Erfurt. Nicht nur der OB-Wahlkampf bewegt die Bürger. Auch Krankenhaus-Verpflegung ist ein wichtiges Thema für die Erfurter. Hier sprechen sie selbst.

Die Verpflegung lässt im Helios-Klinikum zu Wünschen übrig

Jutta Schieke aus Erfurt zum Leserbrief vom 4. Mai 2024 vom Ehepaar Buschendorf: „Ich möchte dazu berichten, dass das Essen im Helios stark nachgelassen hat. Es hat wirklich Discounterniveau angenommen. Ich war auch zu DDR-Zeiten ob im Helios für mehrere Wochen. Beim Frühstück hatte man die Wahl von mindestens 2 verschiedenen Marmeladen, Honig Käse, Wurst Brot oder Brötchen 1 oder mehr. Zu trinken gabs Malzkaffee, Milch, Tee. Zum Mittagessen 2 oder 3 verschiedene Mahlzeiten zur Wahl. Abends gabs Brot mit Käse, verschiedene Wurst, 2 Scheiben oder mehr. Es gab Tee oder Rest Milch oder Kaffee was vom Frühstück übrig war. Die Nachtschränkchen und anderes Mobiliar wurden täglich sauber gemacht, der Fußboden alle 2 Tage gewischt, zu DDR-Zeiten. Zuletzt war ich 2016 im Helios, da wurde 2 Mal der Fußboden gewischt innerhalb 10 Tage, die Nachtschränkchen gar nicht. Das KKH soll in der Verpflegung besser sein. Ich war aber noch nicht als Patient dort. Das Pflegepersonal ist ein Helios sehr nett.“

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Aufgabenkritik in der Erfurter Stadtverwaltung?

Rico Marbach aus Erfurt über offene Stellen in der Stadtverwaltung: „Die Erfurter Bürger haben in den letzten Jahren aus dem Rathaus unterschiedliche Zahlen hinsichtlich nicht besetzter Stellen gehört - in einem Artikel dieser Zeitung war vor einigen Wochen von 600 offenen Stellen die Rede. Das Thema Personalmangel wurde häufig bemüht, wenn angestrebte und publizierte Ziele nicht erreicht worden sind oder einfach irgendwo die Säge klemmte...
Der ursprüngliche Sinn des öffentlichen Dienstes bestand darin, dass die Bürgerschaft Steuern bezahlt, um bestimmte, im allgemeinen Interesse liegende, Aufgaben erledigen zu lassen. Das Grundgesetz geht vom ordnenden, insbesondere vom dienenden Staat aus; das Individuum steht im Mittelpunkt. Folgerichtig benennt die Thüringer Kommunalordnung eigene Aufgaben der Kommune - auch z. B.: „...die Sicherung und Förderung eines bedarfsgerechten öffentlichen Angebotes an Bildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen,“. Pflicht und Kür müssen unterschieden, knappe Ressourcen dort, wo es am nötigsten ist, konzentriert werden.
Voraussetzung dafür ist eine objektive Aufgabenkritik! Möglicherweise sollte, z. B., evaluiert werden, ob alle kulturellen Angebote/Veranstaltungen zumindest hinreichend nachgefragt werden, oder: Ist die Unterstützung mancher Vereine doch nicht eher politisch (einzelne Parteiinteressen) motiviert...?
Die aktuellen Wahlergebnisse zeigen, aus meiner Sicht, auch, dass mit Steuergeldern sorgsam und wirtschaftlich umgegangen werden soll.“

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Das Marienmosaik sollte an einem barrierefreien Ort gezeigt werden

Peter Strobel aus Erfurt über das Marienmosaik im Erfurter Dom: „Seit März 2019 ist das Marienbild im Dachstuhl des Domes wieder zu besichtigen. Leider ist der Weg zum Bild, für Ältere und Behinderte nicht möglich. Für Erfurt wäre es eine Attraktion, dieses Bild für alle sichtbar anzubringen. Mein Vorschlag wäre, das Bild in einer der Kavaten hinter Glas und der entsprechenden Beleuchtung auszustellen. Mit einer Größe von 6,13m x 8,63 m müsste diese möglich sein. Mir ist auch bewusst, dass dieses finanziell eine Herausforderung wäre. Ich bin aber überzeugt, mit einem Spendenaufruf wäre der Umzug des Bildes zu realisieren.“

In Erfurt ist nicht alles auf Bundespolitik zurückzuführen

Oliver Ruhe aus Erfurt reagiert auf einen Leserbrief zur OB-Wahl:Sorry, aber was Frau Neumann, im zweiten Absatz meint, geht ja mal so ganz am Geschehen vorbei. Bausewein muss die Gründe nicht bei der Bundespolitik suchen, sondern bei sich selber.
Theater, Ausländerproblematik mit angesehenen Fachkräften, Buga 2026 etc. alles hausgemacht und nicht bundespolitische Themen. Auch sollte man vor lauter Verdruss endlich aufhören, alles immer als Grund zu nehmen. Energiepreise sind wieder so niedrig wie nie, es gibt keine steigenden Arbeitslosenzahlen, genauso geht es in Thüringen aufwärts.
Da wird wieder alles in einen Topf geschmissen, was bundespolitisch angeblich falsch läuft, weil es einfach ist zu meckern, statt sich hinzusetzen und die Fakten zu prüfen. Ja 400.000 Wohnungen sind noch nicht gebaut, galt aber auch für die ganzen 5 Jahre und wir haben 3 1/2 aktuell. Hinzu kamen Corona und der Ukrainekrieg so, dass sich alles verschob, teurer machte und dies eben folgen hatte. Und dass Schulbildung Ländersache ist, geschenkt. Es ist echt schwer, wenn man Bundeslandes und Kommunalpolitik in einen Topf schmeißt und nicht mehr unterscheiden kann. Schulneubauten vergessen, Turnhallenbau vergessen.
Kann man alles beachten, wenn man will, aber das wäre nicht so einfach wie meckern. Und doch AfD anmeckern gilt, es muss nämlich gezeigt werden, dass sie keine Alternative ist. Sollte nach den letzten Wochen eigentlich endlich jeder verstanden haben. Leider ist aber das AfD-Gelabber einfach unerträglich und für den ein oder anderen einfach zu verstehen.
Hintergründe egal.“

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