Eichsfeld. Ab und an knallt es nahe Duderstadt. Die Funde werden kontrolliert gesprengt. Die Polizei bittet, die Maßnahmen nicht durch Schaulust zu behindern

Im Zuge von Ermittlungen gegen einen Mann aus dem Duderstädter Ortsteil Nesselröden im niedersächsischen Untereichsfeld haben Ermittler am Dienstagmorgen mit richterlichem Beschluss das Einfamilienhaus eines 51-Jährigen durchsucht. Dabei stießen die Beamten in dem Gebäude auf diverse mutmaßlich explosionsgefährliche Substanzen, darunter Schieß- und Schwefelpulver, unbekannte Chemikalien und Flüssigkeiten sowie weitere verdächtige Gegenstände.

Zur genauen Bestimmung der Funde wurden Delaborierer der Bundespolizeiabteilung Fuldatal (Hessen) angefordert. Eine Gefahr für Anwohnende bestand nach Einschätzung der Experten nicht, heißt es von der Polizei. Evakuierungen angrenzender Wohnhäuser fanden deshalb nicht statt. Am frühen Nachmittag wurde damit begonnen, die verdächtigen Stoffe auf ein Fahrzeug zu verladen und abzutransportieren. Die Funde wurden nach und nach auf einem benachbarten Feld durch kontrollierte Sprengungen vernichtet. Diese Maßnahme dauert aktuell an. Es kann deshalb noch bis zum frühen Abend zu lauten Knallgeräuschen kommen.

Die Polizei Duderstadt bittet darum, den Bereich rund um das Wohnhaus sowie auch die laufenden Sprengarbeiten nicht durch „Schaulust“ zu behindern. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Göttingen blieb der 51-Jährige auf freiem Fuß.