Gemeinschaftsschulen in Kerspleben und Hochheim: Bauauftrag für 32 neue Klassenräume

Erfurt.  Die Erweiterung der Gemeinschaftsschulen in Hochheim und Kerspleben soll im Frühjahr beginnen. Die Kosten betragen jeweils gut fünf Millionen Euro.

In Hochheim baut das Unternehmen Züblin die Erweiterung. So soll der Neubau einmal aussehen.

In Hochheim baut das Unternehmen Züblin die Erweiterung. So soll der Neubau einmal aussehen.

Foto: Züblin AG

Die Gemeinschaftsschulen in Kerspleben und Hochheim bekommen ihre Erweiterungsbauten. Die Bauaufträge für beide Projekte sind in der Vorwoche unterschrieben worden, bestätigt der Baudezernent Alexander Hilge (SPD). Baustart soll im Frühjahr sein, der Zeitplan bis zur Fertigstellung eng.

„Es sind zwei schöne Schulen“, sagt Hilge. „Die Schüler werden sich wohl dort fühlen.“ Die Kosten betragen pro Gebäude gut fünf Millionen Euro.

Die Erweiterungsbauten wurden mit dem Schulnetzplan beschlossen und haben den Status hoher Dringlichkeit. Der Baustart verzögerte sich aber, vor allem, weil die erste Ausschreibung scheiterte. Als Besonderheit der Schulen gilt die modulare Bauweise, von der sich die Stadt Zeit- und Kostenvorteile versprach.

Auch die neue Ausschreibung sieht eine modulare Bauweise vor. Die Vergabe erfolgte an zwei Firmen: Goldbeck wird laut Hilge die Schule in Kerspleben bauen. Mit dem Anbau in Hochheim wurde das Unternehmen Züblin beauftragt. Beide Firmen würden bereits vor dem eigentlichen Bau mit der Vorfertigung beginnen, sagt Hilge.

Die Gebäude bestehen aus jeweils drei Etagen und sind mit Fahrstühlen ausgerüstet. Sie schaffen Platz für jeweils 16 Klassenräume, wobei in Kerspleben ein Teil der Nutzfläche für einen Speisesaal mit Küche genutzt werden soll.

Die neuen Gebäude sollen im Sommer 2022 nutzbar sein

Der Spatenstich für Kerspleben ist für den 1. April, jener in Hochheim für den 1. Juni geplant. Nutzbar sollen die neuen Schulbauten ab dem Sommer 2022 sein, also ein gutes Jahr nach Baubeginn.

„Der Zeitplan ist sehr eng“, meint Hilge. Der Dezernent ist jedoch zuversichtlich, dass er eingehalten werden kann.

Die beiden Gemeinschaftsschulen wachsen und brauchen dringend mehr Platz. In Kerspleben wird seit diesem Schuljahr bereits ein Raum im Bürgerhaus als vorübergehender Klassenraum für die größeren Klassen genutzt.

Während die bauliche Entwicklung sich in Kerspleben auf den Erweiterungsbau beschränkt, handelt es sich in Hochheim um den ersten von mehreren Bauabschnitten. Weiterhin geplant sind laut Hilge ein Anbau für die aufwachsende gymnasiale Oberstufe, eine Turnhalle und die Sanierung des Bestandsgebäudes.

Der nötige Platz sei am Hochheimer Schulstandort grundsätzlich vorhanden. „Aber wir überlegen noch, wie wir es genau machen, und stimmen die Pläne mit der Schule ab“, sagt der Dezernent.

In einem weiteren Ortsteil sind bereits Baufahrzeuge am Start. Wie Vieselbachs Ortsteilbürgermeister Christian Poloczek-Becher bestätigt, haben sie mit dem Abriss von Nebengebäuden der Schule begonnen. Der Abriss der gesamten Schule ist ebenfalls schon beauftragt, sagt Dezernent Hilge.

In Vieselbach ist ein Ersatzneubau für die in die Jahre gekommene Schule geplant, die zuletzt ihren Betrieb nur noch mit Ausnahmegenehmigung aufrecht erhalten konnte. Der Neubau soll als zweigeschossiges „U“ mit einem eingeschossigen Anbau errichtet werden und die Schule als Mittelpunkt des Ortes definieren.

Bis zur Fertigstellung werden die Schüler in Schulcontainern auf dem Mühlplatz unterrichtet. Die Container sind angemietet und werden in den nächsten Wochen erwartet.