Landkreis Gotha. Gotha richtet Thüringer Naturschutztag aus. Hörsels neuer Gemeinderat kommt zusammen. Perthes im Gespräch über deutsche Afrika-Expedition. Fotoausstellung-Ausstellung in Schnepfenthal verbindet Paris und Ukraine.

Foto-Ausstellung verbindet Paris und Ukraine

Künstlertrio zeigt in GutsMuths-Gedächtnishalle Impressionen aus Weltmetropole und vergessenen Regionen

Schnepfenthal. Wiedersehen und Einblicke in die große, weite Welt verbinden sich mit der neuen Ausstellung in der GutsMuths-Gedächtnishalle Schnepfenthal. Natalia Bogdanovska, Sergej Schvedenko und Marc Sagnol spannen mit Fotografien einen Bogen zwischen Paris und der Ukraine.

Seit 2018 arbeitet Galerieleiter Kamen Palow mit Marc Sagnol, ehemaliger Kulturbeauftragter Frankreichs in Thüringen, zusammen. Sagnol ist verheiratet mit der Journalistin, Fotografin, Filmregisseurin Natalia Bogdanovska, in der Region Irkutsk (Sibirien) geboren. Beide verbindet eine Freundschaft mit Sergej Schvedenko aus der Ukraine.

Das Trio präsentierte 2022, im Jahr des Überfalls Russlands auf die Ukraine, erstmals zusammen eine Ausstellung in Schnepfenthal mit Impressionen von Frankreich und aus der Urkaine. Nun folgt deren Fortsetzung.

Bogdanovska zeigt Bilder zum Thema „Paris außerhalb der Feier“, Schvedenko Landschaftsaufnahmen. Er setzt dabei bevorzugt eine Lochkamera ein. Ohne Objektiv hat er Impressionen am Wasser festgehalten. Marc Sagnols Flussbilder, vorwiegend aus Frankreich und der Ukraine, bilden dazu das Pendant.

In seiner Freizeit durchstreift der Philosoph, Schriftsteller, Fotograf und Filmregisseur die ehemaligen „Kronländer“ Galizien und Lodomerien, die heute auf dem Gebiet der Ukraine liegen. In dieser Ausstellung zeigt er Bilder aus diesen trotz der Aktualität fast vergessenen Regionen, stellt Pawlow fest. Seine letzten Reisen in die Ukraine unternahm Sagnol 2023.

Die Ausstellung ist bis 14. Juli in Schnepfenthal zu sehen. Zur Finissage, Beginn 17 Uhr, am Nationalfeiertag Frankreichs wird Sagnol in den Räumen der GutsMuths-Halle sein Buch „Galizien und Lodomerien – Spurensuche in der Ukraine“ (Kadmos 2021) vorstellen. wifi

Absage an die Heimatpartei in Friedrichroda

CDU für überparteiliche Zusammenarbeit. Ex-NPD-Politiker beteuert Gesinnungswandel

Die Stadtratsfraktion der CDU in Friedrichroda hat Hans-Georg Creutzburg als Vorschlag für die Position des stellvertretenden Bürgermeisters eingereicht. Die Kandidatur solle vor allem dem Bürgerwillen gerecht werden, teilte Creutzburg mit. Zudem erneuerte der Spitzenkandidat der CDU seinen Aufruf zur überparteilichen Zusammenarbeit.

Im Zuge der Kommunalwahl ist auch die Thüringer Heimatpartei (THP) in den Stadtrat eingezogen. Die Fraktion hat zwei Sitze inne. Ob er und die CDU auch mit der THP kooperieren wird, stellte Creutzburg erst auf Nachfrage klar: „Es wird keine Zusammenarbeit mit der Heimatpartei geben - Punkt!“ Die CDU werde mit allen Parteien über Sachfragen reden und bei Initiativen um breite Zustimmung werben. „Vernünftigen Initiativen der Verwaltung beziehungsweise des Bürgermeisters und der anderen Fraktionen stimmen wir zum Wohl von Friedrichroda zu“, sagte Creutzburg.

Die THP wurde im Februar 2020 in Georgenthal gegründet. Parteivorsitzender ist Timo Pradel, der aktiv in der NPD in Nordrhein-Westfalen wirkte. „Ich habe die NPD allerdings schon vor über 10 Jahren verlassen und mich seitdem in politischer Hinsicht kontinuierlich weiterentwickelt“, erklärte Pradel in einer Pressemitteilung Anfang Mai. Eine Parallele zum NPD-Nachfolger „Die Heimat“ besteht Pradel zufolge nicht.

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Man habe sich bewusst für den Namen THP entschieden, weil ihnen die Begriffe „Heimat“ und „Thüringen“ wichtig seien, so Pradel. Er verwies zudem darauf, dass sich die NPD erst im vergangenen Jahr umbenannt hatte. „Auf die Namensgebung hatte die THP weder Einfluss noch wurde diese mit uns abgestimmt“, schrieb der Vorsitzende. Vergangene Woche wurde Pradel zum Fraktionsvorsitzenden der THP im Stadtrat gewählt. Das Gremium kommt in neuer Konstellation am Donnerstag, dem 13. Juni, um 19 Uhr zusammen. tl

Gotha richtet Thüringer Naturschutztag aus

In Gotha wird am Mittwoch, 12. Juni, der erste Thüringer Naturschutztag ausgerichtet. Der steht unter dem Motto „Biodiversität in Thüringen – Erfolge, Herausforderungen und Perspektiven“ Dazu sind in der Stadthalle Gotha Vorträge, Gesprächsforen und Themencafés geplant. Organisiert wird die Fachtagung von der Stiftung Naturschutz Thüringen. Zusätzlich wird es verschiedene Ausstellungen und vielfältige Themenstände der Naturschutzvereine und -verbände geben. Für Donnerstag stehen drei Exkursionen auf dem Plan. wifi

Perthes im Gespräch über deutsche Afrika-Expedition

Die deutsche Expedition nach Zentralafrika in den Jahren 1861/1862 rückt am Mittwoch, 19. Juni, in der Reihe „Perthes im Gespräch“ ins Blickfeld. An ihr waren August Petermann, Theodor von Heuglin und Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha beteiligt. Der Naturwissenschaftler und Ornithologe Wilfried Schmid wird die Ergebnisse seiner Forschungen zu der von Theodor Heuglin geleiteten Afrika-Expedition vorstellen. Schmid nimmt Theodor Heuglin als Afrikaforscher und Sammler bis heute erhaltener Vogelpräparate in den Blick. Zum 200. Geburtstag Theodor Heuglins im März 2024 erschien Schmids Biografie mit einem umfassenden Werkverzeichnis. Dafür hat er auch in der Sammlung Perthes recherchiert.

Der Vortrag beginnt 18 Uhr im Perthes Forum (Justus-Perthes-Straße, Gotha), der Eintritt ist frei. red

Hörsels neuer Gemeinderat kommt zusammen

Der neue Gemeinderat von Hörsel kommt am Mittwoch, 12. Juni, zu seiner ersten Sitzung nach der Wahl zusammen. Sie beginnt am um 18.30 Uhr im Schulungsraum der Feuerwache Hörselgau. Die Freien Wähler hatten mit 57,1 Prozent wieder die absolute Mehrheit im Gemeinderat errungen. Sie stellen damit neun von 16 Abgeordneten. Die anderen sieben die CDU-Fraktion. wifi

Gottesdienst der anderen Art in Gotha

Die Kirchgemeinde Augustin-Nord in Gotha lädt zu einem Gottesdienst der etwas anderen Art. Die Messe am Samstag, dem 22. Juni, beginnt nämlich um 21.35 Uhr. Der Beginn ist in der Augustinerkirche. Zum Abschluss kommt der Vollmond-Gottesdienst danach im gotischen Kreuzgang des Augustinerklosters mit einer Aufführung von Susanne Kelbert an der Blockflöte. Ein „ungewöhnlicher Kurz-Gottesdienst zu ungewöhnlicher Zeit“, verspricht die Kirchgemeinde. red

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