Kulturquartier sucht gezielt nach einem neuen Objekt

Erfurt. 3000 Quadratmeter werden benötigt. Zahlreiche Vorschläge wurden auf der Versammlung gemacht.

Das Heizwerk am Brühl gehört zu den Objekten, die der Verein ins Auge fasst. Foto: Jens König

Das Heizwerk am Brühl gehört zu den Objekten, die der Verein ins Auge fasst. Foto: Jens König

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Nach dem gescheiterten Erwerb der Defensionskaserne hat der Verein "Kulturquartier Petersberg" auf einer Versammlung seine Neuausrichtung in die Wege geleitet. "Es ist weiter der Wunsch und der Wille vorhanden, ein Kulturquartier zu schaffen", berichtete die Vereinsvorsitzende Tely Büchner nach der Versammlung am Donnerstagabend. Rund 60 Vereinsmitglieder und Gäste nahmen an der Versammlung teil.

Der Verein hatte sich gegründet, um über ein Genossenschaftsmodell die Defensionskaserne zu sanieren und dort günstige Mieträume für Künstler und Angehörige der Kreativwirtschaft anzubieten. Nun habe die Suche nach einem neuen Objekt mit einer Ideensammlung begonnen. Etwa zehn Objekte wurden bereits vorgeschlagen.

Bei der Diskussion sei deutlich geworden, dass ein Objekt in der Innenstadt bevorzugt werde, sagte Büchner. Laut dem Vorstands-Mitglied Alexander Thumfart würden rund 3000 Quadratmeter benötigt. Der Mietpreis soll zudem nicht über 4 Euro pro Quadratmeter liegen. Das Genossenschaftsmodell zur Finanzierung einer möglichen Sanierung sei weiterhin "sehr attraktiv", sagte Büchner. Man könne das Modell für die Kaserne aber nicht direkt auf ein anderes Objekt übertragen.

Zu in Frage kommenden Objekten zählt der Verein das alte Schauspielhaus, die frühere Druckerei Fortschritt an der Johannesstraße und das alte Heizwerk am Brühl. Eine Dame habe sich auf der Versammlung als Mitglied einer Erbengemeinschaft vorgestellt und ein weiteres Objekt in der Innenstadt angeboten, sagte Büchner: "Sie sagte, lieber als an Kanzleien und Büros möchte sie die Räume an Künstler vermieten."

Da der Vereinszweck bislang im Zusammenhang mit der Defensionskaserne stand, müsste nun die Satzung geändert werden. Dies will der Vorstand für eine reguläre Mitgliederversammlung im Juni vorschlagen.