Berlin (dpa/tmn). Klar, weggeworfene Kippen können eine Brandgefahr darstellen. Doch auch ein unachtsam abgestelltes Auto kann verheerende Feuer verursachen.

Bei erhöhter Waldbrandgefahr sind Autofahrer besser besonders achtsam, wo genau sie ihr Auto abstellen wollen. Am besten nutzen sie nur ausgewiesene Parkflächen aus Schotter oder Asphalt, rät der Auto Club Europa (ACE). „Auch, wenn das einen kleinen Fußweg bedeutet“, so ACE-Sprecher Sören Heinze.

Vom Kat kann Brandgefahr ausgehen

Brandgefahr geht demnach generell von Fahrzeugen mit Kat aus, wenn sie auf trockenem, brennbarem Untergrund parken. Das betreffe Benziner und auch Diesel mit Oxidationskatalysator. Schon nach wenigen Minuten Fahrzeit kann der Kat bis zu 800 Grad heiß werden.

Daher das Auto besser nie dort parken, wo die Auspuffanlage mit leicht Entzündlichem wie Gras, Laub oder Stroh in Verbindung kommen kann. Das könnte auch schon ein grasbewachsener Straßenrand sein.

Trockenes Gras etwa kann sich laut ACE schon bei 300 Grad entzünden. So kann demnach allein die Wärmestrahlung eines heißen Kats für einen Brand ausreichen - selbst bei scheinbar genügend Bodenfreiheit.

Zudem bedeuten unebener Boden, hochstehende Gräser und entzündliche Nadeln auf dem Erdboden nicht nur für Brandgefahr für tiefe Sportwagen, sondern auch für Autos mit mehr Bodenfreiheit wie SUV. Die Bremsen eines Autos können ebenfalls sehr heiß werden.

Auch ohne Kat kann es brenzlig werden

E-Autos indes haben keinen Katalysator, auch andere Teile wie Bremsen erhitzen sich nicht so stark. So ist die ausgehende Gefahr in der Regel gering. Vorsicht ist aber bei Verbrennern ohne Kat angeraten, etwa bei Oldtimern und älteren Fahrzeugen: Sie haben oft keine untere Motorraumverkleidung. So könnten heiße Bauteile trockenes Gras und Pflanzen entzünden. Auch hier: Im Zweifel auf nicht brennbaren Untergründen wie Asphalt oder Kies parken.