Im Suhler Krankenhaus soll Bettenzahl verringert werden

Landtagsabgeordnete Ina Leukefeld (Linke) besucht am Montag, 30. August, SRH Zentralklinikum in Suhl. Sie will sich über die aktuelle Situation im Klinikum zu informieren.

Im Suhler Klinikum soll die Anzahl der Betten verringert werden. Foto: Archiv

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Suhl. Das betrifft auch das Thema Einhaltung der Hygiene und Pflegequalität. Die Linke hatte sich dafür ausgesprochen, dass es wie bei anderen Pflege- und Reha-Einrichtungen auch externe Qualitätskontrollen in Krankenhäusern geben müsse.

Außerdem will sich Ina Leukefeld vor Ort austauschen über die in der Thüringer Krankenhausplanung angedachten Veränderungen, denn "nur wer mit den Fachleuten vor Ort spricht und ihre Meinung kennt, kann die Interessen auch gut vertreten." Das vorliegende Gutachten eines Berliner Institutes regt an, mit Blick auf den 6. Thüringer Krankenhausplan 1700 Krankenhausbetten in Thüringen abzubauen. Zu viele Kliniken, zu viele Betten, immer weniger Einwohner und damit weniger Patienten, heißt es. Aus dem Gutachten geht hervor, dass für das Zentralklinikum Suhl 77 Betten abgebaut werden sollen, insbesondere in den Fachabteilungen Haut- und Geschlechtskrankheiten und Mund-Kiefer und Gesichtschirurgie . Andererseits sei auch eine Konzentration von Betten und Fachärzten durch Verlagerungen und Schließung der kleinen Belegabteilungen vor allem in Südthüringen im Zentralklinikum Suhl möglich. Allerdings seien das bis jetzt alles nur Vorschläge, sagt Leukefeld. "Dennoch muss man frühzeitig aufpassen, dass unser Krankenhaus der medizinischen Schwerpunktversorgung als solches erhalten bleibt und Patienten nicht noch längere Anfahrtswege haben." Außerdem will sich Leukefeld auch dafür stark machen, dass es im ehemaligen Krankenhaus in Zella- Mehlis zur Einrichtung eines gemeinsamen medizinischen Versorgungszentrums mit dem Klinikum kommt.

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