Erfurt. Um ein Labyrinth und Northern Lite, um Kirchentag und Antisemitismus, Stolpersteine und Gitarren-Soli geht unter anderem es in den aktuellen Nachrichten aus Erfurt.

Mayslabyrinth startet in die Saison - Northern Lite zum Auftakt

Das Maislabyrinth Erfurt eröffnet wieder: Am 28. Juni ab 10 Uhr finden Abenteuer, Rätsel und Spaß im Mais ihre Fortsetzung. Los geht es mit einem großen Fest mit Kinderschminken, Kicker, Tischtennis, Beachvolleyball, Lagerfeuer und mehr. Abenteuerlustige machen eine Wanderung mit den Alpakas von AlpakaNinchen oder fahren mit dem KinderQuad. Unter dem Motto 16 Jahre Maislabyrinth sind wie all die Jahre zuvor fünf Buchstaben im Maislabyrinth zu finden, die zu einem Lösungswort zusammenzusetzen sind. Die Saison geht dieses Jahr bis zum 22. September. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 22 Uhr (Montag Ruhetag). Der Eintritt für das Labyrinth beträgt 4,50 Euro für Erwachsene und 3,50 Euro für Kinder. Am 1. Juni wird am Maislabyrinth bereits Kindertag gefeiert und am Samstag, 8. Juni, ist Northern Lite live auf dem Gelände an der Demminer Straße zu erleben.

Schwerter zu Pflugscharen! Militärseelsorge zu ziviler Seelsorge!

„‘I have a dream‘ - Martin-Luther-Kings Botschaft“ - das ist der Titel einer Veranstaltung im Friedenszentrum, das am Rande des Katholikentages stattfinden wird. Von Donnerstag, 30. Mai, bis Samstag, 1. Juni, in den den Räumen des Vereins Peace Foundation, Marktstraße 6, Vorderhaus von Café Nerly. Diese Veranstaltungen stehen nicht im Programm des Katholikentages. Sie werden vom katholischen Theologie-Professor Thomas Nauerth (Versöhnungsbund / Oekum. Institut Friedenstheologie) koordiniert. „Zukunft hat der Mensch des Friedens“ ist das Motto des Katholikentags. „Dabei sieht sich die Bundeswehr in zahlreichen Veranstaltungen offenbar als Expertin für Frieden, während die pazifistische Sicht im Programm kaum vorkommt“, heißt es dazu in der Einladung des Friedenszentrums, das einen Einblick in die Sichtweise der Gewaltfreiheit geben will. Das Symbol „Schwerter zu Pflugscharen“ und die Reaktion des DDR-Staats auf diejenigen, die einen Aufnäher mit diesem Symbol getragen haben, steht im Mittelpunkt der Ausstellung „Der gefährliche Schmied“. Sie wird im Rahmen des Friedenszentrums in der Marktstraße 6 gezeigt. Und am Freitag, 30 Mai, der auf der Website der Bundeswehr als „Tag der Militärseelsorge“ angekündigt wird, gibt es um 18 Uhr am Denkmal für den unbekannten Wehrmachtsdeserteur eine Friedensandacht. Danach, um 19.30 Uhr, wird Pfarrer Rainer Schmid (Ulm/Blaubeuren) bei der Offenen Arbeit des Evangelischen Kirchenkreises Erfurt „zum fragwürdigen Miteinander von Kirche und Bundeswehr“ sprechen.

Podiumsgespräch über alten und neuen Antisemitismus

„Nie wieder! Über Antisemitismus in Deutschland“ - so ist das Podiumsgespräch im Kubus der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße am Dienstag, 28. Mai, ab 18 Uhr überschrieben. Gemeinsam mit Stephan Kramer, Oleg Portnoy und Ahmad Mansour wird über antisemitische Denkmuster und alte und neue Ängste jüdischer Menschen gesprochen. Der Antisemitismus hat in Deutschland eine lange Tradition und mündete im Zweiten Weltkrieg in der Ermordung der europäischen Juden. Auch danach war der Antisemitismus hierzulande nie ganz verschwunden und erhielt in jüngster Zeit durch das Aufkommen von Verschwörungstheorien neuen Auftrieb. Die Moderation übernimmt Jörg Ganzenmüller (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Ettersberg). Der Eintritt ist kostenfrei.

Stolpersteine in Erfurt: Stadtverwaltung lädt zum Bürgerdialog

Der erste Stolperstein der Landeshauptstadt Erfurt wird am Freitag, 31. Mai, um 14 Uhr in der Trommsdorffstraße 5 verlegt. Um über die notwendigen Schritte weiterer Verlegungen zu informieren und zu diskutieren, lädt die Stadtverwaltung zu einem Bürgerdialog am Donnerstag, 23. Mai, um 17 Uhr in die Kleine Synagoge (An der Stadtmünze 4) ein. Wie verlegt man einen Stolperstein? Wo muss ich mich melden, was kostet ein Stein, wobei unterstützt die Stadt? Die Stadtverwaltung nimmt die erste Stolpersteinverlegung zum Anlass, alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Initiativen über erforderliche Schritte von Stolpersteinverlegungen zu informieren. Um die Besucherzahl abschätzen zu können, wird um Anmeldung per E-Mail an dezernat06@erfurt.de gebeten. Der Eintritt ist frei.

Kreuzganggespräche 2024: Zukunftsangst – Zukunftshoffnung

Klimakrise, Künstliche Intelligenz, Kriege, politischer Extremismus und Fake News – das sind Themen, mit denen viele Menschen große Ängste verbinden. Es gibt jedoch auch einige Entwicklungen, die uns hoffnungsvoll in die Zukunft blicken lassen. Um diese Spannung zwischen Angst und Hoffnung geht es bei den diesjährigen Kreuzganggesprächen, zu denen das Katholische Forum im Land Thüringen und die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt alle Interessierten am 5., 12. und 19. Juni herzlich einladen. Referenten aus verschiedenen Bereichen der Gesellschaft halten darin Impulsvorträge. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, sich bei einem Glas Wein im Kreuzgang des Erfurter Domes zu den Vorträgen auszutauschen. Beginn der Veranstaltung ist jeweils um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Den Anfang macht der Biologe und Wirtschaftswissenschaftler Stefan Einsiedel mit einem Vortrag mit dem Titel „Wir in Zeiten von Klimakrise und Transformation“.

Dire-Straits-Songs in der Heiligen Mühle

Mark Knopflers „Dire Straits“ live erleben mit „Second Straits“: Das wird möglich am Samstag, 25. Mai, um 20 Uhr in der Heiligen Mühle in der Mittelhäuser Straße. Ob Romeo and Juliet, Sultans of swing, Brothers in arms oder Money for nothing: Die Coverband präsentiert die Musik authentisch und nah am Original. Die Musiker von „Second Straits“ lassen die Helden wieder auferstehen. „Maik Pönitz zelebriert jedes Gitarrensolo so, als würde Mark Knopfler selbst auf der Bühne stehen. Die zum Vorbild passende Gesangsstimme rundet den gelungenen Auftritt ab“, heißt es in der Einladung. Karten sind wie gewohnt an der Abendkasse zu haben.

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