Kyffhäuserkreis wird 25 Jahre alt und will zwei Kliniken retten

Kyffhäuserkreis  Die Festwoche zur Gründung des Kyffhäuserkreises ist im Juli geplant. Investitionen in Schulbauten sind vorgesehen.

Nach der Insolvenz der DRK-Krankenhausgesellschaft will der Landkreis die beiden Kliniken im Kyffhäuserkreis kommunalisieren.

Nach der Insolvenz der DRK-Krankenhausgesellschaft will der Landkreis die beiden Kliniken im Kyffhäuserkreis kommunalisieren.

Foto: Dirk Bernkopf

In Bad Frankenhausen wird der Neubau des Kyffhäuser-Gymnasiums fertiggestellt, und in Artern soll der Spatenstich für eine Mehrzweckhalle erfolgen. 8,5 Millionen Euro kostet der Bau.

In dem Jahr, in dem der Kyffhäuserkreis 25 Jahre alt wird, könnten Baumaßnahmen wie diese von besonderer Bedeutung sein. Rund um das Jubiläum am 1. Juli wird auch die Frage zu beantworten sein, ob aus zwei Landkreisen einer geworden ist. Im Zuge der verworfenen Kreis-Gebietsreform hatten Kommunalpolitiker im Ostkreis die Frage auch schon einmal mit Nein beantwortet.

Rund 19 Millionen Euro will der Landkreis im Jubiläumsjahr investieren. Finanziert wird damit auch ein Teil des 4,75 Millionen Euro teuren „Radwegs in die Steinzeit“, der vom Unstrut-Werra-Radweg zur Ausgrabungsstätte „Steinrinne“ in Bilzingsleben führt. Das Feuerwehrtechnische Zentrum in Artern steht ebenfalls auf der Agenda. „Wir führen derzeit noch Gespräche mit dem Innenministerium über eine Förderung“, erklärte Landrätin Antje Hochwind (SPD) im Gespräch mit TA. In die ehemalige Borlachschule in Artern sollen nach dem geplanten Umbau neben dem Technikzentrum mit der Ausbildungsstrecke für Atemschutzträger auch die Arterner Außenstellen des Landratsamtes, der Volkshochschule und der Musikschule einziehen.

Nach Jahren des Wartens startet der Breitbandausbau. Sobald die Telekom ihre Planungen abgeschlossen hat und das Wetter es zulässt, werden die Kabel für das schnelle Internet verlegt. Das sei ein wichtiger Schritt für den Landkreis, so Hochwind.

Bestimmendes Thema wird in diesem Jahr aber die Rettung der beiden Krankenhäuser nach der Insolvenz in Eigenverwaltung der DRK-Krankenhausgesellschaft bleiben, erklärte die Landrätin. Die Abstimmungen mit dem Landesverwaltungsamt und dem Landkreis Nordhausen zur Gründung einer kommunalen Trägergesellschaft laufen. „Die Übernahmebedingungen müssen geklärt werden und das in sehr kurzer Zeit“, erläutert Hochwind. Das Landesverwaltungsamt müsse die Gründung genehmigen. Dafür bedarf es erheblicher Vorarbeiten und Beschlüsse. Auf der anderen Seite muss das Angebot bis Ende Februar vorliegen, dann läuft das Insolvenzgeld aus. Dass es auch andere Interessenten an den Kliniken der DRK-Krankenhausgesellschaft geben könnte, damit rechnet die Landrätin inzwischen ebenfalls.

Auch um das Medizinische Versorgungszentrum mit seinen zahlreichen Arztpraxen im Kyffhäuserkreis wolle man sich bewerben. „Die Strukturen gehören zusammen und sollen nicht auseinandergerissen werden“, so Hochwind. Ob die kommunale Trägergesellschaft am Ende neben den Kliniken in Sondershausen und Bad Frankenhausen auch das Sömmerdaer Krankenhaus übernehmen könnte, sei noch nicht abschließend entschieden. „Das ist immer noch die Vorzugsvariante. Das hängt aber davon ab, ob der Landkreis Sömmerda mitzieht“, so Antje Hochwind.

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