Tausende Besucher drängen zur Tattoo-Convention nach Erfurt

Erfurt  Tattoos sind schon lange keine Männersache mehr. Auch viele Frauen zeigen am Wochenende in der Thüringenhalle, welch fantastische Werke ihre Körper zieren.

Beim Körperkult gibt es kaum Grenzen. Auch deshalb lockte die 11. Tattoo-Convention am Wochenende zahlreiche Besucher in die Erfurter Thüringenhalle.  

Beim Körperkult gibt es kaum Grenzen. Auch deshalb lockte die 11. Tattoo-Convention am Wochenende zahlreiche Besucher in die Erfurter Thüringenhalle.  

Foto: Kai Mudra

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Überall ein leises Surren von Tätowiermaschinen. Diese tackern sich mit Hunderten Nadelstichen in die Haut, immer kleine Farbtröpfchen hinterlassend. Viel Pein für die 11. Tattoo-Convention am Wochenende in der Erfurter Thüringenhalle – aber auch viel Freude, wenn der Hautschmuck nach stundenlanger Prozedur sitzt.

Frauen hätten stark aufgeholt, sagt Daniel Krause, einer der Stars der Tattoo-Szene und unter anderem durch die Vorabendserie „Berlin Tag & Nacht“ bekannt. „Etwa die Hälfte der 18- bis 25-Jährigen trägt heutzutage ein Tattoo.“ Krause, der Chef von Classic Tattoo Berlin ist, geht sogar noch weiter: Weil Frauen sich ihre Tattoos gründlicher überlegen, sich die Künstler gewissenhafter aussuchen, würden fantastische Werke entstehen, fügt der Experte hinzu. Bald werde es so sein, dass im Sommer Frauen im Bikini stolz ihre Stechmalerei zeigen und die Männer mit blassem Körper daneben stehen, meint er scherzhaft.

Etwa 80 Aussteller, zumeist Tätowierstudios aus der Region, zeigten in Erfurt ihr Können, und kurz entschlossene Messebesucher hatten die Chance, sich das eine oder andere kleine Kunstwerk stechen zu lassen.

Es gebe für Tattoos keine Altersgrenze, sagt Daniel Krause. Auch hier seien es vor allem Frauen. Wenn sie ihr Leben noch einmal umkrempeln. dann würden sich immer mehr auch eine Tätowierung zulegen.

Doch die Szene ist vielfältig. So konnten die Besucher Showpiercings bewundern, beispielsweise Federschmuck, der unter der Haut am Rücken befestigt wird So etwas könne zwei Stunden lang getragen werden, erklärt Anna vom Erfurter Taka-Team. „Bei guter Wundversorgung bleiben keine Narben“, versichert sie.

Eva Stadler von „Stichpunktartig“ formte aus ihrem männlichen Model in sechs Stunden harter Arbeit eine furchteinflößende Fantasiefigur.

Neben Darstellerinnen, Tätowiererinnen und einer Sängerin aus „Berlin Tag & Nacht“ heizten mehrere Szenebands den Messebesuchern kräftig ein.

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