Eichsfeld. Die Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde bereiten den Ort für die 900-Jahr-Feier vor. Dafür gibt es einiges zu tun.

„Solch‘ ein Gewimmel möchte ich sehn …“, textete Johann Wolfgang Goethe einst. Samstag nach Pfingsten waren viele Einwohner Hüpstedts auf den Beinen. Bürgermeisterin Claudia Kummer (CDU) zeigte sich angetan vom Interesse der Hüpstedterinnen und Hüpstedter, ihren Ort auf die 900-Jahr-Feier vorzubereiten.

Der Ortschaftsrat hatte aufgerufen, Straßen und Plätze zu reinigen und zu verschönern. Mehr als 200 Menschen, Kind und Kegel, Jung und Alt, folgten dem Aufruf und betätigten sich von 9 bis 13 Uhr mit Spaten, Hacke, Schaufel, Besen und manche auch mit großem Gerät. Die Gewerbetreibenden fuhren an einigen Stellen kurzfristig auf, was bei den umfangreichen Arbeiten und den vielen Händen half.

Faschings- und Kirmesverein greifen mit an

An der Schule war der Förderverein mit einer Vielzahl Eltern und Schüler aktiv und hatte mit Pflanzerde, Blumen und Büschen bereits vorgesorgt. All das wurde nach dem Bereinigen und Vorbereiten der Flächen eingepflanzt und harrt jetzt bei den sommerlichen Bedingungen der guten Pflege. Der Faschingsverein war unter anderem in der Mühlhäuser Straße aktiv, der Kirmesverein im Umfeld des Kirchplatzes.

„Auch im Unterdorf wurde durch Familien und dortige Gewerbetreibende ein sehr ansehnliches Dorfbild geschaffen. Der Künstler Heinz Günther hatte eine Rabenbank gefertigt, die in Beberstedt mit der Spatzenbank, in Silberhausen mit der Eselsbank und in Kefferhausen mit der Quellenbank in anderen Orten der Landgemeinde ,Partnerbänke´ hat. Eine sehr durchdachte und wohlgelungene Idee“, findet Dietmar Kaiser, ehemaliger Eichsfelder Polizeichef und Einwohner Hüpstedts. Der Aufstellort der Bank wurde so vorbereitet, dass sie nach dem Streichen in Kürze auch aufgestellt werden kann.

Zahlreiche Einwohner des Dorfes hatten sich an der Aktion beteiligt.
Zahlreiche Einwohner des Dorfes hatten sich an der Aktion beteiligt. © Dietmar Kaiser

Am Anger hatten sich die Anwohner kurzerhand zum „Team Anger“ erklärt und Rabatten, Wege und Sitzgelegenheiten auf Vordermann gebracht. Mit viel Mühe gelang es, den Brunnen in der Breiten Straße vor der Kirche zum Laufen zu bringen. Ersichtlich wurde dabei auch, dass für das dauerhafte Funktionieren noch einiges zu tun ist. Sogleich wurde mit der Planung dieser Arbeiten begonnen, um rechtzeitig zur 900-Jahr-Feier einen sprudelnden Brunnen zu haben.

Ausstrahlung der Sendung im Juni geplant

Der Kirchortrat hat im Umfeld der Kirche gewirkt, dabei eine neue Kastanie gepflanzt und der Rentner Joseph Wegerich hat die umfangreiche Sanierung der Kirchenmauer, an der er seit Monaten arbeitet, fortgesetzt. Auf dem Kirchplatz wurde die renovierte Tafel zur Erinnerung an die Gemeindepartnerschaft mit Hipstedt in Niedersachsen wieder aufgestellt.

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All das wurde neben vielen anderen Aktivitäten dieser Tage vom MDR für die Sendung „Unser Dorf hat Wochenende“ dokumentiert. Der Sender war mit zwei Drehteams vor Ort und schaute sich das Wochenendleben des 1500-Einwohner-Dorfes nach 2017 zum zweiten Mal an. Die Sendung wird am 9. und am 15. Juni zu sehen sein. „Ansporn ist das sicher für viele Hüpstedter, in den nächsten Wochen weiter am Dorfbild vor dem Festwochenende zu werkeln, den Umzug vorzubereiten und vor allem, sich selbst mit den Feierlichkeiten ein Geschenk zu machen“, ist sich Kaiser sicher. 

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