Thüringer irrt mit Blumenkübeln über die Autobahn

red
Einen kuriosen Fall erlebte die Autobahnpolizei Mittelhessen. Ein Thüringer löste eine stundenlange Suchaktion aus.

Einen kuriosen Fall erlebte die Autobahnpolizei Mittelhessen. Ein Thüringer löste eine stundenlange Suchaktion aus.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Gießen.  Gleich zweimal sichten Autofahrer einen mysteriösen Fußgänger mit Blumenkübeln auf der Autobahn. Für seine gefährliche Aktion hat der 66-jährige Thüringer eine kuriose Erklärung.

Ein herrenloses Pannenauto, umstellt von Blumenkübeln, sowie ein Mann, der gleich zweimal beobachtet wurde, wie er mit Schnittblumen beladen über die Autobahn läuft: Die Autobahnpolizei Mittelhessen hatte am Sonntag ein kurioses Rätsel zu lösen.

Anderthalb Stunden lang suchte die Polizei rund um Gießen nach einem 66-jährigen Thüringer, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Seine Erklärung: Auf der Autobahn 5 hatte sein Wagen kein Benzin mehr.

Per Anhalter zum Rastplatz Reinhardshain, um Blumen für Benzin zu verkaufen

Per Anhalter ließ er sich zum Rastplatz Reinhardshain bringen. Weil er aber nicht genug Bargeld hatte, verkaufte er dort zunächst Schnittblumen, um sich vom Erlös einen Kanister Benzin zu leisten. Wieder per Anhalter machte er sich dann auf die Suche nach seinem Auto – mangels Ortskenntnis allerdings erfolglos.

22 Kilometer weiter südlich, auf der A 45 in der Nähe des Gambacher Dreiecks, ließ er sich absetzen und ging zu Fuß weiter, bis ihn die Polizei schließlich aufgriff.

Neben einem Bußgeld wegen Parkens auf der Autobahn droht ihm nun ein Kostenbescheid für den Polizeieinsatz.

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