Nordhausen. In fünf Dörfern des Landkreises Nordhausen muss jetzt erst noch geklärt werden, ob die Sieger ihre Wahl auch annehmen wollen.

Klaus Otto heißt der überraschende Sieger der Ortsbürgermeister-Stichwahl in Sollstedt. Der 70-jährige parteilose Bewerber, der auf der Liste der SPD angetreten ist, setzte sich hauchdünn mit 51,2 Prozent der Wählerstimmen gegen die Einzelbewerberin Karola Kleofas durch, die auf 48,8 Prozent kam. 445 Sollstedter haben Otto ihre Stimme gegeben, 21 mehr als Kleofas (424). Die Wahlbeteiligung lag bei 49,4 Prozent. „Ich freue mich sehr, dass mir die Sollstedter mehrheitlich ihr Votum gegeben haben. Mir war aber schon klar, dass es ganz knapp werden würde“, sagte Otto am Sonntagabend in einer ersten Reaktion.

Vor zwei Wochen war der Wahlschein in fünf Dörfern des Landkreises leer, weil es dort keinen Bewerber um das Ehrenamt des Ortsteilbürgermeisters gab. Die Dorfbewohner schrieben daraufhin ihre personellen Wünsche auf.

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So kamen in Mauderode Eckehard Kramer und Lars Selle in die Stichwahl. Aus dieser geht Kramer am Sonntag als Sieger hervor. Von den 100 Wahlberechtigten beteiligten sich 62. Für Kramer votieren 62,3 Prozent und für Selle 37,7.

In Herrmannsacker will Dirk Bertram nicht mehr Ortsteilbürgermeister sein. Dennoch haben ihm die Dorfbewohner vor zwei Wochen die meisten Stimmen gegeben. Bei der Stichwahl hat ihn nun aber Karsten Schräpler überholt. Von den 280 Wahlberechtigten sind 192 zur Wahl gegangen. Das sind 68,6 Prozent. Von den 187 gültigen Stimmen erhält Schräpler 126 (67,4 Prozent). Bei Bertram machen 61 Dorfbewohner ihr Kreuz (32,6 Prozent).

Bei der Stichwahl in Haferungen hat Anne-Katrin Wolter 58 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten. Für Heiko Materne sprechen sich 42 Prozent aus. Von den 135 wahlberechtigten Haferungern haben sich 90 an der Stichwahl beteiligt. Das sind 66,7 Prozent. Fraglich bleibt, ob Wolter diese Wahl annimmt. Im Vorfeld der Kommunalwahlen hatte sie ihren Verzicht auf das Ehrenamt erklärt.

In Buchholz gewinnt Susann Gerlach (56,4 Prozent) die Stichwahl gegen Monika Wüstemann. Hier ist die Wahlbeteiligung mit 71,3 Prozent auffallend hoch.

Geht es nach dem Willen der Bewohner von Stempeda, ist Kirsten Reichardt ihre nächste Bürgermeisterin. In der Stichwahl erhält sie 57,1 Prozent der abgegebenen Stimmen. 42,9 Prozent entfallen demnach auf Riccardo Roßmell.

In allen Dörfern muss jetzt geklärt werden, ob die Stichwahlsieger diese Wahl auch annehmen.

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