Freie Bahn für fast 40 Häuslebauer

Mellingen  Im zweiten Abschnitt des Wohngebietes am westlichen Rand von Mellingen war gestern Erschließungs-Abnahme

Die Mellinger Abnahme-Runde blickte gestern in rund 20 Kanalschächte. Foto: Michael Grübner

Die Mellinger Abnahme-Runde blickte gestern in rund 20 Kanalschächte. Foto: Michael Grübner

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Rund zehn Monate haben die Erschließungsarbeiten zum zweiten Abschnitt des Neubaugebietes "Zwischen den Dörfern über der Chaussee" in Mellingen gedauert. Gestern trafen sich die Beteiligten zur Abnahme: 3200 Quadratmeter neue Straßenflächen mit Nebenanlagen sowie rund 20 Kanalschächte waren in Augenschein zu nehmen. Fazit von Planerin Katrin Katzung: Es sind nur einige wenige Nacharbeiten zu leisten, für welche die Baufirma Schlösser-Haus bis Ende November Zeit hat – danach gibt es noch einen Kontrolltermin.

Ganz neu ist das Wohnungsbaugebiet nicht mehr: Im ersten Abschnitt ab Mitte der 90er-Jahre entstanden hier bereits 63 Häuser. Dann brachten eine Flaute am Immobilienmarkt und mehrere Investoren-Wechsel den Fortgang ins Stocken. Erst mit dem Einstieg der Jenaer Firma MBG als Erschließungsträger kam auch der zweite Bauabschnitt auf den Weg.

Er umfasst rund 10 000 Quadratmeter, aufgeteilt in 39 Baugrundstücke. Auf 12 laufen bereits Bauarbeiten oder beginnen demnächst. 15 sind noch zu haben. Den Interessenten sind kaum Grenzen gesetzt: Vom Bungalow bis zum Mehrgenerationenhaus ist alles möglich. Festgelegt sind lediglich die maximale Dachfirst-Höhe von neun Metern, das Verbot von Flachdächern sowie (indirekt) das Heizmedium: Erdgas wurde hier bewusst nicht mit verlegt, Ölheizungen lehnt der geschäftsführende Gesellschafter der MBG, Matthias Beerbaum, ebenfalls ab. Die Häuslebauer sollen Erdwärme-Anlagen installieren und dafür Fördermittel in Anspruch nehmen. Auch die 17 LED-Straßenlaternen erfüllen ökologische Ansprüche.

Eine weitere Auflage: Wer hier baut, verpflichtet sich, auf seinem Grundstück zwei Bäume zu pflanzen. Sie und die vorgesehenen Begrünungen auf öffentlichen Flächen sind der Ersatz für die Bäume und Sträucher, die auf der jahrelang unberührten Fläche gerodet werden mussten.

Die künftigen Namen der neuen Straßen stehen übrigens schon fest: Waidmühlenweg, Meldinger Weg, Lerchenweg und Dr.-Förtsch-Platz.

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