Weimar. Rund 10.000 Anschlüsse waren am späten Samstagnachmittag in Weimar für einige Minuten ohne Strom. Mancher fragte sich, ob das wohl mit den Polarlichtern zusammenhing.

Haben Sie auch nach Polarlichtern Ausschau gehalten? Und daran gedacht, was der Teilchenstrom der Sonne abseits des Lichteffekts anrichten könnte? Über Störungen der Satelliten wurde vorab orakelt, über Probleme im Funknetz und über den Einfluss auf die Energieversorgung...

Und da! Fiel doch am späten Samstagnachmittag tatsächlich der Strom in Teilen Weimars aus. Zwischen 17.35 und 17.42 Uhr wurde es in der Stadtmitte und in der Südstadt dunkel – also im Kühlschrank, draußen schien natürlich weiterhin die Sonne. Blinkende Digitaluhren, am Herd oder am Wecker, verrieten jenen hernach den Stromausfall, die ihn nicht daheim erlebten, sondern währenddessen die Vorzüge unseres Heimatsterns genossen.

Rund 10.000 Anschlüsse waren vom Versorgungsausfall betroffen, dem eine Störung im Umspannwerk Weimar-Süd vorausging. Dessen Betreiber, die Thüringer Energienetze (TEN), konnte beruhigen: Die Unterbrechung hatte mit dem Sonnensturm nichts zu tun. Vielmehr sei in die Überwachungsanlage des Werks Feuchtigkeit eingedrungen. Das löste die Sicherheitsabschaltung aus.

Jens Lehnert ist Redakteur in der Lokalredaktion Weimar.
Jens Lehnert ist Redakteur in der Lokalredaktion Weimar. © Candy Welz | Candy Welz