Wartburgregion: Mehr als 150 Wehrleute nach Unwetter im Einsatz

Wartburgregion  In Eisenach müssen die Einsatzkräfte nicht tätig werden. Dafür hat es andere Teile des Kreisgebietes heftig erwischt. Durch den Starkregen sind Keller und Unterführungen voll gelaufen. Ein Schwerpunkt war das Erbstromtal.

Dieses tolle Foto gelang Leser Frank Bachmann am Dienstagabend 21.30 Uhr, aufgenommen an der Ecke Langensalzaer zur Hörselstraße.

Foto: Frank Bachmann

Für mehr als 150 Wehrleute war in der Nacht zum Mittwoch rund um Mitternacht plötzlich Feierabend mit Feierabend. Während die Kameraden in der Stadt Eisenach Glück hatten, waren im Kreisgebiet viele auf den Beinen, um die Folgen des Unwetters zu bekämpfen. Insgesamt 19 Einsätze in nur wenigen Stunden vermeldeten die Wehren in den hauptsächlich betroffenen Gebieten. Ein Schwerpunkt war auch das Erbstromtal, dort ging es mit den Alarmierungen bereits kurz vor Mitternacht los.

Brauner, schlammiger Fluss auf der Straße

In Seebach etwa wurde die Hauptstraße komplett überflutet, die Fahrbahn wurde unter einem Fluss brauner, schlammiger Flüssigkeit verborgen, das Wasser drückte schon die Abwasserrohre hoch. In der Neuen Straße entwickelten die Wassermassen solch eine Kraft, dass ein Gullydeckel einfach weggespült und ein Loch in die Straße gerissen wurde. In Ruhla und Seebach hatten die Wehren zudem mit mehreren voll gelaufenen Kellern zu kämpfen.

Und das Wasser aus Seebach und Ruhla bahnte sich dann natürlich den Weg hinunter Richtung Wutha-Farnroda und die Gemeinde Hörselberg-Hainich. In Wutha-Farnroda waren ebenso mehrere Keller voll gelaufen, einmal hatte es für einen kompletten Stromausfall gesorgt. In einem Gebäude in der Schönauer Straße drohte der Schlamm gar das Haus zu überfluten. In der Ruhlaer Straße war eine Tiefgarage akut vom Volllaufen bedroht, und das direkt neben der Feuerwache. Zwischen Schönau und Wutha hatte das Wasser mehrere Bäume auf die Straße gespült und die Fahrbahn unterspült. Die Landesstraße musste in Richtung Wutha einseitig gesperrt werden. Die Deubacher Straße war in Schönau komplett unter Wasser.

In der Gemeinde Hörselberg meldeten die Wehrleute um 1.21 Uhr, dass die Unterführung der Schenkstraße in Kälberfeld nicht mehr für Autos passierbar sei, da dort ein Wasserstand von rund 20 Zentimeter Höhe erreicht sei. Noch gestern Mittag waren Gemeindearbeiter damit beschäftigt, dort wieder für Ordnung zu sorgen. Auch in Immelborn war eine Unterführung vollgelaufen. Nichts ging da mehr.

In Mihla war die Lauterbacher Straße zeitweise durch Schlamm von einem Feldweg überflutet und sie war zeitweise unter Wasser, in der Feldstraße lief ein Keller voll. Die Treffurter Wehrleute mussten in einem Haus in der Straße des Friedens helfen, wo das Wasser zehn Zentimeter hoch im Keller stand. In Großburschla war der Lange Weg überspült.

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