Hamburg/Bremen (dpa/tmn). Auf Verbraucherinnen und Verbraucher kommen wohl künftig höhere Gas- und Ölpreise zu. Was Sie tun können, um Energiekosten zu senken - und warum eine neue Öl- oder Gasheizung keine gute Idee ist.

Auch wenn es übergangsweise rechtlich noch möglich ist: Vom Einbau neuer Gas- und Ölheizungen rät die Verbraucherzentrale Hamburg Immobilienbesitzern angesichts steigender Öl- und Gaspreise ab.

Die Entwicklung der Emissionskosten zeige den Verbraucherschützern zufolge, dass mit Gas- und Ölheizungen „erhebliche Preisrisiken“ verbunden seien. So beträgt der CO2-Preis, der beim Heizen mit Erdgas und Heizöl fällig wird, seit dem 1. Januar dieses Jahres 45 Euro pro Tonne. Zuvor waren es 30 Euro. Ein weiterer Anstieg sei für die kommenden Jahre geplant, informiert die Verbraucherzentrale Hamburg.

Hinzu kämen die weggefallenen Energiepreisbremsen und eine höhere Mehrwertsteuer für Erdgas. Denn auf Gas wird vom 1. März an wieder der normale Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent fällig. Aktuell gilt noch der seit Oktober 2022 reduzierte Steuersatz von sieben Prozent.

Der Verbraucherzentrale Bremen zufolge existierten mit Wärmepumpen, Pelletheizungen oder Fernwärme aber inzwischen für „nahezu jedes Gebäude sinnvolle Alternativen“, wie es in einer Mitteilung heißt. Aktuelle Förderungen unterstützten die Anschaffung dieser neuen Heiztechniken.

Wie lassen sich die Energiekosten senken?

„Neben den Energiepreisen und den damit verbundenen Steuern und Abgaben ist der individuelle Energieverbrauch ausschlaggebend für die entstehenden Kosten“, sagt Silke Langhoff von der Verbraucherzentrale Hamburg. So könne etwa die nachträgliche Wärmedämmung eines Hauses mehr als 40 Prozent Heizkosten einsparen.

Heizzeiten und hydraulischer Abgleich

Eine weitere Stellschraube sei die Heizung selbst, so Langhoff. „In vielen Fällen arbeiten Heizungsanlagen ineffizient und haben zu hohe Temperaturen oder geben Wärme ab, die nicht gebraucht wird.“ Die Heizungsregelung biete dann viel Potenzial, um diese Wärmeverluste zu verringern. Damit könnten Vorlauftemperaturen gesenkt und Heizzeiten an den jeweiligen Bedarf angepasst werden.

Bei zentralen Heizungen sollte zudem ein hydraulischer Abgleich vorgenommen werden. Dieser soll dafür sorgen, dass genau die Menge an Heizungswasser durch die Heizkörper fließt, die tatsächlich benötigt wird. Durchführen können ihn Heizungsfachbetriebe.

Und auch der eigene Wärmeverbrauch kann reduziert werden, etwa indem man Raumtemperaturen leicht absenkt, so die Verbraucherzentrale Hamburg. Oder indem man weniger Warmwasser verbraucht. Auch ein Anbieterwechsel kann unter Umständen Geld sparen.