Die Zeit ist rum

Antje Köhler über ausgediente Wahlplakate

Antje Köhler

Antje Köhler

Foto: Hans-Peter Stadermann

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Fast fünf Wochen sind seit der Thüringer Landtagswahl vergangen, das Ergebnis ist bekannt. Das Hin und Her einer Regierungsbildung für den schönsten Freistaat der Welt könnte allerdings noch Monate dauern. Hinter den Kulissen wird eifrig verhandelt, da verlieren die Parteien einige profane Dinge vermutlich aus dem Blickfeld. Ausgediente Wahlplakate zum Beispiel. Eigentlich müssten sie zeitnah nach der Wahl wieder abgehängt werden, ein bis zwei Wochen beträgt in den meisten Kommunen dafür die Frist.

In den größeren Städten ging das fix, in Arnstadt und Ilmenau sind sie verschwunden. Doch auf den flachen Land scheint das schwieriger. So sah mein Kollege in Angelroda dieser Tage noch vergessene Exemplare. Im kleinen Geilsdorf, das seit der Gebietsreform zu Stadtilm gehört, grüßt nach wie vor Matthias Schlegel von Bündnis 90/Die Grünen an der Hauptstraße beidseitig vom einem Laternenmast. „Hier und jetzt für hier und morgen“ lautet sein Slogan. Schlegel trat als Direktkandidat im nördlichen Ilm-Kreis an, in den Landtag hat er es nicht geschafft. Aber Umweltschutz ist ihm wichtig, weshalb auch die Plakate verschwinden sollten, ehe ihnen Regen und Wind zusetzen und sie als Abfall auf der Straße liegen. Zumal man die Pappe ja wiederverwenden kann – die nächste Wahl kommt bestimmt.

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