Kreis Gotha. Interkulturellen Müllsammelaktion in Gotha. Kundgebung gegen rechts in Gotha. Neue Friedenstein-Führung über größten Kunstraub der DDR. Kanaldeckelreparatur sorgt für Umleitung in Gotha. Kinoabend der Gothaer Linken.

Müllberg bei Mühlberg zurückgelassen

Illegale Ablagerungen in Drei Gleichen nehmen zu. Stausee und Seeberg besonders betroffen

Illegale Müllablagerungen sind überall im Landkreis Gotha ein Problem. Zwischen Mühlberg und dem Stausee Wechmar haben Unbekannte am vergangenen Wochenende erneut einen Berg Müll abgeladen. Von Sanitärkeramik und Installationen über Matratzen, mindestens sechs größere Terrarien oder Aquarien und Hausmüll ist alles dabei. Darunter sind auch mehrere Einkaufstüten von Marktkauf. Die nächsten Filialen des Unternehmens befinden sich in Eisenach und Suhl.

Dem Ordnungsamt Drei Gleichen zufolge haben illegale Ablagerungen sehr zugenommen. Dies geschehe teilweise auch in sehr großem Umfang, teilte die Gemeinde auf Nachfrage mit. Besonders betroffen sei der Bereich des Stausees, der Seeberg sowie Feldwege und Waldbereiche in der Gemeinde.

Für illegale Müllentsorgung außerhalb der Gemeinden ist grundsätzlich der Landkreis zuständig. In Ausnahmefällen würden die Ablagerungen auch durch den Bauhof der Gemeinde Drei Gleichen beseitigt und entsorgt. Die Höhe der Kosten dafür ist nicht genau bekannt.

Im Jahr 2022 räumten Mitarbeiter des Landratsamtes 120 Tonnen Müll aus der Natur. Nach Angaben des Landratsamtes fielen dafür Kosten in Höhe von rund 110.000 Euro an. tl/prib

Kundgebung „Nie wieder ist jetzt!“ am Freitag in Gotha

In Gotha wollen am Freitag, 12. April, wieder Menschen auf die Straße gehen, Farbe bekennen und für Weltoffenheit, Demokratie, Toleranz und Solidarität demonstrieren. „Für unsere Grundwerte, die wir gemeinsam teilen und deren Erhalt in diesen stürmischen Zeiten“ sei das wichtiger denn je, sagt Albrecht Loth, einer der Initiatoren und fügt hinzu: „Rechtsextremismus, Gewalt, Hass und Faschismus haben in unserer Residenzstadt Gotha keinen Platz!“

Das Aktionsbündnis gegen rechte Gewalt rufe mit Vereinen, Kirchen, Verbänden und Institutionen zu der Demonstration auf dem Neumarkt auf. Sie beginnt 17 Uhr. Es werde ein offenes Mikrofon geben, kündigt Loth an.

Er erinnerte an die Enthüllungen der Rechercheplattform Correctiv, die offenbarten, wonach Rechtsextreme die Deportation „von Millionen Mitmenschen unverholen“ planen. „Der Faschismus ist weit in die Gesellschaft vorgedrungen. Ein Alarmsignal, das uns wachrütteln muss“, appelliert Loth. Anfang Februar hatte das Aktionsbündnis die erste Kundgebung in Gotha dazu initiiert. Es folgten weitere, um dafür einzustehen: „Wir sind bunt und vereint, um zu zeigen: Faschismus hat keinen Platz in unserer Gesellschaft!“ red

Interkulturelle Müllsammelaktion in Gotha-West

Zu einer „Interkulturellen Müllsammelaktion“ im Rahmen des Subbotnik Gotha laden die Gothaer Ortsgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Regionalverband Westthüringen der Johanniter für Freitag, den 12. April ein. Treffpunkt ist 16.30 Uhr am Coburger Platz 1 in Gotha-West. Dort werden je nach Anzahl der Teilnehmer Teams gebildet und Müllsäcke sowie Handschuhe ausgegeben.

Die Aktion ist Bestandteil der Initiative „WIR“. Die Abkürzung steht für „weltoffen, im Gespräch, mit Respekt“ im Landkreis Gotha. Vorgesehen für das Aufsammeln sind Straßen in Gotha-West, darunter Teile der Von-Zach-Straße und der August-Creuzburg-Straße und bis zum Berggartenweg. Es hänge im Detail von der Anzahl der Teilnehmer ab, teilen die Veranstalter mit, die mit etwa zwanzig Engagierten rechnen. Man könne um 16.30 Uhr auch unangemeldet hinzukommen. Am Ende der Aktion werde Pizza ausgegeben, kündigen sie auch an. Der Abtransport der Abfälle von einem Sammelplatz sei organisiert.

Die nächste Veranstaltung der Initiative „WIR“ ist ein „Erzählcafé Auf-Bruch-Ost“ 18. April um 18 Uhr in der Langensalzaer Straße 14. Die Limus-Zukunftsschmiede und die Johanniter-Unfallhilfe sind dort Veranstalter. rie

Neue Friedenstein-Führung über größten Kunstraub der DDR

Das „Wunder von Gotha“ fasziniert. Allein die kaum noch überschaubare Zahl der zum Teil sehr umfangreichen Medienberichte zu diesem Thema zeugt von der Faszination und dem enormen Interesse an dem größten Kunstraub der DDR und der überraschenden Rückkehr der fünf Altmeistergemälde: eine spannende Kriminalgeschichte mit Happy End und noch viel Raum für Spekulationen.

Nachdem die Friedenstein Stiftung Gotha vor zwei Jahren die fünf Rückkehrer mit einer umfangreichen Ausstellung gewürdigt und ihre Geschichte in den Kontext der vielen anderen Rückkehrergeschichten des Friedensteins gestellt hat, wird ihre Geschichte nun auch in einem eigenen Führungsangebot vor Ort nachvollziehbar. Am kommenden Samstag, dem 13. April um 11 Uhr können Besucher*innen in einer Führung den Ort des Geschehens, den Tatort, besichtigen und erhalten spannende Informationen über die Ermittlungen des DDR-Staatsapparates, die faszinierende Geschichte rund um die Rückkehr der Gemälde und sehen natürlich die fünf Protagonisten der Geschichte, die fünf Rückkehrer: Franz Hals, „Bildnis eines jungen Mannes“, Hans Holbein d. Ä., „Heilige Katharina“, Jan Breughel d. Ä., Werkstatt, „Landstraße mit Bauernwagen und Kühen, Anthonis van Dyck, Umkreis, „Selbstbildnis mit Sonnenblume“, Rembrandt Harmensz. van Rijn, Werkstatt, „Alter Mann“.

Das Führungsangebot „‘Das Wunder von Gotha‘ - Der größte Kunstraub der DDR“ ergänzt ab Samstag regelmäßig alle zwei Monate das bisherige öffentliche Führungsangebot der Friedenstein Stiftung Gotha. Die nächste Führung findet am Samstag, 15. Juni, ebenfalls um 11 Uhr statt. Die Führung ist im Eintrittspreis von 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, enthalten, eine Anmeldung unter service@stiftung-friedenstein.de ist erforderlich. Treffpunkt ist an der Schlosskasse.

Kanaldeckelreparatur sorgt für Umleitung in Gotha

Von Montag, 15. bis voraussichtlich Freitag, 19. April, werden Reparaturarbeiten an einem Kanaldeckel in der Gothaer Annastraße, unter Vollsperrung für den Fahrzeugverkehr, ausgeführt. Die Umleitung erfolgt aus Richtung Eisenacher Straße über die Zeppelinstraße, 18.-März-Straße/Gadollastraße, Bertha-von-Suttner-Platz sowie Schützenberg und umgedreht.

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Die Umleitungsstrecke für den Pkw-Verkehr aus Richtung Goldbach kommend verläuft in Fahrtrichtung Eisenacher Straße über die Karl-Schwarz-Straße, Sonneborner Straße und Eisenacher Straße. Der Lkw-Verkehr aus Richtung Goldbach in Fahrtrichtung Eisenach, wird über den Schützenberg, Bertha-von-Suttner-Platz, Bürgeraue, Gadollastraße, 18.-März-Straße, Zeppelinstraße und Eisenacher Straße umgeleitet. Die Stadtverwaltung bittet Verkehrsteilnehmer um erhöhte Aufmerksamkeit.

Kinoabend der Gothaer Linken

Der nächste Kinoabend der Linken startet am Freitag, 12. April, im Büro der Linken in der Gothaer Blumenbachstraße 5. Gezeigt wird ab 18 Uhr der Film „The Imitation Game“.

Der Kinoabend ist für alle Gäste kostenfrei. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich, teilt Landtagsabgeordneter Sascha Bilay mit. Getränke und Imbiss werden angeboten.