Erfurt. Wir haben reingehört in die neuen Alben von Glen Hansard und Corinne Bailey Rae.

Das Cover des Albums „All that was East is West of me now“ von Glen Hansard.
Das Cover des Albums „All that was East is West of me now“ von Glen Hansard. © ANTI- Records/Indigo

Mit einem düsteren, schwermütigen, nachdenklichen und rockigen Album – seinem ersten seit der Pandemiezeit – überrascht Glen Hansard dieser Tage. Der irische Musiker, der erst im August in der Jenaer Kulturarena aufgetreten ist, packt auf „All that was East is West of me now“ gleich am Anfang bei den traditionellen Lagerfeuern zu „The Feast of St. Johns“ an der heimischen Küste Beschwörungen aus um die inneren und äußeren Dämonen fern zu halten.

Der 53-Jährige sinniert übers Älterwerden und den unsteten Strom des Lebens, hat die Songs im Pub getestet, geändert, verworfen oder weiterentwickelt, bevor er ins Studio ging. Gastmusiker sind der alte Bekannte Warren Ellis (Bad Seeds) und Mitglieder von The Frames, bei denen Hansard auch singt.

Ach ja, Mut, Zuversicht und Hoffnung, die gibt es auch: Etwa in „There’s no Mountain“; Hansard klingt hier wie der beschwingte Bob Dylan inklusive Kopf-hoch-Botschaft. Ein Album wie gemacht für die Jahresend-Katharsis und innere Einkehr, die mit dem Herbst Einzug hält.

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Corinne Bailey Rae wagt eine Art Neustart

Das Cover des Albums „Black Rainbows“ von Corinne Bailey Rae.
Das Cover des Albums „Black Rainbows“ von Corinne Bailey Rae. © Thirty Tigers/Membran

Der Song „He will follow you with his Eyes“ klingt noch am ehesten nach der Corinne Bailey Rae, die man gemeinhin kennt. Aber auch dieses Stück verändert sich: vom gefälligen Soul in eine Art Rap-Darbietung mit Trap-Beat. Er ist wie das gesamte Album „Black Rainbows“ ein Wendepunkt in Raes Karriere. Ausgelöst durch die Werke eines Kunstarchivs in Chicago hat sie „Black Rainbows“ sogar zu einem Projekt erhoben – neben den Songs gibt es ein Buch mit Fotografien, Live-Performances, Visuals, Vorträge und Ausstellungen.

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Das Album ist ein Ritt durch viele Stile, ein stetes Ausprobieren, ein recht radikaler Versuch, die eigenen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern, ja, sogar Etabliertes zu dekonstruieren. Die Musikerin mischt Electro mit Free Jazz wie im Titelsong, erobert sich den New-York-Punk-Trash („New York Tranit Queen“) oder mäandert in Techno-Gefilden („Put it down“). Ein Album wie ein Reset-Knopf der bisherigen Karriere.

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