Thüringen-Ticker: Neue Hochsicherheitsanlage für Finanzdaten eröffnet – Corona-Inzidenz steigt weiter leicht an

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Eine medizinische Mitarbeiterin entnimmt eine Nasenabstrichprobe für einen Coronatest.

Eine medizinische Mitarbeiterin entnimmt eine Nasenabstrichprobe für einen Coronatest.

Foto: dpa

Die Daten des Thüringer Finanzministeriums haben ein neues Zuhause im Thüringer Wald. –  Wie an den Vortagen ist die Corona-Inzidenz in Thüringen leicht gestiegen.

  • Thüringer Finanzdaten ziehen in neues Zuhause
  • Inzidenz im Freistaat steigt weiter an
  • Wechselhaftes Wetter mit teils kräftigen Schauern
  • Neue Kampfpanzer an Bundeswehr in Bad Frankenhausen übergeben
  • Erfurter Moschee bekommt ihre Kuppel

Donnerstag, 16. September 2021

23.21 Uhr: Rot-Weiß-Angreifer Rückert kämpft in Erfurt um einen Stammplatz

Hannes Rückert schiebt schon mal eine Sonderschicht ein. "Mit zusätzlichem Krafttraining und Stabilisationsübungen versuche ich genau das aufzuholen, was mir durch die fehlenden Einsatzzeiten in den Spielen verloren geht", sagt der 20 Jahre alte Stürmer des FC Rot-Weiß Erfurt, der in der Oberliga insgesamt erst 18 Minuten auf dem Platz stehen durfte.

22.49 Uhr: Digitalisierungsschub durch Zwangspause: Thüringer Museumsverband zieht Bilanz

Die Corona-Pandemie hat die Besuchszahlen der Thüringer Museen zwar deutlich reduziert, dennoch verzeichneten die Einrichtungen trotz monatelanger Schließzeiten und ausgefallener Veranstaltungen mehr als 1,9 Millionen Besuche im Jahr 2020, wie die Erhebung des Museumsverbandes Thüringen ergab. In den Jahren zuvor hatten die Besuchszahlen stets zwischen 3,5 und 4,2 Millionen mit allgemeinen Aufwärtstrend gelegen. Die Lockdowns seit März 2020 haben diesen aber beendet. Dennoch sind die Zahlen für das Jahr 2020 höher als erwartet ausgefallen, hieß es heute zur Jahrespressekonferenz in Mühlhausen.

21.48 Uhr: Besondere Begegnungen bei den Achava-Festspielen in Thüringen

Verbindungen schaffen. Zwischen den Welten wandern. Auf Solo-Reise gehen und doch Brücken schlagen. Drachen steigen lassen und gemeinsam singen: Achava macht all das möglich in den kommenden beiden Wochen. Die Festspiele machen bereits zum siebten Mal mit einem herausragenden Programm an vielen Orten im Land Station. Und das Programm ist vielgestaltig, wendet sich an Kinder ebenso wie an Erwachsene, lädt zum Mitmachen ein, aber auch zur stillen Einkehr und zum Entdecken.

20.59 Uhr: Gärtner aus Hopfgarten droht eine Steuer auf Härtefall-Zahlung

Noch immer ist kein Ende in Sicht im Kampf des Hopfgartener Gärtners Dietmar Hoffmann mit den Windmühlen der Thüringer Landes-Institutionen. Nachdem im Dezember 2020 auf Betreiben des Landtags-Petitionsausschusses 20.000 Euro aus dem Thüringer Fonds für Härtefälle an den Gärtnerei-Chef überwiesen wurden, steht immer noch die Frage im Raum, ob Hoffmann auf dieses Geld Steuern zahlen muss. Die Entscheidung liege im Ermessen des Thüringer Finanzministeriums sowie des zuständigen Finanzamtes, sagte gestern Thomas Gottweiss, CDU-Landtagsabgeordneter und Mitglied im Petitionsausschuss, auf Nachfrage unserer Zeitung.

20.10 Uhr: Verfassungsrechtliche Bedenken gegen Thüringer Lobbyregister

Die Gesetzentwürfe von Linke, SPD und Grünen sowie der CDU zur Verschärfung der Lobby-Regeln für Landtagsabgeordnete stoßen auf erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken. Das geht aus einem Gutachten der Landtagsverwaltung hervor, das dieser Zeitung vorliegt. Die FDP sieht sich in ihrer Kritik bestätigt.

19.30 Uhr: Trotz Investitionen von 30 Millionen Euro: Mehr Geld für Thüringer Katastrophenschutz nötig

Der Katastrophenschutz benötigt weiter massiv Geld, damit die bestehenden Defizite ausgeglichen werden können. Allerdings: In den vergangenen sechs Jahren wurde in dem Bereich schon massiv investiert. Im Innenausschuss hat Staatssekretär Udo Götze (SPD) Zahlen genannt. Demnach wurden insgesamt 187 Fahrzeuge für insgesamt 30 Millionen Euro seit 2016 angeschafft. Weitere 50 sollen nach Informationen unserer Zeitung aus Teilnehmerkreisen bis 2023 dazukommen. Dies dürfte den freistaatlichen Haushalt noch einmal mit bis zu 50 Millionen Euro belasten.

18.03 Uhr: Vermeintlich maskierte Frau mit Basecap und Schlagstock sorgt für Polizeieinsatz in Weimarer Bank

Helle Aufregung herrschte heute Morgen in Weimar. Eine Zeugin wählte den Notruf und berichtete von einer ihr sehr verdächtig vorgekommenen Situation: Soeben wäre eine Person aus einer Bank am Goetheplatz gekommen. Sie trug ein Basecap, Handschuhe und hatte einen Schlagstock dabei. Auch eine dunkle Maske sollte das Gesicht verdeckt haben. Darüber hinaus konnte die Zeugin das Fahrzeug beschreiben, mit dem die Person recht schnell davonfuhr.

16.30 Uhr: Corona-Jahr hallt bei den Thüringer Museen weiter nach

Die Corona-Pandemie hat die Besucherzahlen der Thüringer Museen deutlich gedrückt. Angesichts monatelanger Schließzeiten und ausgefallener Veranstaltungen verzeichneten die Museen mehr als 1,9 Millionen Besuche im Jahr 2020, wie die auf der Jahrestagung am Donnerstag vorgestellte Erhebung des Museumsverbandes Thüringen (MVT) zeigte. In den Vorjahren habe die Zahl zwischen 3,5 und 4,2 Millionen geschwankt, hieß es vom Verband. Doch viele Häuser hatten auch trotz Schließungen alle Hände voll zu tun.

15.09 Uhr: Anschläge auf Bahnen in Erfurt: „Das ist kein Streich, sondern bitterer Ernst“

Am Dienstag und am Mittwoch haben Unbekannte in Erfurt Straßenbahnen und Busse beschossen. Während der Tat befanden sich sowohl Passagiere in Bus und Bahn sowie an der Haltestelle. Die Erfurter Verkehrsbetriebe verurteilen die Angriffe mit Stahlkugeln aufs Schärfste.

14.20 Uhr: Industrie- und Handelskammer warnt vor politischem Stillstand

Nach der geplatzten Landtagswahl haben Teile der Wirtschaft Angst vor politischem Stillstand in Thüringen. Die Landtagsfraktionen sollten „ideologische Taktiererei vermeiden und zu Kompromissen bereit sein, im Zweifel mehr als es zuletzt erforderlich war, ohne dass der Wirtschaftsstandort Thüringen leidet“, erklärte die Industrie- und Handelskammer Erfurt am Donnerstag in Erfurt. Außerdem warnt die Kammer vor einem erneuten Corona-Lockdown.

12.15 Uhr: Spiel des FC Carl Zeiss Jena gegen FC Energie Cottbus abgesagt

Bislang war der FC Carl Zeiss in dieser Saison von einer Spielabsage aufgrund eines Corona-Falls verschont geblieben. Doch nun kann die Partie gegen den FC Energie Cottbus in der kommenden Woche nicht stattfinden – das ist der Grund.

11.50 Uhr: Thüringen für bundesweite Regelung bei Quarantäne-Entschädigung

In der Diskussion um Entschädigungen bei Verdienstausfällen durch behördlich angeordnete Quarantäne für Ungeimpfte hofft Thüringen auf eine bundesweit einheitliche Regelung. Das Thema werde derzeit auf Staatssekretärsebene zwischen Ländern und Bund beraten, sagte eine Sprecherin des Thüringer Gesundheitsministeriums am Donnerstag in Erfurt.

In der Debatte geht es um Entschädigungen, die bisher geleistet werden, wenn Beschäftigte in vom Gesundheitsamt angeordnete Quarantäne müssen und dadurch Verdiensteinbußen erleiden. Bisher können auch Ungeimpfte mit dieser Entschädigung rechnen. Fraglich ist, ob das so bleibt.

9.06 Uhr: Corona-Inzidenz in Thüringen steigt weiter leicht an

Wie an den Vortagen ist die Corona-Inzidenz in Thüringen leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut bezifferte die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen am Donnerstag mit 49,1 (Vortag: 48,6). Bundesweit lag der Wert bei 76,3.

Die höchsten regionalen Werte haben in Thüringen derzeit der Landkreis Sonneberg mit 84,1, der Landkreis Gotha mit 76,5 und der Wartburgkreis mit 71,2. Eisenach registrierte laut RKI in den vergangenen sieben Tagen keinen einzigen Infektionsfall. In ganz Thüringen gab es demnach keinen weiteren Corona-Todesfall. Das RKI zählte 212 Neuinfektionen. (dpa)

7.47 Uhr: Ex-Schlichter Ramelow rechnet mit Tarifergebnissen bei der Bahn

Der frühere Bahn-Schlichter Bodo Ramelow geht von einer Lösung des Tarifkonflikts der Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL aus. Beide Seiten haben am Vormittag zu einer Pressekonferenz zum Stand der Verhandlungen geladen, an der auch die Regierungschefs von Niedersachsen und Schleswig Holstein teilnehmen, Stephan Weil (SPD) und Daniel Günther (CDU). "Um 10.30 Uhr gibt es die Ergebnisse und zwei Kollegen von mir haben eine wirklich gute Arbeit gemacht", schrieb der thüringische Ministerpräsident Ramelow (Linke) am Morgen auf Twitter.

Nach einem monatelangen zähen Tarifkonflikt und drei Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatten beide Seiten in den vergangenen Tagen vertraulich verhandelt. Der frühere Gewerkschafter Ramelow hatte 2015 und 2017 Tarifkonflikte mit der GDL geschlichtet. Zum laufenden Konflikt nahm er aus der Beobachterposition gelegentlich Stellung. (dpa)

7.28 Uhr: Thüringer Finanzdaten ziehen in Wald – Neues Rechenzentrum eröffnet

Die Daten des Thüringer Finanzministeriums haben ein neues Zuhause im Thüringer Wald: In einem neuen Rechenzentrum der Thüringer Energie AG (TEAG) mit besonders gesicherter Stromversorgung und Wachschutz rund um die Uhr sollen zukünftig alle sensiblen Daten gegen Einbruch und Brandgefahr gelagert werden.

7.15 Uhr: Landes-Etat steht fast – Streit in Thüringer Landesregierung dennoch nicht beigelegt

Im Streit um den Thüringer Haushaltsplan für 2022 zeigt Finanzministerin Heike Taubert (SPD) Kompromissbereitschaft. Die Ministerin hat inzwischen die Hälfte der sogenannten Chefgespräche mit ihren Kabinettskollegen absolviert. Die als besonders schwer geltenden Gespräche mit Anja Siegesmund (Grüne) stehen allerdings noch aus. Hier erfahren Sie mehr.

6.44 Uhr: „Keine Lust mehr auf Versteckspiel“: Diese beiden wollen als Doppelspitze die Thüringer Linke führen

Kurz vor der Bundestagswahl haben die Weimarer Rechtsanwältin Ulrike Grosse-Röthig (41) und der Landtagsabgeordnete Christian Schaft (30) ihre Kandidatur für den Vorsitz der Thüringer Linken verkündet. Wir haben mit beiden gesprochen.

6.27 Uhr: Wechselhaftes Wetter mit teils kräftigen Schauern in Thüringen

Wechselhaftes Wetter mit teils kräftigen Schauern erwartet der Deutsche Wetterdienst am Donnerstag in Thüringen. Bei schwachem Wind aus Richtung Westen liegen die Höchstwerte zwischen 19 und 22 Grad, wie der DWD mitteilte. In den höheren Lagen ist voraussichtlich mit Temperaturen zwischen 15 und 19 Grad zu rechnen.

In der Nacht zum Freitag bleibt es bewölkt, aber weitestgehend trocken. Die Temperaturen sinken auf 9 bis 13 Grad. Vor allem im Werratal ist örtlich mit dichtem Nebel zu rechnen.

6 Uhr: Fahrzeug-Boom macht Rohstoffe knapp – E-Autos als Bergwerke von morgen

Elektroautos von heute seien die Bergwerke von morgen – mit dieser These überraschte Michael Stelter die Teilnehmer der Erfurter Energiespeichertage im Kongresszentrum der Messe und vor den Bildschirmen. Der Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut IKTS in Hermsdorf und Dresden hatte seinen Vortrag unter das Thema „Geht uns das Lithium aus?“ gestellt und beantwortete diese Frage mit einer geteilten Meinung. Was der Grund für den Vergleich zu den Bergwerken ist, lesen Sie hier.

5.46 Uhr: Eisenachs Handballer spielen erstmals wieder vor großer Kulisse

Handball-Zweitligist ThSV Eisenach bestreitet gegen Aufstiegskandidat VfL Gummersbach das erste Heimspiel der Saison. Einige Spieler erleben auch aus einem anderen Grund eine Premiere.

5.30 Uhr: Journalisten sollen in Mafia-Untersuchungsausschuss gehört werden

Im neuen Mafia-Untersuchungsausschuss des Thüringer Landtages sollen Anfang Oktober Journalisten und ein Oberstaatsanwalt als Sachverständigenzeugen gehört werden. Man erhoffe sich weitere Erkenntnisse durch die Aussagen, sagte die Vorsitzende des Mafia-Untersuchungsausschusses, Iris Martin-Gehl (Linke). Das ist bei der nächsten Sitzung geplant.

Mittwoch, 15. September 2021

23.47 Uhr: Kartenverkauf für Biathlon-Weltcup in Oberhof startet erst im Dezember

Die Veranstalter des Biathlon-Weltcups in Oberhof haben den Beginn des Kartenvorverkaufs für die Wettbewerbe vom 6. bis 9. Januar 2022 verschoben. Ursprünglich sollten die Tickets schon jetzt im September im Angebot sein. Wegen der Corona-Lage habe man sich nun aber dazu entschlossen, den Start auf den 1. Dezember zu verlegen.

23.25 Uhr: Wie sich der FC Rot-Weiß Erfurt auf das Flutlicht-Duell gegen Nordhausen vorbereitet

Ervin Catic ist voller Vorfreude. "Endlich spielen wir mal wieder zu Hause", sagte der Mittelfeldspieler des FC Rot-Weiß Erfurt nach der einmonatigen Pause mit fünf Dienstreisen am Stück in fremde Stadien. "Alle freuen sich, dass nun auch noch unter Flutlicht gespielt wird. Mit den 2500 Zuschauern im Rücken wird das für alle eine ganz besondere Atmosphäre", sagt derweil Trainer Fabian Gerber vor dem Derby gegen den noch sieglosen FSV Wacker 90 Nordhausen am Freitagabend.

21.38 Uhr: Nachfrage beflügelt Exporte: Thüringer Produkte in den USA stärker gefragt

In einem Jahr wollen Unternehmer und Politiker aus Thüringen zu einer Auslandsreise in die USA aufbrechen. Die USA seien auch in der Corona-Krise der wichtigste Impulsgeber der Thüringer Exportwirtschaft, erklärte der Thüringer Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) beim offiziellen Start des neuen "Transatlantic Circle Thuringia".

21 Uhr: Höcke nennt Maaßen "Stachel im Fleisch der CDU"

AfD-Rechtsaußen Björn Höcke hat dem CDU-Bundestagskandidaten Hans-Georg Maaßen eine inhaltliche Nähe zu AfD-Positionen bescheinigt. Der Wahlkampf, den Maaßen als Direktkandidat in Südthüringen führe, habe "nicht mehr viel mit der CDU-Programmatik zu tun", sagte Höcke am Mittwoch in Erfurt. "Es gibt viele Schnittstellen zur AfD." Das liege jedoch nicht an der CDU-Programmatik, sondern allein an der Person von Maaßen. Dieser sei ein "Stachel im Fleisch der CDU" und wirke in seiner Partei wie ein Fremdkörper.

Der ehemalige Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz bewirbt sich im Wahlkreis 196 im Süden Thüringens um ein Direktmandat bei der Bundestagswahl am 26. September. Seine Kandidatur ist in der CDU heftig umstritten.

Höcke, der Partei- und Fraktionsvorsitzender der Thüringer AfD ist, wollte sich in der Debatte um eine mögliche Wahlempfehlung der AfD für Maaßen nicht festlegen. Der Kreisverband der AfD habe entschieden, mit Jürgen Treutler einen eigenen Kandidaten aufzustellen. Er werde sich da nicht einmischen oder für einen Verzicht von Treutler plädieren, sagte Höcke. In dem umkämpften Wahlkreis in Südthüringen gilt der SPD-Kandidat, der ehemalige Biathlon-Olympiasieger Frank Ullrich, als chancenreicher Gegenpart zu Maaßen. (dpa)

20.35 Uhr: Nach Kritik von Eltern: Sozialministerin Werner will kürzere Quarantäne durchsetzen

Sozialministerin Heike Werner (Linke) reagiert auf die Kritik an der weiter verhängten 14-tägigen Quarantäne für positiv auf Corona getestete Schülerinnen und Schüler. "In solchen Fällen würden wir auf die zuständige Amtsärztin oder den zuständigen Amtsarzt zugehen, damit die neuen Quarantäneregeln korrekt umgesetzt werden. Dies kann im Einzelfall auch bereits erlassene Quarantäneanordnungen betreffen, die Einschätzung des Arztes vor Ort muss aber berücksichtigt werden", sagte ein Sprecher der Ministerin unserer Zeitung.

19.58 Uhr: Neue Kampfpanzer der Bundeswehr in Bad Frankenhausen angekommen

Der Motor heult auf, eine Kette blockiert und der erste Kampfpanzer biegt Richtung Kasernentor ab. Die vier Leopard-Panzer passen gerade so durch die Einfahrt. Der Kommandant im Führungsfahrzeug salutiert. Was da heute in die Kyffhäuserkaserne rollt, ist der Stolz der Bundeswehr. Nach zweijähriger Truppenerprobung erhält das Panzerbataillon 393 in Bad Frankenhausen als erstes in Deutschland Kampfpanzer des neuen Typs 2 A7V.

19.34 Uhr: Noch keine Einigung zu Zahlungen an FDP-Gruppe im Landtag

Nach dem Verlust ihres Fraktionsstatus im Landtag ist für die FDP weiter offen, mit welchen Mitteln die auf vier Abgeordnete geschrumpfte Gruppe künftig rechnen kann. FDP-Gruppensprecher Thomas Kemmerich plädierte am Mittwoch in Erfurt dafür, dass nach dem Ausscheiden einer Abgeordneten künftig 80 Prozent der bisherigen Zahlungen gewährt werden. Dem widersprach die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Astrid Rothe-Beinlich.

Nach Auffassung der rot-rot-grünen Minderheitskoalition sollten die Zahlungen an die FDP im Vergleich zu ihrem früheren Fraktionsstatus halbiert werden, sagte Rothe-Beinlich. Das gelte für die Grundfinanzierung sowie einen Oppositionszuschlag. Es müsste bei den Regelungen ein Abstand zwischen einer Fraktion und einer parlamentarischen Gruppe gewahrt sein, äußerte der Fraktionsvorsitzende der SPD, Matthias Hey.

Der Gruppenstatus – ein Novum im Thüringer Landtag seit der Wiedervereinigung – war der FDP in der vergangenen Woche bei einer Sondersitzung des Parlaments gewährt worden. Nun wird darüber verhandelt, welche Rechte damit verbunden sind. Dafür muss das Abgeordnetengesetz geändert werden. (dpa)

19.18 Uhr: Moschee in Erfurt bekommt Kuppel - Bauende in Sicht

Thüringens erster Moschee-Neubau hat heute nach langer Wartezeit eine Kuppel bekommen. Man freue sich sehr, dass dieses für eine Moschee wichtige Bauelement nun angebracht werden könne, sagte der Sprecher der islamischen Ahmadiyya-Gemeinde in Erfurt, Suleman Malik. Die insgesamt rund 2,5 Tonnen schwere Kuppel besteht laut Malik aus einem Stahlkonstrukt und 24 Beton-Bauelementen. Ein Kran und viele helfende Hände waren heute an den Bauarbeiten beteiligt.

18.52 Uhr: Ein Moment der Andacht: Erstes Probeläuten der Gloriosa nach Wartung

Die 180 Stufen kennt Uwe Kramer in- und auswendig. Der Glockenwart des Erfurter Domberges steigt sie alljährlich mehrere hundert Mal hinauf und hinunter, um die "Ruhmreiche", so die Übersetzung ihres Namens, den Touristen zu zeigen oder nur, um sich einfach andächtig neben das 2,67 Meter hohe Werk der Glockengießerkunst zu setzen und zu schweigen. Oder um das 11450 Kilo schwere Geläut mit einigen Glockenexperten zu warten. Heute war es so weit. Kramer und Christian Garamvölgyi von der Glockenfirma Beck aus Kölleda, kraxelten ins Gestühl des Domes, 50 Meter über dem Domplatz. Geprüft wurden akribisch Schraubensitz, die Lederaufhängung, der Klöppel, die Lagerschmierung, die Spannung der Drahtseile. Nichts wird dem Zufall überlassen.

18.36 Uhr: Ostdeutsche Städte sind sich bei 2G-Regeln für Kinder nicht einig

20 Bürgermeister aus ostdeutschen Städten tagen zur Zeit in Jena. Dabei sind Vertreter von Thüringer Städten wie Erfurt, Jena und Gotha sowie aus Dresden, Magdeburg oder Leipzig. Getagt wird im ehemaligen Nomannen-Haus über Jena hinter verschlossenen Türen. Ein für den Mittag anberaumter Pressetermin wurde angeblich aus Zeitgründen kurzfristig abgesagt. Städte wie Berlin setzen die 2G-Regel, bei der nur noch Geimpfte oder Genesene am öffentlichen Leben teilhaben können, bereits um, in Thüringen laufen dazu noch Überlegungen.

18.28 Uhr: Nach Dürre und Pandemie nun dritter harter Einschnitt für Tiefengrubener Feldbetrieb

Es war ein trauriger Anblick und schnell war klar: In der Nacht zuvor waren Diebe in die Halle in Tiefengruben eingedrungen und hatten bei insgesamt fünf Fahrzeugen die GPS-Kuppeln vom Typ „StarFire 6000“ sowie die dazugehörigen „Greenstar“-Monitore fachgerecht ausgebaut. Nach den Dürre-Sommern 2018 und 2019 sowie dem Pandemie-Jahr 2020 ist es der nächste harte Einschnitt für das Unternehmen. Auf 40.000 bis 50.000 Euro wird der Schaden beziffert.

18.23 Uhr: „Schon eindrucksvoll“: 2500 Jahre alte Scherben im Saale-Orla-Kreis gefunden

Am Dienstag legten die Mitarbeiter des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie um Uwe Petzold ein reichhaltiges Zeugnis der früheren Besiedlung frei. „Eine zweite Vorratskammer, die vermutlich zur Aufbewahrung von Lebensmitteln diente, liegt über der ersten verfüllten Kammer“, beginnt er zu erzählen. Das habe er in seiner zwanzigjährigen Laufbahn als Archäologe nur einmal im Altenburger Land gesehen, erklärt Uwe Petzold vom Landesamt. Es „verdichten sich die Anzeichen, dass es Siedlungsreste aus der Hallsteinzeit sind“. Und meint damit einen Zeitraum von 450 bis 800 Jahre vor Christus Geburt.

18 Uhr: Thüringer Landeshaushalt 2022 voraussichtlich erst im Februar

Das Tauziehen um den Landesetat 2022 wird voraussichtlich erst Anfang Februar nächsten Jahres entschieden. Es werde angepeilt, das Zahlenwerk in der ersten Landtagssitzung im neuen Jahr zu verabschieden, sagten Vertreter der rot-rot-grünen Minderheitskoalition am Mittwoch in Erfurt. Thüringen ist bei der Haushaltsaufstellung in Verzug, weil die eigentlich geplante Neuwahl des Parlaments wegen unsicherer Mehrheiten abgesagt wurde. (dpa)

17.40 Uhr: Warnung: Dieser Ostthüringer Camembert sollte nicht gegessen werden

Das Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz warnt vor dem Verzehr eines Camemberts aus Rohmilch (150-200 Gramm, Mindesthaltbarkeitsdatum: 24. September) der Firma Schumann und Kuhnert aus Weida-Schömberg. Grund ist der Nachweis von Shiga-Toxin bildenden Escherichia-coli-Bakterien (EHEC) im Käse. Der Camembert wurde vom 25. August bis 1. September im Ab-Hof-Verkauf des Betriebes angeboten.

17.06 Uhr: Wie viele Corona-Testverweigerer gibt es an den Thüringer Schulen?

An den Thüringer Schulen gibt es nach Auskunft der fünf Staatlichen Schulämter bislang nur wenige Meldungen darüber, dass Schülerinnen und Schüler Corona-Tests verweigert haben. Nach den zurzeit dem Bildungsministerium vorliegenden Meldungen wurden im Schulamtsbereich Ost 15 Fälle und im Schulamtsbereich Süd 33 registriert. Aus den anderen drei Schulamtsbereichen lägen keine konkreten Meldungen vor. „Wenn ich das mal hochrechne, gehe ich davon aus, dass wir uns im niedrigen dreistelligen Bereich bewegen, mit einer 1 oder einer 2 davor. Statistisch belastbar ist das aber nicht“, sagte ein Sprecher von Bildungsminister Helmut Holter (Linke) unserer Zeitung.

16.41 Uhr: Stadtmuseum Weimar wird Ort der Demokratiegeschichte

Das Stadtmuseum Weimar ist in die Liste der "Orte der Demokratiegeschichte" aufgenommen worden. Dazu habe vor allem der 2014 eröffnete Ausstellungsteil "Demokratie aus Weimar. Die Nationalversammlung 1919" beigetragen, teilte die Stadt Weimar am Donnerstag mit. Dort werde ein wichtiges Kapitel deutscher Demokratiegeschichte behandelt. Eine entsprechende Plakette sei an dem Gebäude angebracht worden, um es als Teil des Netzwerks auszuweisen.

Die Arbeitsgemeinschaft "Orte der Demokratiegeschichte" betreibt unter www.demokratie-geschichte.de eine Informationsplattform, auf der Orte vermerkt sind, an denen wichtige Ereignisse in der Geschichte der deutschen Demokratie stattfanden. In Thüringen sind zwölf solcher Orte vermerkt, wie etwa das Haus der Weimarer Republik oder das Landtagsgebäude in Erfurt. (dpa)

16.02 Uhr: Thüringen mit Kultur und Kulinarik bei Feiern zur Deutschen Einheit

Bei den Feierlichkeiten zum 31. Jahrestag der Deutschen Einheit in Halle will sich Thüringen mit Kulinarik, Innovationen und Kultur präsentieren. Vom 18. September an soll am Musenbrunnen in Halle ein Eventcube des Freistaats stehen, wie die Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte. Darin sollen Innovationen aus dem Freistaat interaktiv und multimedial gezeigt werden. Dazu gibt es ein Rahmenprogramm mit Konzerten, Bratwürsten und Thüringer Tapas.

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) will den Stand am 2. Oktober besuchen und am 3. Oktober am Festakt sowie am ökumenischen Gottesdienst in Halle teilnehmen. Er freue sich bereits auf kommendes Jahr, wenn die Feierlichkeiten in Thüringen stattfinden, sagte er vorab.

Die zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit finden immer in dem Bundesland statt, das auch die Bundesratspräsidentschaft inne hat – in diesem Jahr also in Sachsen-Anhalt. Vom 1. November an übernimmt Thüringen für ein Jahr die Präsidentschaft im Bundesrat. (dpa)

14.48 Uhr: Thüringens Industrie erholt sich

Thüringens Industrie kommt nach den Beeinträchtigungen durch die Corona-Pandemie auf Touren. Von Januar bis Ende Juli erzielten die Unternehmen einen Gesamtumsatz von 19,2 Milliarden Euro, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Erfurt berichtete. Danach lag der Umsatz um 2,3 Milliarden Euro oder 13,6 Prozent höher als in den ersten sieben Monaten 2020. Dazu habe ein wachstumsstarker Juli beigetragen.

In den ersten sieben Monaten dieses Jahres stieg der Absatz sowohl in Deutschland als auch im Ausland im zweistelligen Prozentbereich. Der Exportanteil am Industrieumsatz betrug 37,5 Prozent. Insgesamt wurden Waren im Wert von 7,2 Milliarden Euro ins Ausland geliefert.

Allein im Juli belief sich der Industrieumsatz auf rund 2,8 Milliarden Euro. Das war ein Plus von 10,1 Prozent zum Vorjahresmonat.

An Fahrt nahm in diesem Jahr die Autoindustrie auf, die 2020 noch unter zeitweisen Produktionsstopps litt. Ihr Umsatz stieg um ein Viertel oder fast 487 Millionen Euro, errechneten die Statistiker. In der klassischen Metallindustrie betrug das Plus sogar rund 45 Prozent. (dpa)

12.32 Uhr: Hollywood-Star Johnny Depp unterstützt Thüringer Sportverein

Volleyball-Bundesligist VfB Suhl kann sich in der Corona-Krise auf der Suche nach zusätzlichen Einnahmen auf überraschende Unterstützung aus Hollywood freuen. Schauspiel-Star Johnny Depp ("Fluch der Karibik") signierte ein Trikot der VfB-Damen, das im Oktober versteigert werden soll, teilte der Verein am Mittwoch mit.

10.50 Uhr: Freistaat ist Vorletzter beim Impfen

Die Bereitschaft der Ostdeutschen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, bleibt „signifikant“ niedriger als der Menschen in Westdeutschland. Das ist das Ergebnis der aktuellen Fragewelle der psychologischen Langzeitstudie der Universität Erfurt. Schlechter platziert als Thüringen ist nur noch das Bundesland Sachsen. Forscherin Cornelia Betsch fordert noch mehr Impfangebote.

9.30 Uhr: Inzidenz in Thüringen gestiegen – weiterer Corona-Todesfall

Die Corona-Inzidenz in Thüringen steigt weiter. Die Zahl der Neuansteckungen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche lag am Mittwoch nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 48,6 (Vortag: 47,5). Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 77,9. Die höchsten regionalen Werte haben in Thüringen derzeit der Landkreis Sonneberg mit 91,2 und der Wartburgkreis mit 75,4.

Von Dienstag auf Mittwoch gab es im Freistaat einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit Corona. Zudem wurden 260 Neuinfektionen gemeldet. Seit Beginn der Pandemie gab es damit in Thüringen 132.510 Corona-Fälle – 4400 Menschen starben mit oder an dem Virus. (dpa)

8.10 Uhr: Besucherrekorde in Thüringer Tierparks und Zoos

Nachdem die Zoos und Tierparks im Land wegen der Corona-Pandemie wochenlang schließen mussten, sind im August unerwartete Zahlen und sogar Rekordwerte verbucht worden.

7.38 Uhr: Vorletzter in Deutschland: Forscherin mahnt Thüringens Bummelei beim Impfen an

Die Bereitschaft der Ostdeutschen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, bleibt „signifikant“ niedriger als der Menschen in Westdeutschland. Das ist das Ergebnis der aktuellen Fragewelle der psychologischen Langzeitstudie der Universität Erfurt. Was die Leiterin der Studie fordert, lesen Sie hier.

7.20 Uhr: Gewitter, Starkregen und stürmische Böen in Thüringen erwartet

Die Menschen in Thüringen müssen sich am Mittwoch auf Schauer und Gewitter mit Starkregen sowie kleinkörnigen Hagel und stürmische Böen einstellen. Lokal seien auch Unwetter nicht ausgeschlossen, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Die Höchstwerte liegen demnach zwischen 22 und 25 Grad. In den höheren Lagen werden es voraussichtlich bis zu 21 Grad. Bei schwachem Wind aus Richtung Westen bleibt es in der Nacht zum Donnerstag bedeckt. Die Temperaturen sinken auf 17 bis 13 Grad. (dpa)

7 Uhr: Der rote Vizekönig: Ramelow führt demnächst den Bundesrat - und fliegt wie ein Kanzler

Warum Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow demnächst den Bundespräsidenten Frank Walter-Steinmeier vertritt und sogar mit der Kanzlermaschine fliegen darf, erfahren Sie hier.

6.34 Uhr: In Eisenach schwingen Roboter die OP-Messer - Patienten schneller wieder fit

Das St.-Georg-Klinikum in Eisenach operiert mithilfe von Robotern - was schonender für die Patienten ist. Jetzt wurde das zweite Operationssystem angeschafft.

6.15 Uhr: Zehn Dorfregionen in Thüringen mit 49 Millionen Euro gefördert

Thüringens neu Infrastruktur-Ministerin Susanna Karawanskij legt zehn Dorfregionen als Förderschwerpunkte fest. Sie können in den kommenden vier Jahren bis 2026 auf Fördermittel für Projekte zur Dorferneuerung in einer Gesamthöhe von 49 Millionen Euro hoffen. Die Gemeinden müssen sich nun mit konkreten Projekten bewerben.

5.52 Uhr: Silly-Gitarrist Uwe Hassbecker im Interview über seine guten Erinnerungen an Thüringen

Uwe Hassbecker spricht im Interview über die aktuelle CD „Instandbesetzt“, zwei neue Sängerinnen, die Corona-Pause, Impfen, Wahlen, Tamara Danz und Thüringen.

5.30 Uhr: Recyclingfähige Masken: Thüringer Firmen setzen auf saubere Technologien

In der Pandemie waren plötzlich Schutzmasken aus Thüringen gefragt – und Unternehmen im Freistaat nutzten diese Herausforderung. „Es ist natürlich ein zusätzlicher Gewinn für alle Beteiligten, wenn Firmen persönliche Schutzausrüstung erzeugen und anbieten können, die durch nachhaltige Veredelung leichter zu recyceln ist“, sagt Robert Weigelt vom Clustermanagement der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen. Der Trend zu sauberen Technologien sei eine Chance.

5 Uhr: Ministerium: Steuererklärungen bei Kurzarbeitergeld fällig

Thüringer, die im vergangenen Jahr mehr als 410 Euro Kurzarbeitergeld erhalten haben, sind zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Darauf machte das Finanzministerium am Dienstag in Erfurt aufmerksam. Die Frist zur Abgabe der Erklärung wurde wegen der Corona-Pandemie um drei Monate bis Ende Oktober verlängert. "Die Abgabefrist für Steuererklärungen 2020 naht", mahnte Finanzministerin Heike Taubert (SPD). Viele Kurzarbeiter könnten mit einer Erstattung rechnen. Das gilt es zu beachten.

Dienstag, 14. September 2021

23.10 Uhr: Politischer Salon in Erfurt: Lieberknecht verteidigt Kontakte zu Maaßen

Thüringens ehemalige Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) hat ihre Kontakte zum umstrittenen Südthüringer CDU-Kandidaten für die Bundestagswahl, Hans-Georg Maaßen, verteidigt. "Bei Maaßen sage ich ganz klar: Wir haben einen Verfassungsbogen. Da gefällt einem nicht alles, der ist aber auch nicht im linken Teil der CDU zu Ende. Der umfasst alle Teile, die wir in der Union haben und dazu gehört auch Herr Maaßen nach wie vor", sagte Lieberknecht bei einem Politischen Salon im Haus Dacheröden.

Die größten Skandale von Hans-Georg Maaßen
Die größten Skandale von Hans-Georg Maaßen

22.47 Uhr: Die große Stunde des Hans Meyer: Heute vor 50 Jahren als Jenaer Trainer beim Europapokal

Hans Meyer fragt etwas ungläubig? "Fünfzig Jahre soll das schon wieder her sein?" Ja, heute vor einem halben Jahrhundert erlebte er als Trainer sein erstes Europapokalspiel mit dem FC Carl Zeiss Jena – und viele weitere erfolgreiche sollten folgen.

21.55 Uhr: Thüringer CDU-Fraktion sieht viele offene Fragen zu 3G-Regeln an Hochschulen

In wenigen Wochen beginnt an den Thüringer Hochschulen das neue Semester - doch die CDU-Landtagsfraktion sieht noch viele Unklarheiten bei der Umsetzung der 3G-Regeln.

21.20 Uhr: Grünes Wahlkampffinale in Erfurt: Robert Habeck spricht vor hunderten Menschen auf dem Domplatz

Robert Habeck und die Spitzen der Thüringer Grünen sprechen am Dienstagabend auf dem Erfurter Domplatz zu politischen Reizthemen. Den Besuch eines Querdenkers auf der Bühne – wie es jüngst CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet erlebte – ersparten die Grünen ihrem Bundeschef und Spitzenkandidaten zwar - doch auch er wurde von einigen lautstarken Gegnern begrüßt.

20.45 Uhr: Bald wieder in Gotha zu sehen: Alte Meister aus Kunstraub aufwendig restauriert

Die Rückkehr der Alten Meister nach Gotha rückt näher. Nachdem die fünf Gemälde restauriert worden sind, geht es derzeit an das Einfassen der Kunstwerke in stilistisch passende Rahmen. Denn ebenso alt wie die Bilder sind, soll es auch das Holz sein, in das sie gefasst sind. Timo Trümper, Direktor Wissenschaft und Sammlung der Stiftung Schloss Friedenstein, berichtet von der intensiven Suche nach den richtigen Rahmen und gibt einen Ausblick, was nach der Ausstellung im Herbst mit den Rückkehrern passiert.

20.20 Uhr: Firmenlauf in Jena startet am Mittwoch mit 1200 Teilnehmern:

Der Jenaer Firmenlauf geht Mittwoch in seine nunmehr zehnte Runde: In Summe werden sich knapp 1200 Laufbegeisterte auf diesen Mittwoch und Donnerstag verteilen und die fünf Kilometer lange Strecke bewältigen. Die wichtigsten Infos dazu lesen Sie hier.

19.45 Uhr: Zentrale Leitstelle in Erfurt besiegelt: Ein Notruf-Telefon für 334.000 Thüringer

Der Weg für die neue Regionalleitstelle Mittelthüringen ist nun geebnet. Oberbürgermeister Andreas Bausewein, Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine und der Landrat des Landkreises Sömmerda Harald Henning haben am Dienstag die Zweckvereinbarung unterzeichnet. Das Notruf-Telefon in der Leitstelle ist ab 2027 für 334.000 Thüringer geschaltet. Warum, das erklären wir hier.

18.50 Uhr: Sollten Eltern ihre Kinder ab 12 impfen lassen? Das sagt Medizinethiker Nikolaus Knoepffler

Eltern stehen vor der schweren Entscheidung, ob sie ihre 12- bis 17-jährigen Kinder impfen lassen sollen oder nicht. Wir sprachen darüber mit dem Jenaer Medizinethiker Nikolaus Knoepffler.

18 Uhr: Sechsjährige bei Erntejagd angeschossen: Richter plant Vor-Ort-Termin

Ein Projektil hat den Ellenbogen einer Sechsjährigen gestreift und ihr Becken im Jahr 2018 durchschlagen. Noch heute kämpft die Grundschülerin mit den Folgen der schweren Verletzung, die ihr eine Erntejagd nahe Großsaara (Landkreis Greiz) beschert hat. Die Beweisaufnahme im Prozess am Amtsgericht Gera gestaltet sich mühsam.

17 Uhr: Bessere Infrastruktur für Wasserwanderer an der Werra

Kanufahren auf der Werra in Südwestthüringen soll mit einer besseren Infrastruktur entspannter werden. Neue Ein- und Ausstiegsstellen, Rastplätze und Beschilderungen seien an dem Fluss im Wartburgkreis entstanden, teilte das Wirtschaftsministerium am Dienstag in Erfurt mit. An dem Projekt beteiligt waren die Kommunale Arbeitsgemeinschaft Werra-Wartburgregion und die Gemeinde Gerstungen. Investiert worden seien knapp 818.000 Euro, von denen rund 576.000 Euro vom Land gekommen seien.

Die Infrastruktur am Fluss Werra sei an 16 Standorten in den Abschnitten Barchfeld-Immelborn bis Dorndorf und Dankmarshausen bis Eisenach-Göringen ausgebaut worden. Neue Zugänge für das Ein- und Aussetzen der Boote mit Handläufen zum Festhalten und Anleinen seien gebaut worden. An insgesamt sechs Wehranlagen, um die die Boote getragen werden müssen, seien kürzere Wege entstanden, Transporthilfen oder Bootswagen ständen zur Verfügung.

Die knapp 280 Kilometer lange Werra sei in Thüringen ab Themar, ab Meiningen für Zweierkajaks und ab Bad Salzungen auch für Kanadier befahrbar. Ab Creuzburg bei Eisenach könnten auch Schlauchboote eingesetzt werden. Der Oberlauf und die bewegten Abschnitte der Werra eignen sich laut Ministerium eher für geübte, ambitionierte Kanuten.

Die Werra-Region biete Möglichkeiten für Wandern, Radwandern oder Wassertourismus, erklärte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD). Deshalb unterstütze sein Ministerium derzeit auch den Neubau des Werratal-Radwegs zwischen Tiefenort und Merkers mit 760.000 Euro. (dpa)

16.15 Uhr: Ab November vom Flughafen Erfurt-Weimar nach Ägypten

Pro Woche gibt es derzeit 15 Abflüge vom Flughafen Erfurt-Weimar – nach Antalya/Türkei (7), Heraklion auf Kreta (4), Rhodos/beide Griechenland (2) sowie Palma de Mallorca/Spanien (2). Mit Inkrafttreten des Winterplans werden die Flüge am Flughafen Erfurt-Weimar reduziert. Gleichzeitig werden ab November aber auch neue Ziele angeflogen.

15 Uhr: Langer Lockdown sorgt für Einbruch im Thüringen-Tourismus

Der wochenlange Corona-Lockdown in diesem Jahr hat dem Thüringen-Tourismus zugesetzt. Hotels und Pensionen zählten in der ersten Jahreshälfte 423 000 Gäste und damit nur etwa halb so viele (minus 52,3 Prozent) wie im Vorjahreszeitraum, der ebenfalls von der Pandemie beeinflusst worden war. Ein wichtiges Thüringer Reiseziel traf es besonders hart.

14.15 Uhr: Thüringer verschenken und vererben mehr Vermögen

Die Thüringer haben im vergangenen Jahr mehr verschenkt und vererbt als 2019. Das zeigt die Entwicklung der Erbschafts- und Schenkungssteuer, über die das Statistische Landesamt am Dienstag in Erfurt informierte. Danach kamen 2020 insgesamt 26,2 Millionen Euro an Erbschaft- und Schenkungsteuer zusammen - ein Plus von 6,5 Millionen Euro zum Vorjahr. Das dafür zuständige Finanzamt Gotha habe insgesamt 1914 entsprechende Steuerbescheide erteilt. Nach Abzug von Steuerbefreiungen und Freibeträgen ging es um eine zu versteuernde Gesamtsumme von 128,9 Millionen Euro. Die Daten spiegeln auch die demografische Entwicklung mit einer schrumpfenden und älter werdenden Bevölkerung in Thüringen: In der Mehrzahl der Fälle - insgesamt um 1431 - ging es um Erbschaften nach dem Tod von Menschen. Der Nachlass habe sich auf 181,9 Millionen Euro belaufen - dem hätten Verbindlichkeiten von 37,1 Millionen Euro gegenübergestanden. Versteuert werden mussten zudem im vergangenen Jahr 521 größere Schenkungen, die sich auf 47,7 Millionen Euro summierten. Dafür seien 9,0 Millionen Euro an Steuern gezahlt worden. (dpa)

12.22 Uhr: Pflegekräfte durch Covid-19 am stärksten betroffen

Länger krank als der Durchschnitt und auch wesentlich häufiger betroffen: Thüringer Pflegekräfte leiden besonders unter Covid-19-Erkrankungen. Das geht aus dem Fehlzeitenreport 2021 des Wissenschaftlichen Institutes der Ortskrankenkassen (WIdO) und der AOK Plus hervor. Der Vergleich zu anderen Berufsgruppen fällt deutlich aus. Lesen Sie hier mehr.

10.25 Uhr: Mütter haben mehr Angst vorm Krankenhaus als Väter – Angst vor Ansteckung mit Corona geringer

Kaiserschnitt, Krankenhauskeim, Corona-Infektion: Mütter plagen beim Gedanken an einen Krankenhausaufenthalt mehr Ängste in Bezug auf sich selbst oder auf ihr Kind als Väter. Das ist das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse zum Welttag der Patientensicherheit am 17. September. Der steht in diesem Jahr unter dem Motto „Sicher vom ersten Atemzug an“.

Fast jede dritte Frau und jeder fünfte Mann erinnern sich an unerwünschte Ereignisse während oder unmittelbar nach der Entbindung in einer Klinik. Auch in Bezug auf die medizinische Versorgung von Mutter und Neugeborenem hatten 19 Prozent der Mütter und acht Prozent der Väter Sorgen. Die größte Gefahr wird allerdings darin gesehen, sich während des Aufenthaltes einen Krankenhauskeim einzufangen (14 Prozent). Nicht unbegründet, denn in Deutschland entwickeln laut Zahlen der Bundesärztekammer jedes Jahr etwa 500.000 Menschen Krankenhausinfektionen, oft durch körpereigene Bakterien.

Sich im Krankenhaus mit dem Coronavirus zu infizieren, ist nur für sieben Prozent aller Befragten ein Grund zur Sorge. Außerdem besteht Angst vor der Notwendigkeit einer erneuten Operation (zehn Prozent) und vor Komplikationen bei der Narkose (neun Prozent).

9.42 Uhr: 50 Neuinfektionen aus Erfurt gemeldet

Für Erfurt wurden am Dienstag 50 Neuinfektionen gemeldet. Damit wurden bislang insgesamt 9082 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 75,3. Die Zahl der als genesen Geltenden liegt bei 8565. 273 Personen sind verstorben. Damit gibt es in Erfurt aktuell 244 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus. Die 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz/100.000 Einwohner beträgt 2,3.

9 Uhr: 13-Jährige mehrfach im Zug vergewaltigt: Mann kommt in Haft

Der Fall hatte bundesweites Entsetzen ausgelöst: Ein Mann hatte eine damals 13-Jährige in einem Zug auf der Hin- und der Rückfahrt schwer missbraucht und vergewaltigt. Jetzt wurde der 33-jährige Weimarer am Amtsgericht Weimar verurteilt.

8.35 Uhr: Corona-Inzidenz in Thüringen steigt leicht an

Die Corona-Inzidenz in Thüringen ist leicht gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) betrug die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag 47,5. Zum Vergleich: Am Montag lag der Wert bei 45,4. Er gibt an, wie viele Neuansteckungen es je 100.000 Einwohner binnen einer Woche gegeben hat. Bundesweit lag die Inzidenz am Dienstagmorgen bei 81,1.

Die höchsten regionalen Werte haben in Thüringen derzeit der Landkreis Sonneberg mit 89,4, der Landkreis Hildburghausen mit 79,8 und Erfurt mit 75,3. Laut RKI wurde ein neuer Corona-Todesfall gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind damit im Freistaat 4399 Menschen mit oder an dem Virus gestorben. (dpa)

7.22 Uhr: Nebel, Sonne und Gewitter in Thüringen

Die Menschen in Thüringen können sich auf einen wechselhaften Dienstag mit örtlichem Nebel am Vormittag, tagsüber Sonne und nachts gebietsweise Gewitter einstellen. Bei schwachem Ost- bis Südostwind liegen die Höchstwerte am Tag zwischen 24 und 27 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. In der Nacht zum Mittwoch ziehen aus Richtung Westen dann voraussichtlich dichte Wolken mit einzelnen Schauern und Gewittern auf. Die Tiefstwerte in der Nacht sinken auf bis zu 13 Grad, es wird windig bis böig auffrischend. (dpa)

7.11 Uhr: Infrastrukturministerium hinkt bei Bahnlinien eigenem Zeitplan hinterher

Das Land Thüringen will die Ostthüringer Bahnlinien ab 2024 neu vergeben. Doch die notwendige Ausschreibung lässt auf sich warten, der Freistaat reißt den eigenen Zeitplan. Das hat verschiedene Gründe.

6.50 Uhr: Linken-Chefin Hennig-Wellsow: „Wir müssen bei der Höhe der Löhne regulierend eingreifen“

Die Thüringer Linke-Spitzenkandidatin Susanne Hennig-Wellsow spricht im Podcast zur Bundestagswahl über die Themen Umfragen, gerechte Steuern und die Nato. Das komplette Interview können Sie sich hier anhören.

6.35 Uhr: Deutschlands Skisprung-Stars kämpfen in Oberhof um Meistertitel

Noch vor dem Olympia-Winter gastieren die besten deutschen Skispringer und Kombinierer in Oberhof. Im Oktober finden hier die deutschen Meisterschaften statt – mit allen Stars.

6.28 Uhr: Jede zweite Existenzgründung im Nebenerwerb - Tiefensee will Unternehmer ermuntern

Gründer erhalten im Freistaat seit 15 Jahren gezielte Unterstützung bei ihrem Start in die Selbstständigkeit. Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) dankt den Beschäftigten des Thüringer Zentrums für Existenzgründungen und Unternehmertum (Thex) für deren gute Arbeit. Er fordert mehr Mut zum Unternehmertum.

6 Uhr: Weg mit dem Müll: Das geschieht am World Cleanup Day in Thüringen

Zum weltweit stattfindenden World Cleanup Day, dem Weltsaubermachtag, wird an diesem Samstag auch in Thüringen Unrat eingesammelt. Schirmherrin Marion Walsmann (CDU) nennt das Eichsfeld als positives Beispiel und Vorreiter. Hier erfahren Sie mehr.

5.43 Uhr: Radsport-Film „Madison“ kommt am 16. September in die Kinos - Gedreht wurde in Erfurt und Gera

Volle Power auf dem Rad: Der Film „Madison“ handelt von einem sportlichen jungen Mädchen und der Liebe zum Radrennfahren. Doch dann kommt der Alltag aus dem Tritt.

Montag, 13. September 2021

22.33 Uhr: Rennsteiglauf: Meldungen nur noch bis Mittwoch möglich

Für Rennsteigläufer, die es bergan mögen, hat der Halbmarathon des 48. GutsMuths-Rennsteiglaufs ein kleines Extra parat. Wie einst schonmal geht es Anfang Oktober auf den letzten Kilometern statt über den Skihang nun um den Großen Eisenberg herum und so noch einmal ein Stück hinauf. Das Besondere dürfte jedoch weniger der leicht geänderte Kurs coronabedingt vom Mai in den Herbst verschobenen Rennsteiglaufs sein. Es ist eher der Tatbestand, dass in der letzten Woche vorm Anmeldeschluss am Mittwoch, 15. September, noch Nennungen möglich sind.

22.04 Uhr: Rot-Weiß-Mittelfeldspieler Catic gibt vor Duell gegen Nordhausen Entwarnung

Nach dem 1:1 in Rudolstadt verließ Ervin Catic mit einem Verband am Oberschenkel das Städtische Stadion, der eine Verletzung vermuten ließ. Einen Tag später gab der Mittelfeldspieler des Fußball-Oberligisten FC Rot-Weiß Erfurt aber wieder Entwarnung. "Ich habe im Zweikampf das Knie eines Gegenspielers abbekommen. Das war nur ein Pferdekuss und kommt halt vor. Ich kann ganz normal trainieren", sagte der 24-Jährige, der damit auch für das nächste Heimspiel am kommenden Freitag gegen Wacker Nordhausen zur Verfügung steht.

20.50 Uhr: Thüringer Corona-Bürgerrat spricht sich gegen neuen Lockdown aus

Der Corona-Bürgerrat hat sich gegen einen erneuten Lockdown ausgesprochen und eine Abkehr vom bisherigen Warnsystem gefordert. Die Landesregierung sollte „Schließungen abhängig von den Erkrankungen in den einzelnen Regionen veranlassen“, heißt es in den Empfehlungen des Gremiums, das diesen Dienstag vorgestellt werden sollen. Zudem sprach sich der Bürgerrat für diese Sofortmaßnahmen aus.

19.58 Uhr: 230.000 Euro für kranken Jungen aus Nordhausen: Gentransfusion bringt Leopold nach vorn

Manchmal ist das Winzige das Größte für ein Menschenleben, ist das Besondere vollkommen unspektakulär. Es ist der 29. Juni in einem Krankenzimmer in Bethesda im US-Bundesstaat Maryland an der Ostküste: Jeanine Bergmann kniet 45 Minuten am Bett von Leopold, hält dem Sechsjährigen die Hand, betet. Für die Mutter ist es "der große Tag" – ihr Sohn indes versteht nicht, weshalb auch so viele Ärzte und Schwestern in seinem Zimmer stehen. Es regt ihn auf, überfordert ihn. Über einen schmalen Schlauch läuft unterdessen eine wässrige Flüssigkeit in seinen Körper. Als wäre es eine Infusion, wie er sie in den vergangenen Wochen etliche bekam. Doch diese Dreiviertelstunde ist die der ersehnten Gentransfusion. Jene Chance, auf die Jeanine und Marcel Bergmann fast ein Jahr hingearbeitet haben, die unzählige Südharzer mit rund 230.000 Euro Spenden erst ermöglichten. Sie ließen sich bewegen von Leopolds Schicksal.

19.40 Uhr: Nach Jagdschuss auf Sechsjährige beginnt morgen der Prozess

Vor drei Jahren ist eine Sechsjährige von einem Jagdschuss getroffen und lebensgefährlich verletzt worden - nun beginnt der Prozess gegen den mutmaßlichen Schützern. Der 34-Jährige muss sich ab Dienstag (10 Uhr) am Amtsgericht Gera verantworten. Dem 34-Jährigen werde vorgeworfen, von einer mobilen Jagdkanzel im Landkreis Greiz einen Schuss abgegeben zu haben, ohne Vorschriften zur Unfallverhütung beachtet zu haben, teilte das Amtsgericht Gera vorab mit. Das Mädchen wurde in einer nahen Gartenanlage von dem Schuss in der Hüfte getroffen. Der Mann hatte im Juli 2018 gemeinsam mit weiteren Jägern an einer Erntejagd teilgenommen. Dabei warten die Jäger während der Erntearbeit auf einem Feld, dass ihnen aufgescheuchtes Wild vor die Flinte kommt. Für den Prozess sind noch zwei weitere Verhandlungstermine (28. September und 5. Oktober) angesetzt. (dpa)

18.34 Uhr: Mehrere Tonnen Metall geklaut: Was ein 51-Jähriger am Landgericht Gera auftischt

Ein 51-Jähriger muss sich in einem heute begonnenen Prozess am Landgericht Gera verantworten. Er soll laut Staatsanwaltschaft Teil einer Diebesbande gewesen sein, die u.a. in Thüringen Buntmetall gestohlen hat. Vor Gericht erzählt er eine abstruse Geschichte.

18.15 Uhr: Pläne für Polizei-Fachhochschule in Thüringen stoßen auf Skepsis

Das Thüringer Innenministerium möchte für die Polizeiausbildung im mittleren und gehobenen Dienst eine eigene Fachhochschule der Thüringer Polizei bilden. Doch die Staatskanzlei ist noch skeptisch - deshalb gibt es Kritik an dem Vorhaben.

17.27 Uhr: Kanzeluhr in Arnstadt am Tag des offenen Denkmals aus ehemaliger Kirche gestohlen

Unbekannte haben gestern in der Zeit zwischen 12 Uhr und 16 Uhr eine Kanzeluhr aus dem ehemaligen Spital in der Erfurter Straße gestohlen. Es handelt sich dabei um eine historische Uhr aus dem 18. Jahrhundert, bestehend aus vier Sanduhren. Der materielle Wert wird auf ungefähr 1000 Euro beziffert, der ideelle Wert ist nicht schätzbar.

16.59 Uhr: Theater Erfurt führt im Oktober 2G-Regel ein - Intendant Montavon hofft auf volles Haus

Als erste Bühne in Thüringen hat sich jetzt das Theater Erfurt offiziell dafür entschieden, nur noch gegen Corona geimpften oder davon genesenen Menschen Zutritt zu gewähren. Von der Einführung dieser sogenannten 2G-Regel ab Oktober sind allerdings Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr ausgenommen.

16.30 Uhr: Bisher rund eine Million Euro Förderung für Lastenräder abgerufen

Knapp 14 Monate nach dem Start einer Lastenradförderung in Thüringen sind nach Angaben des Umweltministeriums rund eine Million Euro an Fördermitteln abgerufen worden. Damit wurden mehr als 600 solche Räder sowie Anhänger und Unterstellmöglichkeiten finanziert, teilte das Umweltministerium am Montag mit. Die Nachfrage habe die Erwartungen übertroffen, hieß es. Politisch gilt die Förderung als umstritten. Vor allem die CDU hatte das Programm in der Vergangenheit kritisiert und Lastenräder für den ländlichen Raum als lebensfremd bezeichnet. Mehr als die Hälfte der Förderanträge (57 Prozent) wurden in den kreisfreien Städten gestellt, 43 Prozent in den Landkreisen. Mit 123 Anträgen kamen den Angaben zufolge die meisten Förderanfragen aus der Landeshauptstadt Erfurt. (dpa)

16 Uhr: Thüringen hinkt beim Impfen im Bundesvergleich hinterher

Thüringen rangiert bei der Impfquote im deutschlandweiten Vergleich auf einem der hinteren Plätze. In nur zwei Bundesländern ist die Impfquote niedriger als in Thüringen. Um möglichst viele Ungeimpfte für eine Immunisierung zu gewinnen, werden jetzt im Rahmen der bundesweiten Impfkampagne „#HierWirdGeimpft“ twa auch in Volkshochschulen und Bürgerhäusern Impfungen angeboten.

15.05 Uhr: Neue Quarantäne-Regeln in Thüringen

In Thüringen gelten neue Quarantäne-Regeln. Damit setze der Freistaat die jüngsten Beschlüsse der Gesundheitsministerkonferenz und eine Aktualisierung der Empfehlungen des Robert Koch-Instituts um, teilte das Gesundheitsministerium am Montag in Erfurt mit. So verkürzt sich die Quarantäne von nicht symptomatischen Kontaktpersonen einzelner Infektionsfälle von 14 auf 10 Tage. Ab dem fünften Quarantäne-Tag könne man sich mit einem negativen PCR-Testergebnis dann frei testen. Bei einem Antigen-Schnelltest sei das ab dem siebten Tag möglich. Mit den Möglichkeiten des Freitestens aus der Quarantäne werde eine deutliche Erleichterung geschaffen und gleichzeitig ein hohes Maß an Infektionsschutz bewahrt, hieß es aus dem Gesundheitsministerium. (dpa)

14.45 Uhr: 26 Thüringer Schüler nach erster Unterrichtswoche mit Corona infiziert

In Thüringen gibt es nach der ersten Schulwoche seit Ende der Sommerferien aktuell 26 bestätigte Corona-Fälle unter Schülerinnen und Schülern. 241-mal wurde Quarantäne verhängt. Auch unter den Lehrkräften wurden einige Fälle registriert.

13.52 Uhr: Mit dem Fahrrad zu Feiningers Kirchen im Weimarer Land

1906 kam der gebürtige New Yorker Lyonel Feininger erstmals nach Weimar, wo seine zukünftige Frau damals an der Kunsthochschule studierte. Mit modernsten Sporträdern seiner Zeit erkundete der Maler und Karikaturist in den folgenden Jahrzehnten das Weimarer Umland – stets mit im Gepäck Notizblock und Zeichenstift. Wir haben uns auf seine Spuren begeben.

11.58 Uhr: Staatsanwaltschaft: Mann stach aus Eifersucht auf Rivalen ein

Der nach der Messerattacke auf einen 65-Jährigen im Nordhäuser Ortsteil Buchholz festgenommene Rentner hat bei seiner polizeilichen Vernehmung die Tat eingeräumt. Der 70-Jährige habe wahrscheinlich aus Eifersucht auf seinen Rivalen eingestochen, da er ein Verhältnis mit dessen Ehefrau haben soll, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Mühlhausen, Dirk Germerodt, der Deutschen Presse-Agentur.

Der 70-Jährige stach laut Staatsanwaltschaft dem Mann mit dem Messer in den Bauch. Der 65-Jährige wurde notoperiert. Er schwebt laut Polizei nicht mehr in Lebensgefahr.

Der 70-Jährige wurde nach einer Verfolgung der Polizei in seinem Auto auf einem Parkplatz der Autobahn 38 festgenommen. Er sollte noch am Montag wegen des Verdachts des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Ermittlungen führt die Mordkommission des Landeskriminalamtes.

11.15 Uhr: Erfurter Bischof: Corona-Impfung kommt allen zugute

Der Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr hat dazu aufgerufen, sich gegen Corona impfen zu lassen. Da das Coronavirus zu aggressiveren Varianten mutiere, sei es nur durch Impfungen zu besiegen, erklärte Neymeyr am Montag. Alle Medikamente hätten Risiken und könnten Nebenwirkungen auslösen. Aber der Nutzen der Impfung überwiege in den allermeisten Fällen doch bei weitem und komme insbesondere bei Covid-19 nicht nur den Geimpften, sondern allen Menschen zugute. (dpa)

10.57 Uhr: Geboren am 11. September in Sichtweite der Zwillingstürme: Erinnerung zwischen Schock und Glückseligkeit

Schon kurz vor der Wende hat Simone Tieber Deutschland verlassen. Sie ging in die USA, arbeitete als Art Director in New York und später in ihrer eigenen Firma auf Florida. Aber Weimar hatte immer einen Platz in ihrem Herzen. So ließ sie sich hier nieder, als sie der Schock nach dem Sturm auf das Capitol nach Deutschland zurückkehren ließ. An 9/11 hat Simone Tieber eine ganz eigene Erinnerung, denn da wurde ihre Tochter geboren.

8.35 Uhr: Corona-Inzidenz in Thüringen nahezu unverändert

Zum Beginn der neuen Woche ist die Corona-Inzidenz in Thüringen nahezu unverändert geblieben. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) betrug die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag 45,4. Am Sonntag hatte der Wert bei 45,5 gelegen und am Samstag bei 44,9. Er gibt an, wie viele Neuansteckungen es je 100.000 Einwohner binnen einer Woche gegeben hat. Bundesweit lag die Inzidenz bei 81,9.

Die höchsten regionalen Werte haben in Thüringen derzeit der Landkreis Sonneberg mit 91,2, der Landkreis Hildburghausen mit 75,0 und der Wartburgkreis mit 67,8. Laut RKI wurden keine neuen Corona-Todesfälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind im Freistaat 4398 Menschen mit oder an dem Virus gestorben. (dpa)

8 Uhr: Thüringer Parteien beklagen Zerstörungen und mehr im Wahlkampf

Beschmiert, zerstört, bedrängt: Die Parteien in Thüringen bekommen im Bundestagswahlkampf einen teils raueren Wind zu spüren. Nicht nur zerstörte Plakate sind ein ständiges Ärgernis, manchmal wird es auch ungemütlich. Einige Parteien berichten von Übergriffen.

7.29 Uhr: Ruhiges Spätsommerwetter in Thüringen

In Thüringen können sich die Menschen auf ruhiges Spätsommerwetter einstellen. Tagsüber wird es voraussichtlich wechselnd bis stärker bewölkt und trocken, wie der Deutsche Wetterdienst am Montag mitteilte. Bei schwachem Wind liegen die Höchstwerte zwischen 20 und 23 Grad. In der Nacht zu Dienstag ist gebietsweise mit Nebel zu rechnen. Die Temperaturen sollen dann auf 7 bis 13 Grad sinken. (dpa)

6.53 Uhr: Motorradfahrer bei Unfall nahe Gera tödlich verunglückt

Ein Motorradfahrer ist bei einem Unfall nahe Gera nach einem Überholvorgang tödlich verletzt worden. Der 55-Jährige verstarb noch am Unfallort.

6.30 Uhr: Das große Zittern in den Thüringer Wahlkreisen

Selten war der Ausgang einer Bundestagswahl so ungewiss. Dies gilt auch für Thüringen. Dennoch sind grobe Prognosen möglich, basierend auf nationalen und regionalen Umfragen, früheren Wahlergebnissen, lokalen Besonderheiten, Kandidaten und Erfahrungswerten. Hier finden Sie die aktuelle Prognose im Überblick.

6 Uhr: Thüringer CDU steht bei Wahl vor Debakel in Thüringen

Der Thüringer CDU droht bei der Bundestagswahl in knapp zwei Wochen der Verlust der Mehrzahl ihrer Direktmandate. Laut Prognosen mehrerer Meinungsforschungsinstitute kann die Partei, die 2017 alle acht Wahlkreise im Land gewann, nur noch in drei Regionen mit einer Mehrheit an Erststimmen rechnen. Wo es für die Union schlecht aussieht, lesen Sie hier.

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