Ranis. Die Thüringer Literaturtage haben mit der vielfach preisgekrönten Autorin Judith Hermann einen Höhepunkt erlebt.

Mit Judith Hermann gastierte am Donnerstag zum Auftakt des Literaturwochenendes in Ranis eine der „ganz Großen der deutschen Gegenwartsliteratur“ auf der Burg. Als solche begrüßte Moderator Michael Hametner die vielfach preisgekrönte Autorin, die Journalistin werden wollte und Schriftstellerin wurde.

1998 meldete sich die 53-jährige Berlinerin mit „Sommerhaus, später“ erstmals auf der literarischen Bühne und ist seitdem nicht mehr aus dem Feuilleton wegzudenken. Hermann las aus ihrem neuen Werk „Wir hätten uns alles gesagt“ und beantwortete Fragen Hametners. Hier gab Judith Hermann viel von ihrer Arbeitsweise preis. „Im Ansatz sind alle Texte autobiographisch“. Neue Texte seien bei ihr immer eine Fortsetzung.

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Zum Thema Verantwortung sagte die Autorin: „Ich bin allein verantwortlich für meinen Text“. Deshalb blende sie beim Schreiben Gedanken an Leser, Kritik und alles andere aus.„Es ist eine große Ehre, dieses Festival eröffnen zu dürfen, begrüßte sie ihre Zuhörer. Das Wochenende in Ranis ist zugleich Höhepunkt der 26. Thüringer Literaturtage.

Zum Auftakt schlüpfte Andreas Berner in eine Doppelrolle. Der Wurzbacher ist Vorsitzender des Vereins Lese-Zeichen. Der Lehrer, Grafiker, Maler und Fotograf zeigt bis Sonntag im Südflügel der Burg eigene Arbeiten. Zu sehen sind unter anderem Fotos, die in den vergangenen zehn Jahren thematisch die Programmhefte der Literaturtage schmückten, allerdings immer nur als Ausschnitt. Malerei und weitere Fotos ergänzen die sehenswerte Ausstellung.

Die Ausstellung mit den Werken von Andreas Berner ist noch bis Sonntag in Ranis zu sehen. Öffnungszeiten 10 bis 17 Uhr. Letzter Einlass ist eine Stunde vor Schließung.thueringer-literaturtage.de