Buntes Spektakel an der Klosterkirche in Ichtershausen

Ichtershausen  Der Mittelaltermarkt des Kulturvereins Ichtershausen lockte am Samstag unter dem Titel „Spectaculum“ Besucher wieder in Scharen an. Die Veranstalter haben einen Spendenscheck für guten Zweck übergeben.

Die Gruppe Agentum Ferrum sorgte für die passende Musik beim 11. Spectaculum am Museum in Ichtershausen.

Die Gruppe Agentum Ferrum sorgte für die passende Musik beim 11. Spectaculum am Museum in Ichtershausen.

Foto: Antje Köhler

Bereits am späten Vormittag hatten die Händler und Handwerker ihre Stände aufgebaut, am Nachmittag wurde es dann in der Klosterstraße richtig voll. Ein Schmied schwang weithin hörbar den Hammer, Besucher konnten beim Weben und Spinnen zuschauen, wobei sie sich nicht selten ins Mittelalter versetzt fühlten. Dazu trug die passende Musik der Spielleute der Gruppe Argentum Ferrum bei.

Lange Schlange an der Kuchentheke

Natürlich lockten auch „Sauferey“ sowie Süßes und Herzhaftes zu diesem 11. Spectaculum, wieder bestens organisiert vom Kulturverein Ichtershausen. Zur Kaffeezeit stand fast das ganze Dorf an der Kuchentheke im Garten des Pfarrhauses – oder saß auf den zahlreichen Bänken für ein Schwätzchen mit Freunden und Nachbarn oder weit gereisten Gästen.

Einst gegründet, um dem Heimatmuseum etwas mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, ist das Spectaculum längst ein Selbstläufer geworden. Sammler Dieter Schröpfer, dem das Museum seine Existenz verdankt, konnte wegen seiner angeschlagenen Gesundheit nur vom Fenster seiner Wohnung im Pfarrhaus grüßen. Den Trommelwirbel aber hat er sicher gehört und sich über das Gewimmel gefreut. Zahlreiche Gäste sahen sich die von ihm zusammengetragenen Exponate in der alten Laubengangscheune mit Interesse an, Kinder nahmen in den Schulbänken Platz.

Mittelalterliche Musik erklang beim Einzug von Georg Graf von Kevernburg (alias Jörg Meinhardt aus Arnstadt) samt Gemahlin Elisabeth und Gefolge zur Eröffnung der Veranstaltung durch das Schirmherren-Duo Uwe Möller (CDU, Bürgermeister im Amt Wachsenburg) und Jörg Thamm (CDU-Landtagsabgeordneter). Ein großer Dank ging an den Kulturverein und seine vielen Helfer, von denen einige für die Vorbereitung extra Urlaub genommen hatten, ebenso an die Spielleute, die Männer und Frauen an den Ständen sowie die Mitarbeiter vom Bauhof der Gemeinde.

Heiko Zitzmann, Chef des 35 Mitglieder zählenden Kulturvereins, konnte zwei Spendenschecks über insgesamt 930,58 Euro an Franziska Thümmel und Stephan Masch vom Kinderhospiz Mitteldeutschland übergeben. Das Geld ist das Ergebnis der Hoheiten-Wette zum Nadelfest am 4. Mai. Der Verein hatte zwar bei miesem Wetter nicht den Besuch wie erhofft und auch nicht wie gewollt 100 gekrönte Häupter auf der Bühne versammeln können, aber trotzdem den Sponsor auf seiner Seite. Die Hoheiten sammelten ebenfalls für den guten Zweck. In diesen Tagen habe man die 1200. Familie seit Eröffnung der Einrichtung in Tambach-Dietharz aufnehmen können, sagte Masch, das sei auch Dank dieser Partnerschaft möglich.

Ein Höhepunkt des bunten Spektakels waren am Samstag neben einer Feuershow die humorvoll kommentierten Ritterkämpfe an der Klosterkirche, wo das Eisen klirrte und so mancher Kämpfer zu Boden ging. Sein Publikum fand auch Märchenerzähler Andreas vom Rothenbarth. Er war mit seinem Zelt und seinem Fundus an fantasievollen Geschichten das erste Mal beim Spectaculum dabei, die Atmosphäre gefiel ihm sehr.

Nächste Veranstaltung des Kulturvereins wird ein Benefizkonzert für die Kindervilla Ilmtal am 28. September um 19.30 Uhr mit dem Polizeimusikkorps Thüringen in großer Besetzung in der Klosterkirche sein.

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