Landkreis Greiz: Sturm, Hagel und Starkregen hinterlassen Spuren

Greiz/Langenwetzendorf/Zeulenroda-Triebes  Es dauerte nur wenige Minuten, richtete aber vor allem in Langenwetzendorf und Zeulenroda-Triebes Sachschaden an: Das Unwetter am Sonntagabend.

Dieser große Ast im Zeulenrodaer Puschkinpark hielt dem Sturm am Sonntagabend nicht stand und knickte ab. Foto: Katja Krahmer

Dieser große Ast im Zeulenrodaer Puschkinpark hielt dem Sturm am Sonntagabend nicht stand und knickte ab. Foto: Katja Krahmer

Foto: zgt

"Es war Sekundensache, dann war alles vorbei. Aber der Schaden, der ist geblieben", sagt Ingrid König aus Zeulenroda wehmütig. Als am Sonntagabend das Unwetter über Zeulenroda wütete, machte dieses auch vor ihrem Garten im Alaunwerk nicht halt und entzweite eine 40 Jahre alte ­Silberfichte.

In Mitleidenschaft wurde dabei nicht nur der Gartenzaun gezogen, sondern auch weitere Pflanzen. "Es sieht aus wie auf einem Trümmerfeld", beklagt König.

"Ich hatte zwar keine Unwetterwarnung, aber es war ab­sehbar. Insofern waren wir vorbereitet auf die Dinge, die uns ­ereilten", sagt Steffen Jubold, Stadtbrandmeister von Zeulenroda-Triebes. 30 Feuerwehrmitglieder aus Zeulenroda und Kleinwolschendorf seien kurz nach dem Unwetter am Sonntagabend ausgerückt. Fast überall ging es um abgeknickte Äste und große Baumteile, die den Straßenverkehr beeinträchtigt haben.

In der Schopperstraße führten ausgespülte Gullydeckel zu Behinderungen. Insgesamt, so schätzt Jubold ein, habe Zeulenroda-Triebes aber Glück gehabt. "Auch das Stadtfest ist mit einem blauen Auge davongekommen", kommentiert der Stadtbrandmeister die Tatsache, dass Sturm und Regen erst dann heftig einsetzten, als die Band "Rooby Poo" bereits ihr letztes Lied gespielt hatte.

Mehrere Bäume stürzen in Langewetzendorf um

Auch die Langenwetzendorfer Ortsteilfeuerwehren waren mehrfach im Einsatz, um die Sturmschäden zu beseitigen. Neben abgeknickten Ästen, die die Straßen in Richtung ­Zoghaus, Daßlitz oder Naitschau blockierten, wurden auch zwei Freileitungen durch das Unwetter abgetrennt, berichtet Atemschutzgerätewart Marcel Ehlert. Mit am schlimmsten getroffen habe es den Langenwetzendorfer Park, wo mehrere große Bäume umgestürzt sind. ­"Momentan ist dort abgesperrt. Aber die Stelle wird nach und nach vom Bauhof geräumt", so Ehlert.

In Auma-Weidatal sah die ­Situation deutlich entspannter aus. Geregnet habe es laut Stadtbrandmeister Peter Fischer fast gar nicht, lediglich gestürmt. Die Freiwillige Feuerwehr rückte nicht aus.

Glimpflich kam auch die Park- und Schlossstadt davon. Laut Auskunft der Greizer Feuerwehr gab es lediglich zwei Einsätze in Zusammenhang mit dem Sturm/Unwetter. So wurde in der Waldstraße ein Baum ­entwurzelt und fiel um. Größere Schäden oder gar Verletzte gab es durch diesen Vorfall aber nicht.

In Greiz-Pohlitz brach durch einen Blitzeinschlag ein größerer Ast von einem Baum ab und fiel auf die Straße. Dabei wurde ein Auto leicht beschädigt.

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