Erfurt. Am Montagabend protestierten in mehr als 80 Thüringer Orten die Menschen wieder gegen die Corona-Maßnahmen.
Nach Angaben der Polizei haben sich am Montagabend rund 24.400 Menschen bei insgesamt 86 Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen sowie an Gegendemonstrationen beteiligt. Die meisten Teilnehmer kamen bei den ungenehmigten Aufzügen in Gera (etwa 3500 Personen), sowie in Saalfeld (etwa 2000 Personen) und Gotha (etwa 1400 Personen) zusammen. Weitere Schwerpunkte der Proteste waren Hildburghausen (etwa 1290 Personen), in Altenburg (etwa 1000 Personen), in Ilmenau und Hermsdorf (je etwa 900 Personen), in Nordhausen (etwa 800 Personen), sowie in Eisenach und Meiningen (je etwa 700 Personen) zu verzeichnen. In Erfurt trafen sich etwa 300 Demonstranten.
Die Kritiker der Pandemieschutzmaßnahmen trugen nach Polizeiangaben nahezu ausnahmslos weder Mund-Nasen-Bedeckungen, noch wurden die gebotenen Abstände eingehalten. Polizeiliche Anweisungen wurden nicht beachtet sowie Tätlichkeiten und Widerstandshandlungen gegenüber Einsatzkräften verübt, weshalb unmittelbarer Zwang, aber auch durch Pfefferspray gegen einzelne Personen angewendet werden musste.
22 Platzverweise ausgesprochen
Mit etwa 200 Menschen fand in Jena die teilnehmerstärkste Gegenveranstaltung statt. Das Ergebnis der polizeilichen Maßnahmen kann vorläufig folgendermaßen resümiert werden: Es wurden 22 Platzverweise ausgesprochen. Gegen insgesamt 25 Personen wurden Strafanzeigen unter anderem wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz, sowie Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte erstattet. Weiterhin wurden 213 Ordnungswidrigkeitenanzeigen nach dem Versammlungs- sowie dem Infektionsschutzgesetz aufgenommen. Nach jetzigen Stand wurden keine Einsatzkräfte verletzt. In Jena verletzte eine Gegendemonstrantin eine Maßnahmenkritikerin.
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