Unstrut-Hainich-Kreis. Ein Dorf im Unstrut-Hainich-Kreis will die Grillhütte sanieren, ein anderes hat ein Storchennest gebaut. In Bad Tennstedt ist die Frist für den Schönheitswettbewerb der Renn-Enten verlängert worden. Das und mehr lesen Sie hier.

Ehrensold für ersten ehrenamtlichen Bürgermeister

Einen Ehrensold erhält der SPD-Mann Jörg Klupak, der jetzt für die Wählergruppe Klartext in den Stadtrat gewählt wurde, von der Stadt Bad Tennstedt. Er ist der erste Bürgermeister in der Kurstadt, der diese Sonderbezüge bekommt. Diese sind gesetzlich vorgeschrieben. Denn ehemalige ehrenamtliche Bürgermeister haben ab dem 60. Lebensjahr Anspruch auf Ehrensold, wenn sie mindestens drei Wahlperioden im Amt waren. Klupak bringt es sogar auf 16 Jahre als Stadtoberhaupt.

Er war auch der erste ehrenamtliche Bürgermeister von Bad Tennstedt. Denn bis zum Jahr 2000 hatte die Kurstadt noch einen hauptamtlichen Stadtchef. Die Höhe des Ehrensolds liegt bei einem Drittel der zuletzt gezahlten Aufwandsentschädigung. Demnach erhält er monatlich rund 400 Euro. Die Zahlung erfolgt rückwirkend ab Mai und wird auch künftig bei Besoldungsänderungen angepasst.

In der Verwaltungsgemeinschaft Bad Tennstedt gibt es allerdings bereits einen ehemaligen Bürgermeister, der Ehrensold bekommt: Jürgen Ehrlich aus Sundhausen. Seit 2016 erhält er die Zahlungen, die sich monatlich auf 225 Euro belaufen. Denn die Höhe der Aufwandsentschädigung, die der Ehrensold-Berechnung zugrunde liegt, richtet sich auch nach den Einwohnerzahlen des jeweiligen Ortes. Er war 32 Jahre lang Bürgermeister in Sundhausen. sas

Urleben bietet Störchen Nisthilfe

Urleben hofft darauf, dass sich künftig Störche im Ort ansiedeln. Matthias Grosch und Pierre Bessing haben sich dafür engagiert, den Tieren ein Nest zu bauen.

Den Anstoß gab der neue Funkmast am Dorfrand von Urleben in Richtung Tottleben. Weil dieser Strom braucht, musste eine Leitung neu verlegt werden. In diesem Zuge konnte eine Freileitung entfernt und das Kabel unter die Erde gelegt werden. Laut Bürgermeister Ronald Schmöller (parteilos) hätten die Thüringer Energienetze (TEN) als Betreiber den Strommasten zurückbauen müssen. So kam die Idee, auf diesem ein Nest für Störche zu bauen, weil die Tiere seit etwa drei Jahren über den Ort fliegen.

Per Kran wurde in Urleben das Storchennest auf einen ausrangierten Strommast gesetzt.
Per Kran wurde in Urleben das Storchennest auf einen ausrangierten Strommast gesetzt. © Matthias Grosch | Matthias Grosch

Die Gemeinde konnte den Strommast für den symbolischen Preis von 1,99 Euro von der TEN abkaufen. Dieser wurde ein Stück eingekürzt. Per Kran konnte dann darauf das Storchen-Nest gesetzt werden, das Grosch und Bessing aus einer vorgefertigten Konstruktion bauten. Die beiden wollen auch die Pflege des Horstes übernehmen, was die Gemeinde in einer Zweckvereinbarung festschreiben will.

„Die Ansiedlung von Störchen wäre eine Bereicherung für Urleben“, sagt Bürgermeister Schmöller. Auch für Radfahrer und Spaziergänger wären die Tiere eine Attraktion. Denn der Radweg K1 führt an Urleben entlang. In diesem Jahr war es allerdings zu spät für die Störche. Das Nest wurde erst kürzlich angebracht, als anderenorts im Unstrut-Hainich-Kreis schon der Storchen-Nachwuchs schlüpfte. sas

Kirchheilingen will Grillhütte sanieren

Für die Sanierung der Grillhütte am Ortsrand hat die Gemeinde Kirchheilingen Fördermittel aus dem Leader-Programm erhalten. Laut Bürgermeister Jan Behner (parteilos) sind 26.000 Euro bewilligt worden. Mit dem Geld soll auch das Gelände neu gestaltet werden.

Den Bau der Grillhütte hatte vor vielen Jahren der einstige Bürgermeister Friedhelm Bergfeld angestoßen, der die Idee von Estland mitbrachte. „Sie wird noch immer gern genutzt“, informiert Behner. Für Feiern, von Jugendlichen und auch von den Jägern, die für das Areal einige Tische und Bänke beisteuerten. „Wir überlegen noch, ob wir Toiletten bauen“, so der Bürgermeister. Denn bisher gibt es nur ein Dixi-Klo.

Laut Förderrichtlinie muss das Vorhaben bis 2016 umgesetzt sein. „Wir haben es uns für dieses Jahr vorgenommen“, sagt Behner. sas

Frist für Enten-Schönheitswettbewerb in Bad Tennstedt verlängert

Nach der Verschiebung des Entenrennens in Bad Tennstedt ist die Frist für den Wettbewerb der schönsten Ente verlängert worden. Bis zum 2. August nimmt die Tourist-Information nun noch die verzierten Plastiktierchen an. Wer in dieser Kategorie einen Preis gewinnen möchte, muss die Enten vorher einreichen. Denn die Jury will sich ausreichend Zeit nehmen, jede genau unter die Lupe zu nehmen, bevor sie sich für die Sieger entscheidet.

Wegen einer Unwetterwarnung war das Entenrennen auf Samstag, 10. August, verschoben worden. Das bunte Spektakel ist Teil des Kinder- und Familiennachmittags mit der Feuerwehr zum Kindertag im Kurpark. Hauptpreise gibt es für die fünf schnellsten Enten, aber alle Teilnehmer dürfen sich über Medaillen freuen.

Die Plastik-Enten sollen hübsch gestaltet werden und dann am 10. August auf der Öde um die Wette rennen.
Die Plastik-Enten sollen hübsch gestaltet werden und dann am 10. August auf der Öde um die Wette rennen. © Sabine Spitzer | Sabine Spitzer

Das bunte Fest, das die Tourist-Info mit der Feuerwehr organisiert, beginnt um 14 Uhr. Die Feuerwehrleute bringen viel Technik und Einsatzfahrzeuge zum Bestaunen mit. Wenn das Wetter mitspielt, sind wieder Wasserspiele geplant. Weiter stehen Geschicklichkeitsspiele im Programm wie etwa das beliebte Kistenstapeln. Polizei und der Rettungsdienst haben sich angekündigt, die an eigenen Stationen Aktivitäten für Kinder anbieten. Natürlich ist der Dauerbrenner Kinderschminken wieder dabei und auch eine Mal- und Bastelstraße.

Wie Stephanie Mayer von der Tourist-Information mitteilt, gibt es derzeit noch Enten. Auch für Kurzentschlossene sollen am Renntag noch Enten bereitstehen, die erworben werden können. Alle Enten, die beim Schönheitswettbewerb dabei sind, nehmen natürlich auch am Rennen teil. Dafür sorgt die Feuerwehr. sas

Freibad in Kirchheilingen braucht Unterstützung beim Kassieren

Das Freibad in Kirchheilingen sucht dringend eine Aushilfe an der Kasse. Denn die langjährige Mitarbeiterin fällt in dieser Saison aus.

Bürgermeister Jan Behner (parteilos), der auch Bademeister ist, hat vorübergehend selbst die Kasse übernommen. Derzeit ist das möglich, weil es nur wenige Badegäste gibt. „Aber bei vollem Betrieb funktioniert das nicht“, sagt er. Daher hofft er, dass sich schnell eine Lösung ergibt. Seinen Angaben zufolge könnte auch ein Student, Schüler oder ein Rentner einspringen, weil man keine speziellen Kenntnisse braucht. Gezahlt werden soll Mindestlohn, also 12,41 Euro pro Stunde.

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Das Freibad hat in diesem Jahr 50. Geburtstag, der vom 9. bis zum 11. August gefeiert werden soll. Auch das beliebte Neptunfest soll sich in die Feierlichkeiten einreihen. „Die Vereine unterstützen das Fest“, so Behner.

Geplant ist in dieser Badesaison zudem wieder Nachtschwimmen, die Termine werden wegen des Wetters kurzfristig bekannt geben. sas

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