. Die Wahlbeteiligung in Lehesten lag bei vergleichsweise niedrigen 56,2 Prozent.

0.46 Uhr: „Gemeinsam für Alle“ sind Wahlsieger in Probstzella.

Eine Wählervereinigung mit dem Namen „Gemeinsam für Alle“ ist stärkste Fraktion im neuen Gemeinderat Probstzella. Laut vorläufigem Endergebnis kommen sie auf mehr als ein Drittel der Stimmen und fünf von 14 Sitzen im Gemeinderat. Auf 26,2 Prozent und vier Sitze bringt es der Wahlvorschlag „Feuerwehren und Vereine“. Die AfD, die erstmals in Probstzella antrat, schafft genau wie die SPD 16,7 Prozent und kommt auf zwei Sitze. Das letzte verbliebene Mandat geht an Die Linke.

0.32 Uhr: Feuerwehr und Co. regieren künftig in Gräfenthal

Acht von zwölf Sitzen im Stadtrat von Gräfenthal nimmt demnächst der Wahlvorschlag Freiwillige Feuerwehren, BI für gerechtfertigte Kommunalabgaben und Bürger für Gräfenthal ein. Sie erhielten fast 70 Prozent der abgegebenen Stimmen. Komplettiert wird der neue Stadtrat Gräfenthal durch zwei Vertreter der AfD und je einen von CDU und Dörfliche Vereine.

Die Wahlbeteiligung in Gräfenthal, wo mit Marcel Kuhnen auch ein neuer Bürgermeister gewählt wurde, lag bei 64,4 Prozent.

0.06 Uhr: In Bad Blankenburg sind zehn von zwölf Stimmbezirken ausgezählt. An der Sitzverteilung änderte sich seit dem letzten Update nichts. Die CDU liegt weiter vorn.

23.14 Uhr: Keine klaren Mehrheiten gibt es im 14-köpfigen Gemeinderat Kaulsdorf. Hier wird es die alte und neue Bürgermeisterin Kerstin Barczus mit sechs Vertretern des Gewerbe- und Fremdenverkehrsvereins, vier CDU-Mitgliedern, zwei der Liste TOR (Thieme, Oßwald, Röppischer), Sabine Kunstmann und einem Vertreter des Wahlvorschlages Saaletal zu tun bekommen. Die Wahlbeteiligung in Kaulsdorf lag bei 69,8 Prozent.

22.41 Uhr: Zusammen kommen AfD und AfL im neuen Kreistag nach Auszählung von mehr als einem Drittel der Stimmbezirke auf über 36 Prozent Wählerstimmen. Das Problem: Beide Gruppierungen können sich nicht riechen, bekämpfen sich auf Wahlplakaten und vor Gericht bis aufs Blut. Eine Zusammenarbeit ist aus jetziger Sicht undenkbar, außerdem wird die AfD voraussichtlich nicht mal alle der aktuell zehn Sitze besetzen können.

In einem von fünf Briefwahlbezirken der Stadt Saalfeld werden im Bürger- und Behördenhaus
In einem von fünf Briefwahlbezirken der Stadt Saalfeld werden im Bürger- und Behördenhaus "Hirsch" am Markt die Stimmzettel der Briefwahl gezählt. © Funkemedien | Thomas Spanier

So bleibt es dabei, dass die CDU mit 24,1 Prozent und zehn Sitzen stärkste Kraft im Kreistag Saalfeld-Rudolstadt ist, gegenüber der Wahl von 2019 sogar noch ein bisschen zulegt. Dahinter kommen AfL und Bfl mit jeweils sieben, die SPD mit sechs Sitzen. Die Linke würde nach jetzigem Stand drei Kreistagsmitglieder stellen, Grüne und FDP je eines. Noch fehlen aber die Ergebnisse aus den großen Städten und vielen Briefwahlbezirken.

23 Uhr: In Rudolstadt hat es laut Wahlleiter Steven Reuter in einem Wahllokal eine Auffälligkeit gegeben. Hier war bei der Bürgermeisterwahl ein Stimmzettel zu viel in der Wahlurne. Das Ergebis aus dem Wahllokal wurde denoch beim vorläufigen Wahlergebnis berücksichtigt, das gegen 20.30 Uhr veröffentlich wurde. Der Vorgang wird nun überprüft. Hierzu wird der Wahlausschuss in seiner Sitzung am Dienstag um 18 Uhr im Rathaus endgültig befinden. 

22.04 Uhr: Der Schützenverein hat im Gemeinderat Hohenwarte künftig die absolute Mehrheit. Er errang drei Viertel der Stimmen und vier von sechs Sitzen im Kommunalparlament. Die anderen zwei Sitze gehen an die Liste Kunstmann Hohenwarte.

21:59 Uhr: In Uhlstädt-Kirchhasel ist nun auch der Briefwahlbezirk ausgezählt. Vorn liegt die CDU, denkbar knapp vor den Freien Wählern. Die AfD schafft es im Gemeinderat auf Anhieb auf Platz drei. Eine Besonderheit gibt es aber.

21.50 Uhr: In Bad Blankenburg sind neun von zwölf Stimmbezirken derzeit ausgezählt. Dabei kommt von 20 Sitzen die CDU weiterhin als Spitzenreiter auf neun Sitze, die Freien Wähler auf sieben und die Linke auf vier. Die Wahlbeteiligung liegt aktuell bei 78,1 Prozent. 59 Stimmen sind ungültig. 

21:51 Uhr: So steht es bei den Ortsteilbürgermeistern in Königsee: In diesen Orten verteidigten die Inhabenden (ohne Gegenkandidaten) ihre Ämter: Dörnfeld an der Heide (Eckhardt Möbius), Dröbischau (Jonas Trapp), Horba (Mathias Hielscher), Leutnitz (Daniel Hempel), Oberhain (Ingo Kürsten), Paulinzella (Diana Wagner), Solsdorf (Nicole Müller)  und Unterschöbling (Matthias Bock).
Neu im Amt sind (ebenfalls als einzige Bewerber) in Garsitz Stev Hilger, in Köditz Enrico Jahn, in Milbitz Sandra Schneider, in Qittelsdorf Lindy Georgy und in Storchsdorf Eric Kleingünther.
In Thälendorf, wo niemand kandidiert hatte, sollen Claudia Keßler und Peter Luge in eine Stichwahl. In Rottenbach verlor Amtsinhaber Ingo Krebstekies (42,6 Prozent) gegen seinen Herausforderer Dirk Kittelmann (57,4 Prozent)

21.40 Uhr. Der wiedergewählte Rudolstädter Bürgermeister Jörg Reichl (BfR) trifft sich zur Stunde mit BfR-Mitgliedern, Familie und Freunden im Rudolstädter Burgkeller. Laut dem vorläufigen Wahlergebnis hat er nach Auszählung aller 36 Stimmbezirke mit 56,3 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit erreicht und ist damit wiedergewählt. Damit konnte er nicht ganz an das Ergebnis aus dem Jahr 2018 anknüpfen, als er 77,3 Prozent der Stimmen erzielte. Dennoch zeigte er sich am frühen Abend „sehr glücklich und dankbar, dass die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler mir wieder das Vertrauen ausgesprochen haben.“ Er verstehe dies als Auftrag, die neue, seine nunmehr vierte Wahlperiode anzugehen und die anstehenden Aufgaben weiter zu erfüllen. Dabei will er mit allen im Dialog bleiben, die sich auf die demokratischen Grundsätze berufen. 

Freuten sich am Sonntagabend mit ihm über den Wahlerfolg: Der wiedergewählte Rudolstädter Bürgermeister Jörg Reichl (BfR) mit Ehefrau Sylvia und Sohn Joszef bei der Wahlparty vor dem Burgkeller in Rudolstadt. 
Freuten sich am Sonntagabend mit ihm über den Wahlerfolg: Der wiedergewählte Rudolstädter Bürgermeister Jörg Reichl (BfR) mit Ehefrau Sylvia und Sohn Joszef bei der Wahlparty vor dem Burgkeller in Rudolstadt.  © Heike Enzian | Heike Enzian

21.32 Uhr: Bemerkenswert ist die momentan errechnete Wahlbeteiligung in Saalfeld nach der Auszählung von 14 der 26 Stimmbezirke: Es sind immerhin 62,2 Prozent. Von denen, die wählten, haben 96,1 Prozent ihre Stimme dem Amtsinhaber Steffen Kania (CDU) gegeben, so der vorläufige Stand.

21.27 Uhr: Der neue Gemeinderat von Uhlstädt-Kirchhasel wird bunter. Vor der Auszählung der Briefwahl als letztem Stimmbezirk sieht es so aus, dass sechs Wahlvorschläge den Sprung in den neuen Gemeinderat schaffen. Neu dabei ist die AfD, die bei 22,5 Prozent der Stimmen liegt, was vier Mandaten entspricht. Da die AfD nur drei Kandidaten aufgestellt hatte, wird wohl ein Platz unbesetzt bleiben.

Knapp in Führung liegen die Freien Wähler mit 22,7 Prozent und fünf Sitzen, gefolgt von CDU (20,6 Prozent), Die Linke (12,9), BfL (12,4) und SPD (8,9 Prozent).

21:22 Uhr: In der Landgemeinde Schwarzatal wurde Ortschaftsbürgermeister Michael Gebhardt (Mellenbach- Glasbach) ohne Gegenkandidat bestätigt. Auch in Meuselbach-Schwarzmühle setzte sich Amtsinhaber Jörg Peter (68,1 Prozent) durch, hatte allerdings mit Daniel Malzahn (31,9 Prozent) einen Gegenkandidaten. In der Ortschaft Oberweißbach verlor Amtsinhaber Frank Müller sein Amt gegen Mario Schmidt, und zwar extrem knapp mit 403 gegen 410 Stimmen.

21:02 Uhr: Höckes Alternative zur Alternative startet schwach. Nach Auszählung von 33 von 163 Stimmbezirken für die Kreistagswahl liegt die CDU mit einem Stimmenanteil von 25,5 Prozent vorn. Auf Platz zwei folgt die von Karlheinz Frosch angeführte Liste der AfD mit 22,4 Prozent, der aktuell zehn Kreistagssitze zustehen würden, die aber nur sieben Kandidaten hat. Die von AfD-Landeschef Björn Höcke unterstützte Alternative für den Landkreis (AfL) Saalfeld-Rudolstadt folgt erst auf Platz 3 mit 15,5 Prozent, fast gleichauf mit Bürgern für den Landkreis (13,8 Prozent) und SPD (12,4). Deutlich verloren haben bisher Linke und Grüne. Der Wahlabend ist aber noch lang.

20.55 Uhr: Die Auszählung der Stadtratswahl-Stimmen hält in Bad Blankenburg an. Sechs von zwölf Stimmbezirken sind aktuell ausgezählt. Derzeit hat die CDU mit 43,2 Prozent die Nase vorn. CDU-Bürgermeister-Kandidat Thomas Schubert hat bereits die Bürgermeisterwahl gewonnen. Mit 36,3 Prozent folgen die Freien Wähler und die Linken erlangen 19,1 Prozent. Die FDP kommt auf 1,4 Prozent. 47 Stimmabgaben sind derzeit als ungültig eingestuft. Bad Blankenburg hat 20 Sitze zu vergeben. Aktuell hätte die CDU neun Sitze, die Freien Wähler sieben und die Linke vier. 

20.49 Uhr: Knapp über zwei Drittel der Wahlberechtigung gingen in Unterweißbach zur Gemeinderatswahl. Gewählt wurden: Jörg Wachsmuth, Jörg Mebes, Paul Möller, Kathleen Köhler, Nick Willi Hähnel, Marco Pohl, Volker Schinzel und Stephan Gitter.

20.47 Uhr: In Saalfeld hat Bürgermeister Steffen Kania (CDU) bei 11 von 26 ausgezählten Stimmbezirken 96,3 Prozent der Stimmen auf sich vereinen können. Er ist allerdings auch der einzige Kandidat in der Feengrottenstadt.

20.41 Uhr: In Cursdorf in der Schwarzatalregion lag die Wahlbeteiligung zur Gemeinderatswahl bei nur 63,6 Prozent. Gewählt wurden Michael Koziolek, Dirk Henkel, Alexander Ehle, Christian Wenzl, Christian Lindauer, Andrea Wagner-Fröbel und Maik Rosenberger. 

20.37 Uhr: Im Gräfenthaler Ortsteil Lippelsdorf gibt es eine Stichwahl. Holger Jahn erreicht 19 der 39 gültigen Stimmen. Das sind 48,7 Prozent - und somit nicht die Hälfte der abgegebenen Stimmen.

20.30 Uhr: Rudolstadts Bürgermeister Jörg Reichl (BfR) bleibt im Amt. Laut dem vorläufigen Wahlergebnis hat er nach Auszählung aller 36 Stimmbezirke mit 56,3 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit erreicht und ist damit wiedergewählt. Jörg Gasda (AfD), angetreten als Einzelkandidat, kam auf 25,8 Prozent der Stimmen. Simone Post (Linke) erhielt 10,1 Prozent und Sven Fritsche (FDP) 7,8 Prozent.

20.18 Uhr: Andre Gölitzer ist neuer Bürgermeister der Gemeinde Unterwellenborn. Nach Auszählung aller elf Stimmbezirke erhielt der Unterwellenborner, der als Unabhängiger kandidierte, aber für die CDU im Gemeinderat sitzt, 59,3 Prozent der Stimmen. Seine Gegenkandidatin Silke Gollnick (Freie Wähler) kam auf 40,7 Prozent.

Wahlplakat von Andre Gölitzer, Bürgermeisterkandidat in Unterwellenborn.
Wahlplakat von Andre Gölitzer, Bürgermeisterkandidat in Unterwellenborn. © Funkemedien | Thomas Spanier

Die Wahlbeteiligung in der Gemeinde mit rund 8300 Einwohnern lag bei 67,4 Prozent. Die bisherige Bürgermeisterin Andrea Wende (FW) war nach 18 Jahren im Amt aus Altersgründen nicht wieder angetreten.

20.04 Uhr: Hier gibt es einen ersten zusammenfassenden Beitrag über die Kommunalwahlen in Saalfeld-Rudolstadt, die mit einer faustdicken Überraschung in Bad Blankenburg endete, wo der Amtsinhaber Mike George keine Mehrheit erhielt.

Thomas Schubert (links) feierte am Wahlabend im kleinen Kreis von Familie und Freunden seinen Wahlsieg in Bad Blankenburg. Der selbstständige Bauunternehmer wird neuer Bürgermeister der Fröbelstadt.
Thomas Schubert (links) feierte am Wahlabend im kleinen Kreis von Familie und Freunden seinen Wahlsieg in Bad Blankenburg. Der selbstständige Bauunternehmer wird neuer Bürgermeister der Fröbelstadt. © Funkemedien | Dominique Lattich

Dafür konnte CDU-Kandidat Thomas Schubert im Kreise von Familien und Freunden seinen Erfolg feiern.

19.50 Uhr: Hier ein erster Kommentar zum Wahltag.

19.50 Uhr: So sieht die Lage in Gräfenthal aus: Marcel Kuhnen (FFW/BI/BfG) hat nach Auszählung von drei der vier Stimmbezirke 390 Stimmen - und weitere Personen nur zwölf Stimmen.

19.42 Uhr: In Schwarzburg haben 74,2 Prozent der Wahlberechtigten den Gemeinderat gewählt. Die Liste „Bürger für den Landkreis SLF-RU“ erhielt dabei 45,5 Prozent, die Liste „Gemeinsam für Schwarzburg” kommt auf 54,5 Prozent.

19.34 Uhr: Auch in Meura ist der Wahlvorstand mit der Gemeinderatswahl fertig. Bei 72,4 Prozent Wahlbeteiligung, sicherte sich die SPD/Freie Liste 24,8 Prozent und die Freien Wähler Meura kommen auf 75,2 Prozent der abgegebenen Stimmen.

19.30 Uhr: In Deesbach entschlossen sich 68,6 Prozent der Wahlberechtigten für den Urnengang. in dem Schwarzataldorf wurden Marcel Zimmermann, William Lindner, Anett Koch, Norbert Koch, Evelin Zitzmann und Bodo Töpfer gewählt.

19.28 Uhr: Die Auszählung der Stimmen für den Bürgermeister der Stadt Bad Blankenburg ist abgeschlossen: CDU-Kandidat Thomas Schubert hat mit 52,9 Prozent der Wählerstimmen überraschend mehr Stimmen erhalten, als der Amtsinhaber Mike George (Freie Wähler).

19.11 Uhr: Döschnitz ist das zweite Dorf in der Schwarzatalregion mit einer fertigen Gemeinderatswahl, bei allerdings nur 70.7 Prozent Wahlbeteiligung. Gewählt wurden: Tobis Matuszczyk, Heiko Bauer, Reiner Baumann, Tommy Hoffmann Michael Franke und Christian Ehrhardt. 

19.08 Uhr: Rohrbach hat als eines der ersten Dörfer in der Schwarzatalregion seine Gemeinderatswahl ausgezählt. Bei einer hohen Wahlbeteiligung von 86,5 Prozent wurden die Einzelbewerber Nancy Entschel, Reiner Ruhe, Anja Schwabe, Christian Schwabe, Andrea Vogler und Patrick Zinn gewählt.

19.07 Uhr: In Bad Blankenburg baut Thomas Schubert (CDU) seinen Vorsprung aus: Nach zehn von zwölf ausgezählten Stimmbezirken liegt er mit 52,7 Prozent vorn.

19.01 Uhr: Thomas Schubert (CDU) liegt nach der Auszählung von acht von zwölf Wahlbezirken in Bad Blankenburg mit 50,3 Prozent knapp vor dem amtierenden Bürgermeister Mike George (Freie Wähler), der aktuell auf 49,7 Prozent kommt.

18.57 Uhr: In Königsee gibt es den ersten Trend bei den Stadtratswahlen. Die erstmals angetretene Liste “Bürgerbündnis Zukunft” sichert sich im ersten ausgezählten Stimmbezirk auf Anhieb ein Drittel der abgegebenen Stimmen. Die Liste “Team Königsee”, die den Bürgermeister direkt unterstützt, liegt bei 1,9 Prozent.

18.54 Uhr: Kopf-an-Kopf-Rennen in Unterwellenborn. Andre Gölitzer liegt nach Auszählung von 3 von 12 Stimmbezirken mit 56.9 Prozent knapp vorn. Gegenkandidatin des parteilosen Unterwellenborners ist Silke Gollnick aus Könitz.

18.50 Uhr: In Bad Blankenburg ist die Hälfte der insgesamt zwölf Stimmbezirke ausgezählt bei einer Wahlbeteiligung von 57,9 Prozent. Amtsinhaber Mike George (Freie Wähler) liegt aktuell mit 51,2 Prozent knapp vor seinem Herausforderer Thomas Schubert von der CDU, der bisher auf 48,8 Prozent kommt.

18.32 Uhr: Lothar Linke bleibt Bürgermeister in Altenbeuthen. Der Amtsinhaber setzte sich als parteiloser Bewerber bei der Wahl in dem Ort im Stausee-Oberland mit 105 zu 34 Stimmen gegen Hendrik Wolfram von der CDU durch.

Lothar Linke ist alter und neuer ehrenamtlicher Bürgermeister in Altenbeuthen.
Lothar Linke ist alter und neuer ehrenamtlicher Bürgermeister in Altenbeuthen. © privat | Privat

Die Wahlbeteiligung in Altenbeuthen lag bei 81,4 Prozent.

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18.30 Uhr: Gegen 18.30 Uhr waren in Rudolstadt acht von 36 Stimmbezirken für die Wahl des Bürgermeisters ausgezählt. Zu diesem Zeitpunkt führte Amtsinhaber Jörg Reichl (BfR) mit 59,5 Prozent vor Jörg Gasda mit 27,1 Prozent. 

18.20 Uhr: Im Wahllokal in der Rudolstädter Anton-Sommer-Schule hat kurz nach sechs die Stimmauszählung begonnen. Als erstes werden die Stimmzettel für die Wahl des Bürgermeisters ausgezählt. 

18.15 Uhr: Im Wohllokal in der Käthe-Kollwitzstraße beginnt die Auszählung der Stimmen.

Jede Stimme zählt im Wahllokal in der Saalfelder Käthe-Kollwitz-Straße..
Jede Stimme zählt im Wahllokal in der Saalfelder Käthe-Kollwitz-Straße.. © OTZ | Guido Berg

18.10 Uhr: Es ist geschafft: Im Saalfelder Wahllokal in der Käthe-Kollwitz-Straße beginnt das Team um Wahllokalleiter Silvio Müller damit, die Wahlurnen auf große Tischflächen auszukippen.

Bei der Entleerung der Wahlurnen im Wahllokal in der Saalfelder Käthe-Kollwitz-Straße: Sandra Fiedler, Silvio Müller und Frank Stemmer.
Bei der Entleerung der Wahlurnen im Wahllokal in der Saalfelder Käthe-Kollwitz-Straße: Sandra Fiedler, Silvio Müller und Frank Stemmer. © OTZ | Guido Berg

17.59 Uhr: Im Saalfelder Wahllokal in der Käthe-Kollwitz-Straße schafft es der letzte Wähler noch gerade so, per Laufschritt, um noch vor Schließung des Wahllokals seine Stimmen loszuwerden.

17.40 Uhr: Die besondere Situation um die AfD, die im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt - bundesweit einmalig - mit zwei konkurrierenden Listen antritt, hat auch die nationalen Medien angezogen. So war am Nachmittag vor der Anton-Sommer-Schule in Rudolstadt ein Fernsehteam von PRO 7/SAT 1 unterwegs.

Reporter Johann Krey und Kameramann Rico Ziemer sind für den TV Sender Pro Sieben/Sat 1 unterwegs in Rudolstadt, um vom Wahltag zu berichten, hier vor dem Wahllokal in der Anton-Sommer-Schule.
Reporter Johann Krey und Kameramann Rico Ziemer sind für den TV Sender Pro Sieben/Sat 1 unterwegs in Rudolstadt, um vom Wahltag zu berichten, hier vor dem Wahllokal in der Anton-Sommer-Schule. © Funkemedien | Heike Enzian

Der Beitrag von Reporter Johann Krey und Kameramann Rico Ziemer soll heute Abend in den Nachrichten des TV-Senders zu sehen sein.

17.15 Uhr: „Alles ruhig“, bescheidet auch die Spitze des Kreiswahlausschusses dem bisherigen Wahltag. Wahlleiter Olaf Neugärtner und seine Stellvertreterin Teresa Wohl, die beide im Landratsamt beschäftigt sind, haben bisher einen ruhigen Sonntag hinter sich und sind seit dem Nachmittag im Kreiswahlbüro im kleinen Sitzungssaal des Landratsamtes vor Ort.

Kreiswahlleiter Olaf Neugärtner und seine Stellvertreterin Teresa Wohl am späten Sonntagnachmittag im kleinen Sitzungssaal des Landratsamtes in Saalfeld in Erwartung eines langen Wahlabends. An die 1000 Wahlhelfer im Landkreis sind aktuell im Einsatz. Erst wenn die Letzten mit Auszählen fertig sind, kann auch der Kreiswahlleiter zu Bett gehen.
Kreiswahlleiter Olaf Neugärtner und seine Stellvertreterin Teresa Wohl am späten Sonntagnachmittag im kleinen Sitzungssaal des Landratsamtes in Saalfeld in Erwartung eines langen Wahlabends. An die 1000 Wahlhelfer im Landkreis sind aktuell im Einsatz. Erst wenn die Letzten mit Auszählen fertig sind, kann auch der Kreiswahlleiter zu Bett gehen. © Funkemedien | Thomas Spanier

Vor ihnen liegt ein langer Wahlabend, denn mindestens einer von beiden muss als Ansprechpartner für die örtlichen Wahlleiter so lange vor Ort bleiben, bis die Auszählung der abgegebenen Stimmen entweder beendet oder offiziell unterbrochen wurde.

Die Ergebnisse pflegen die Wahlleiter in den Städten und Gemeinden übrigens direkt in das System des Thüringer Landesamtes für Statistik ein, wo sie quasi in Echtzeit auftauchen. Funfact: Ans Kreiswahlbüro in Saalfeld wird jeweils noch ein Fax mit den Ergebnissen der einzelnen Urnengänge verschickt, weshalb im Sitzungssaal auch noch ein großes Multifunktionsgerät mit Fax und Drucker steht.

Im Wahllokal in Saalfeld-Gorndorf. An der Eingangstür hängen die Muster der Wahlscheine, sodass ein jeder Wähler sich schon vorab informieren kann, wo er sein Kreuz macht.
Im Wahllokal in Saalfeld-Gorndorf. An der Eingangstür hängen die Muster der Wahlscheine, sodass ein jeder Wähler sich schon vorab informieren kann, wo er sein Kreuz macht. © OTZ | Guido Berg

16.30 Uhr: In Saalfeld-Gorndorf wird im Stadtteilzentrum gewählt. Wahllokalchefin dort ist Alexandra König und sie sagt, die Wahlbeteiligung sei sehr gut. Permanent kommen Wähler, um zu votieren. Von den genau 1495 Wahlberechtigten haben gegen 16.30 Uhr bereits 550 ihre Stimmen abgegeben. Hinzu kommen noch die Briefwahl-Voten, sodass die Prognose lautet: „Die Hälfte kriegen wir.“

Im Wahllokal in Saalfeld-Gorndorf mit Wahlleiterin Alexandra König.
Im Wahllokal in Saalfeld-Gorndorf mit Wahlleiterin Alexandra König. © OTZ | Guido Berg

16.30 Uhr: In Rudolstadt zeichnete sich am Nachmittag eine gute Wahlbeteiligung ab. „Tendenziell eher besser als zuletzt“, so der Eindruck von Wahlleiter Steve Reuter. In Unterpreilipp beispielsweise hatten zu diesem Zeitpunkt bereits 80 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Teilweise war die Stimmabgabe mit Wartezeiten verbunden, so wie in der Cumbacher Schule. Besondere Vorkommnisse habe es bis dato nicht gegeben, hieß es. Bei der Bürgermeisterwahl im April 2018 lag die Wahlbeteiligung in Rudolstadt bei 41,2 Prozent.  

15.54 Uhr: Eine der spannendsten Fragen bei der Kreistagswahl wird die nach dem Abschneiden der AfD. Die im Landkreis tief zerstrittene Partei hatte es mit der skurrilen Situation, dass sie mit zwei konkurrierenden Listen antritt, selbst am Wahlwochenende noch in die bundesweiten Schlagzeilen gebracht: Auf der einen Seite die im Oktober in Zeigerheim gewählte AfD-Liste mit Spitzenkandidat Karlheinz Frosch, auf der anderen die von AfD-Landeschef unterstützte Liste 8 der „Alternative für den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt“.

Das ganze Drama, für das nicht alle Wähler Verständnis hatten, kann man hier nachlesen:

Weitere Beiträge zur AfD Saalfeld-Rudolstadt:

15.22 Uhr: 665 Briefwähler wurden bis zum Nachmittag in der Gemeinde Uhlstädt-Kirchhasel gezählt. Das sind etwa 15 Prozent der 4461 Wahlberechtigten in der flächenmäßig größten Gemeinde im Landkreis. In den 32 Ortsteilen gibt es 15 Wahllokale und einen Briefwahlbezirk, dessen Auszählung am Abend ab 18 Uhr im Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Uhlstädt erfolgt. Neben Kreistag und Gemeinderat werden in zwei Ortsteilen von Uhlstädt-Kirchhasel auch noch Ortsteilbürgermeister gewählt: Dies betrifft gut 700 Wahlberechtigte in Großkochberg und Heilingen. Bis zum Nachmittag lief es laut Gemeindewahlleiterin Ulrike Heyder-Freiny ohne Vorkommnisse. In Catharinau und Etzelbach hatten sich am Vormittag zeitweise Schlangen vor den Wahllokalen gebildet.

15 Uhr: In Bad Blankenburg liegt zur Mittagsstunde die Wahlbeteiligung bei etwa 36 Prozent, wie die Wahlleiterin Anja Jauch auf Nachfrage mitteilt. Vor und im Wahllokal war am Vormittag stetig Betrieb, gleichsam gehe es friedlich zu. Zwischenfälle gab es bisher dort nicht, wie sie weiter mitteilt.

14 Uhr: In Schmiedefeld haben um 14 Uhr etwa ein Viertel der 878 Wahlberechtigten ihre Stimmen abgegeben, schätzt Wahllokalleiter Kevin Friese. „Es geht ganz gut“, findet er, es sei ja auch noch Zeit. Dann kommt plötzlich ein ganz Schwung an Wählerinnen und Wähler herein - und unter ihnen ist der amtierende Ortsteilbürgermeister Ulrich Körner. Der will auch seine Stimme abgeben, muss aber zunächst warten. Alle Kabinen sind belegt. In Schmiedefeld wird ein „Kopf-an-Kopf-Rennen“ zwischen Ulrich Körner und Herausforderer Gunnar Franke erwartet.

Kommunalwahlen in Schmiedefeld: Ortsbürgermeister Ulrich Körner gibt seine Stimmen ab.
Kommunalwahlen in Schmiedefeld: Ortsbürgermeister Ulrich Körner gibt seine Stimmen ab. © OTZ | Guido Berg

13.40 Uhr: In Reichmannsdorf haben Alexander Krieck und sein Team gut zu tun. „Es ist viel Betrieb“, sagt Krieck, der an anderen Tagen für die Saalfelder Forstflächen zuständig ist. Etwas zeitaufwändig gestalte sich das Management der vielen Wahlzettel. „Man muss gut aufpassen“, meint Krieck. Was er beobachtet hat: Viele Reichmannsdorfer nutzen das Wahllokal und den Bereich davor, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Krieck: „Da treffen sich Leute, die sich offenbar sonst nicht sehen und das ist ja durchaus positiv.“ In Reichmannsdorf ist die Kommunalwahl besonders spannend, da sich viele Bewerber erst nach Abschluss der Wahllisten fanden, die Redaktion berichtete.

Kommunalwahlen in Reichmannsdorf: Wahlhelferin Sabrina Vater und Wahllokalleiter Alexander Krieck.
Kommunalwahlen in Reichmannsdorf: Wahlhelferin Sabrina Vater und Wahllokalleiter Alexander Krieck. © OTZ | Guido Berg

11.30 Uhr: Möglicherweise ist es eine Reaktion auf die hohe Wahlbeteiligung am Vormittag: Die Mitarbeiter der Saalfelder Stadtverwaltung, Sven Hoffmann und Maik Ernst, bringen Kisten mit neuen Wahlzetteln und eine weitere Wahlurne ins Wahllokal in der Käthe-Kollwitz-Straße in Saalfeld.

Nachschub für das Wahllokal in der Käthe-Kollwitz-Straße.
Nachschub für das Wahllokal in der Käthe-Kollwitz-Straße. © OTZ | Guido Berg

11.25 Uhr: Der Saalfelder Rathauschef Steffen Kania kommt in Wahllokal an der Käthe-Kollwitz-Straße. Vor seinem Urnengang unterhält sich der Bürgermeister noch kurz mit Hans-Günter Kühn aus Unterwellenborn, der schon am frühen Morgen gewählt hat. Anschließend fuhr er mit seinem Elektro-Mobil nach Saalfeld, um zu sehen, ob alles auch seinen rechten Gang geht. „Ich bin der Kontrolleur der Kontrolleure“, sagt er schmunzelnd.

Wahl in der Käthe-Kollwitz-Straße in Saalfeld: Saalfelds Bürgermeister Steffen Kania und Hans-Günter Kühn aus Unterwellenborn.
Wahl in der Käthe-Kollwitz-Straße in Saalfeld: Saalfelds Bürgermeister Steffen Kania und Hans-Günter Kühn aus Unterwellenborn. © OTZ | Guido Berg

11.10 Uhr: Leichte Schlangenbildung vor dem Wahllokal in der Saalfelder Käthe-Kollwitz-Straße. Das Interesse der Wähler ist offensichtlich da. Gewählt hat im Gebäude des Bildungszentrums (bz) auch ein Saalfelder, der seinen Namen lieber für sich behalten will, der aber bedauert, dass es keinen Gegenkandidaten für den amtierenden Saalfelder Bürgermeister Steffen Kania (CDU) gibt. „Man sollte eine gewisse Auswahl haben“, meint der Mann.

Schlangenbildung vor dem Wahllokal in der Käthe-Kollwitz-Straße in Saalfeld.
Schlangenbildung vor dem Wahllokal in der Käthe-Kollwitz-Straße in Saalfeld. © OTZ | Guido Berg

11.05 Uhr: Die Wahllokale haben auch in Rudolstadt geöffnet. Heute finden hier die Wahlen für Bürgermeister, Stadtrat, Kreistag und Ortsteilbürgermeister statt. In Rudolstadt gibt es 20.785 wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren. Insgesamt sind 28 Stimmwahlbezirke sowie acht zentrale Briefwahllokale in der Regelschule Friedrich Schiller eingerichtet. Rund 270 engagierte Wahlhelfer sorgen für einen reibungslosen Ablauf.

Bereits 20 Prozent der Wahlberechtigten in der Schillerstadt haben per Briefwahl abgestimmt, das sind mehr als 4.000 Stimmen. Die Auszählung der Stimmen erfolgt kontinuierlich, bis alle Ergebnisse feststehen.

10.16 Uhr: In der Schwarzatalregion sind heute 7281 Menschen wahlberechtigt „Von ihnen haben nur 1502 Briefwahl beantragt - ich hatte mit mehr Anträgen auf Briefwählern gerechnet“, berichtet Beate Bartl, die im Schwarzatal zusammen mit den jeweiligen Wahlleitenden den Urnengang organisiert. Ob dies ein Fingerzeig auf eine höhere oder niedrigere Wahlbeteiligung als bei früheren Wahlen hindeutet, da will sie sich auf Nachfrage unserer Redaktion allerdings nicht festlegen: „Wir sind gespannt!“

9.40 Uhr: Bereits kurz nach 9 Uhr kommt Steffi Martinez aus dem Wahllokal im Haus der Gemeinde in Unterwellenborn. Sie hat so früh gewählt, denn sie hat „noch ein bissel was vor“, wie sie lachend erzählt: „Das Freibad ruft.“ Das Wasser habe schon 21 Grad. „Das ist doch schön“, erzählt sie. In der Wahlkabine und mit den Wahlzetteln sei sie gut klargekommen. „Wenn man sich vorher informiert, dann weiß man doch, was man wählen will“, sagt sie. „Ich wusste es.“

Steffi Martinez steht vor dem Wahllokal im Haus der Gemeinde in Unterwellenborn. 
Steffi Martinez steht vor dem Wahllokal im Haus der Gemeinde in Unterwellenborn.  © OTZ | Guido Berg

9 Uhr: Auch in Unterwellenborn konnte das Wahllokal im Haus der Gemeinde pünktlich öffnen. Bereits eine Stunde später macht sich ein kleiner Andrang bemerkbar, was den stellvertretenden Wahllokalleiter Jens-Peter Keller auf eine gute Wahlbeteiligung hoffen lässt. Mit dabei an diesem schönen Wahlsonntag sind u.a. Jens Hentschel und Uwe Naujoks.

Kommunalwahl in Unterwellenborn. Sie erwarten die Wähler: Jens-Peter Keller, Uwe Naujoks und Jens Hentschel.
Kommunalwahl in Unterwellenborn. Sie erwarten die Wähler: Jens-Peter Keller, Uwe Naujoks und Jens Hentschel. © OTZ | Guido Berg

8.14 Uhr: Pünktlich um acht Uhr hat auch das Wahllokal in der Saalfelder Marco-Polo-Schule geöffnet. „Der erste Wähler war bereits um 7.45 Uhr da. Wir mussten ihn erst einmal wieder wegschicken“, erklärte Wahllokalleiter Uwe Neumann, der hauptberuflich Tiefbauamtsleiter der Stadt Saalfeld ist. Alle fünf Wahlhelfer für den Vormittag sind Neumann zufolge pünktlich erschienen. Da auch der Hausmeister der Schule mit in seinem Team ist, ging das Aufschließen und Einrichten des Wahllokals problemlos. Schlag 8 Uhr waren dann auch bereits die ersten Wähler aus dem Wahlbezirk 2 in der Marco-Polo-Schule zugegen, um ihr Wahlrecht auszuüben.

Sie gehören zum Wahlteam in der Marco-Polo-Schule in Saalfeld:  Ralf Ratay, Uwe Neumann und Cornelia Moersch.
Sie gehören zum Wahlteam in der Marco-Polo-Schule in Saalfeld:  Ralf Ratay, Uwe Neumann und Cornelia Moersch. © OTZ | Guido Berg

8 Uhr: Die Wahllokale haben geöffnet. Bis 18 Uhr kann man heute als Wahlberechtigter seine Stimme abgeben. 138 Wahllokale im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt sind für die Stimmabgabe der Wähler vorbereitet. Weil bis zu fünf Stimmzettel auszufüllen sind, muss in den Stoßzeiten mitunter mit Wartezeiten gerechnet werden.

26. Mai, 7.30 Uhr: Bis zu fünf Stimmzettel mit unterschiedlicher Größe dürfen heute von den Wählern ausgefüllt werden. Der größte der Stimmzettel ist für den Kreistag Saalfeld-Rudolstadt. Das größte der Kommunalparlamente im Landkreis besteht aus dem Landrat und 46 heute zu wählenden ehrenamtlichen Mitgliedern.

Im aktuellen Kreistag sind Vertreter von acht Parteien und Wählervereinigungen, die sich zu sechs Fraktionen zusammengeschlossen haben. Seit einem Fraktionswechsel von Ex-Landrat Werner Thomas von der CDU zur AfD ist die AfD-Fraktion mit elf Mitgliedern stärkste Fraktion. SPD/Grüne/BI und CDU haben jeweils zehn Vertreter im Kreistag, Außerdem gibt es Bürger für den Landkreis (7 Mitglieder), Die Linke (5) und FDP (3.).

Einen Überblick zu den Kreistagskandidaten gibt es hier:

25. Mai, 9 Uhr: Knapp 90.000 Wahlberechtigte sind am 26. Mai im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt aufgerufen, einen neuen Kreistag zu wählen. In Saalfeld, Rudolstadt, Bad Blankenburg, Unterwellenborn, Kaulsdorf und Gräfenthal werden am Sonntag außerdem die Bürgermeister gewählt, in vielen weiteren Orten die Ortsteilbürgermeister. Abgestimmt wird auch über Stadt- oder Gemeinderäte und Ortschaftsräte.

In den Wahlbenachrichtigungen, die allen Wahlberechtigten übermittelt worden sind, sind der Stimmbezirk und der Wahlraum angegeben, in dem der Wahlberechtigte zu wählen hat. Jeder Wahlberechtigte kann nur in dem Wahlraum des Stimmbezirks wählen, in dessen Wählerverzeichnis er eingetragen ist. Die Wähler müssen ihre Wahlbenachrichtigung und einen amtlichen Personalausweis oder Reisepass zur Wahl mitzubringen. Jeder Wähler erhält nach Betreten des Wahlraums für jede Wahl, für die er wahlberechtigt ist, einen Stimmzettel ausgehändigt.

Alles Wissenswerte zur Zahl der Wahllokale, deren Öffnungszeiten und der Reihenfolge der Stimmauszählung gibt es hier:

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