Erfurt. Reichlich ehrenamtliches Engagement war zur Feier im Rathausfestsaal versammelt. 19 Männer und Frauen darunter wurden speziell geehrt.

Feierlich ging es zu zur Ehrenamtsfeier 2023 im Rathausfestsaal. Musikalisch eingestimmt vom VoicESS-Kammerchor der Edith-Stein-Schule Erfurt unter Leitung von Ekkehard Fellner konnten Oberbürgermeister Andreas Bausewein und Torsten Frenzel, Vorsitzender des Ehrenamtsbeirats zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Als hohe Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement wurden die Ehrenbriefe der Stadt Erfurt überreicht.

„Wir alle kennen die Bereiche, die ohne Ehrenamt nicht funktionieren würden: Sport, Kultur, Soziales, Umweltschutz, Seniorenarbeit“, erklärte Bausewein in seiner Festrede. „Sie, verehrte Gäste, schauen da, wo wir unsere Augen nicht haben. Sie investieren Zeit und Geld, wo unsere Kapazitäten rar sind. Sie halten die Gemeinschaft menschlich mit Ideen und Zuneigung, mit Liebe und Herzenswärme zusammen.“

Ehrenbrief und Ehrengabe als höchste Ehre

Im zurückliegenden Jahr sind 143 Vorschläge für engagierte Personen bei der Stadtverwaltung eingegangen. Im Ergebnis erhielten am Samstag 19 Erfurterinnen und Erfurter den Ehrenbrief nebst Ehrengabe der Landeshauptstadt Erfurt. Diese höchste Ehrenamtsauszeichnung unserer Stadt wird Menschen zuteil, die sich durch beispielhaftes Handeln im Interesse des guten Zusammenlebens innerhalb der Stadt verdient gemacht haben.

Ausgezeichnet mit dem Ehrenbrief der Stadt wurden von Oberbürgermeister Andreas Bausewein und Karola Stange (Ehrenamtliche Beigeordnete fürs Ehrenamt, rechts) unter anderem Torsten Frenzel, Bernd Gräser, Hubert Göbel und Robert Bednarsky (von links).
Ausgezeichnet mit dem Ehrenbrief der Stadt wurden von Oberbürgermeister Andreas Bausewein und Karola Stange (Ehrenamtliche Beigeordnete fürs Ehrenamt, rechts) unter anderem Torsten Frenzel, Bernd Gräser, Hubert Göbel und Robert Bednarsky (von links). © Jacob Schröter

Ausgezeichnet wurden mit dem Ehrenbrief:

  • Robert Bednarsky, vorgeschlagen von der BürgerStiftung Erfurt für sein Engagement beim BUND und in Sachen Bürgerbeteiligung.
  • Andrea Brand, vorgeschlagen von Nils Brand vom Karnevalsclub Reseda für ihre über 25-jährige Tätigkeit im Verein.
  • Torsten Frenzel, vorgeschlagen von Torsten Haß als Vorsitzender des Ehrenamtsbeirates, er ist seit 25 Jahren aktiver Schiedsrichter, seit über 20 Jahren aktiv in der Freiwilligen Feuerwehr und knapp 15 Jahre in der Erfurter Kommunalpolitik tätig.
  • Hubert Hermann Göbel, vorgeschlagen von Lothar Kaiser für die Einführung einer Datenbank für das klinische Krebsregister.
  • Bernd Uwe Gräser, vorgeschlagen vom Blinden- und Sehbehinderten Verband Thüringen für seine langjährige Arbeit im Verband.
  • Anne-Bärbel Hintz, vorgeschlagen vom TSV Motor Gispersleben für ihre fast 30-jährige Tätigkeit im Verein als Übungsleiterin, Kampfrichterin und Organisatorin.
  • Hartmut Horning, Vorgeschlagen von Sascha Döll, dem Amtsleiter unseres Garten- und Friedhofsamtes, für seinen Einsatz für das Kleingartenwesen.
  • Melanie Klinger-Plewka, vorgeschlagen vom TSV Motor Gispersleben für 20 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit in der Sportakrobatik.
  • Rolf Friedrich Wilfried Nottrodt, vorgeschlagen vom Ehrenamtsbeirat der Stadt Erfurt für seine langjähriges Engagement im Denkmal- und Ehrenamtsbeirat.
  • Bernd Petz, vorgeschlagen vom FC Rot-Weiß Erfurt für drei Jahrzehnte aktives Ehrenamt für den Verein.
  • Hans-Uwe Paul Manfred Pohlitz, vorgeschlagen von der ehrenamtlichen Beigeordneten Karola Stange für sein Engagement am Moskauer Platz, u. a. war er Gründungsmitglied des Vereins zur Rettung des Renau-Mosaiks.
  • Matthias Polten, vorgeschlagen von Christoph Matthes für sein Engagement für den Thüringer und Erfurter Karneval.
  • Ingo Ralf Reichmann, vorgeschlagen vom TSV Motor Gispersleben für seine 35-jährige Tätigkeit als Sportwart in der Abteilung Kegeln.
  • Irmgard Reinsch, vorgeschlagen vom Seniorenbeirat der Stadt Erfurt für ihre langjährige aktive Mitarbeit
  • Rüdiger Heinz Sauerbrey, vorgeschlagen vom Ehrenamtsbeirat für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit im Naturschutz- und Ehrenamtsbeirat
  • Tina Schmidt-Haber, vorgeschlagen von Nils Brand für ihre Tätigkeit als Trainerin im Garde-, Show- und Solistentanz im Kinder- und Jugendbereich.
  • Olaf Schwertner, vorgeschlagen vom FC Rot-Weiß Erfurt für seine seit 1977 fortwährende ehrenamtliche Tätigkeit im Bereich der Traditionspflege beim RWE.
  • Sabrina Steinbach, vorgeschlagen vom TSV Motor Gispersleben für ihre über 17-jährige Tätigkeit im Verein als Übungsleiterin in der Sportakrobatik.
  • Klaus-Peter Uth, vorgeschlagen von der BürgerStiftung Erfurt für sein über Jahrzehnte währendes ehrenamtliches Engagement in vielen Bereichen – sowohl in Erfurt als auch thüringenweit.
Urkunde zur Ehrenamtsfeier mit mittelalterlichem Stadtmotiv.
Urkunde zur Ehrenamtsfeier mit mittelalterlichem Stadtmotiv. © Jacob Schröter

Außer den 19 besonders geehrten erhielten 37 Frauen und Männer erhielten die Thüringer Ehrenamtscard – eine Card, die nach thüringenweit einheitlichen Kriterien vergeben wird. Und weitere 60 Erfurterinnen und Erfurtern wurden für ihren selbstlosen Einsatz mit der Einladung zur Ehrenamtsfeier geehrt und einem Anstecker, extra angefertigt für besondere Personen und Anlässe. Dabei galt der Dank des Oberbürgermeisters der Thüringer Ehrenamtsstiftung, die der Landeshauptstadt Erfurt jährlich rund 113.000 Euro zur Verfügung stellt, aber auch den Unternehmen und Institutionen, die für die Ehrenamtscard mit geldwerten Leistungen und Vergünstigungen unterstützt haben.