SPD stellt zum zweiten Mal den Landrat im Landkreis Gotha

Gotha/Ohrdruf  Onno Eckert setzt sich gegen Holger Kruse (CDU) durch. In Ohrdruf holt Stefan Schambach (SPD) Bürgermeisteramt

Der Gothaer Landtagsabgeordnete Matthias Hey (SPD) war der erste Gratulant, der Onno Eckert für den Wahlerfolg beglückwünschte. Der 33-jährige Eckert setzte sich klar in der Stichwahl gegen den CDU-Bewerber durch und wird nun am 1. Juli ins Landratsamt einziehen.

Der Gothaer Landtagsabgeordnete Matthias Hey (SPD) war der erste Gratulant, der Onno Eckert für den Wahlerfolg beglückwünschte. Der 33-jährige Eckert setzte sich klar in der Stichwahl gegen den CDU-Bewerber durch und wird nun am 1. Juli ins Landratsamt einziehen.

Foto: Conny Möller

Es zeichnete sich schon eine halbe Stunde nach Schließung der Wahllokale ab, dass es ein schwarzer Tag für die Christdemokraten im Landkreis Gotha wird. Mit 67,0 Prozent setzte sich der SPD-Kandidat Onno Eckert in der Stichwahl gegen seinen Konkurrenten Holger Kruse (33,0 Prozent) durch und wird nun am 1. Juli das Amt des Landrates übernehmen.

Grenzenloser Jubel herrschte im Tivoli am Sonntagabend, als Onno Eckert mit seiner Familie zur Wahlparty des SPD-Kreisverbandes und der Gothaer Sozialdemokraten kam. „So sehen Sieger aus“ sangen die Parteimitglieder ausgelassen. Der 33-jährige Onno Eckert bedankte sich bei seinem Wahlteam, dass ihn tatkräftig unterstützt hatte. „Es ist unglaublich, was passiert ist. Ich hätte nie gedacht, dass wir gewinnen“, so Onno Eckert. Er freue sich, wenn es am 1. Juli los geht und er sein Amt als Landrates des Landkreises Gotha antritt. Für die SPD ist es das zweite Mal in der Kreisgeschichte.

Auch sein Vater Manfred Eckert freute sich über den Erfolg. „Er geht seinen eigenen Weg und das ist gut so.“

Katerstimmung herrschte dagegen bei der CDU. Ihr Kandidat Holger Kruse hat es in der Stichwahl nicht geschafft. Die Niederlage betrachte er als Lebenserfahrung. „Ich sehe aber eine enorme Bestätigung in meiner Heimat“, erklärt Holger Kruse. Denn in Eschenbergen und in Drei Gleichen konnte er sich gegen den SPD-Kandidaten gewinnen.

Holger Kruse wünscht dem neuen Landrat Kraft und Weisheit, sich durchzusetzen, denn seiner Meinung nach werde es nicht einfacher werden.

In Ohrdruf finden sich nach der Bürgermeisterwahl die Un-terstützer Stefan Schambachs im Biergarten des Sächsischen Hofes ein. Als die ersten Ergebnisse kommen, sind viele Mitglieder des SPD-Ortsverbandes noch nicht dabei, denn sie waren auch als Wahlhelfer tätig. Dennoch war der Jubel groß, als mit den ersten offiziellen Ergebnissen die Tendenz klar wird.

„Ich freue mich über das schöne Ergebnis, bedanke mich bei den Ohrdrufern für das Vertrauen. Es ist Ehre und Verpflichtung zugleich, den hohen Erwartungen auch zu entsprechen“, so der deutliche Gewinner der Stichwahl. Schambach freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Stadtrat. Der überwiegend faire Wahlkampf habe dafür eine gute Grundlage gelegt.

Er brauche aber auch die Bürger, die anpacken. Ein erster Schritt könne sein, eine Stadtentwicklungskonzeption zu erarbeiten. Dafür sollen in Arbeitsgruppen Ideen für die Stadt erarbeitet und die neu hinzukommenden Orte gleich einbezogen werden.

Adrian Weber, der parteilose Kandidat auf der Liste der CDU, gratulierte dem Stichwahl-Sieger mit einer Flasche Sekt. Eine Geste, die die Gäste der Wahlparty mit Beifall bedachten. Man müsse nun erst mal durchatmen und die Ursachen der Niederlage analysieren, so Weber. Seinem Widersacher Schambach bestätigte er einen sehr engagierten Wahlkampf. Man sei sich immer wieder begegnet. Ob er für den Ohrdrufer Stadtrat kandidieren wolle, ließ Weber offen. Allerdings habe er Interesse gewonnen und die Zukunft Ohrdrufs sei ihm nicht gleichgültig.