Ingersleben. 25 Jahre Engagement: Arbeitskreis Rumänien setzt Zeichen der Hoffnung mit Hilfsgütern. Ingerslebener Hilfsaktion unterstützt rumänische Familien.

  • Arbeitskreis evangelischer Kirchgemeinden hilft bereits seit 26 Jahren.
  • Unterstützt werden aktuell besonders zwei Ferienfreizeiten für Kinder.
  • Solidarität über Grenzen setzt mehr als 40 Hilfstransporte in Bewegung.

In zweieinhalb Wochen startet der nächste Hilfstransport von Ingersleben nach Rumänien. Im Gepäck haben Albrecht Feige und seine Mitstreiter dieses Mal Gehhilfen, Schuhe, Lebensmittel und ein Notstromaggregat. Aber auch Zelte, Volleyballnetze, Bälle und Buntstifte sind dabei. Sie sind für zwei Kinderfreizeiten gedacht.

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Geholfen wird Menschen, die das Schicksal hart getroffen hat. Der Kontakt erfolgt über örtliche Kirchgemeinden. „Es gibt Familien, die nur 200 Euro im Monat haben“, sagt Albrecht Feige. Die Lebensmittelpreise lägen noch über denen, die man aus Deutschland kenne. Eine soziale Absicherung, wie es sie hier gibt, kennen Rumänen nicht. Nach sechs Monaten würde es gar keine finanzielle Unterstützung mehr geben.

Hilfe für Großfamilie nach Hausbrand

Im Vorjahr hatte man einer Großfamilie helfen können, deren Haus abgebrannt war. Inzwischen leben sie in ihrem neuen Heim, das mit Unterstützung aus Deutschland gebaut wurde.

Albrecht Feige bereitet den nächsten Hilfstransport nach Rumänien vor.
Albrecht Feige bereitet den nächsten Hilfstransport nach Rumänien vor. © Ralf Ehrlich

Der Arbeitskreis Rumänien der Evangelischen Kirchgemeinden Neudietendorf-Ingersleben feierte im Vorjahr seinen 25. Geburtstag. Seitdem sind über 40 Hilfstransporte auf die Reise gegangen. Zusätzlich gab es 14 weitere Hilfslieferungen mittels angemieteter Lkw.

Aus anfänglichen Kleider- und Lebensmitteltransporten entwickelten sich konkrete Hilfsprojekte mit dem Ziel nachhaltiger Wirksamkeit und Eigenständigkeit. Neben Existenzsicherungen und sozialer Unterstützung einzelner Personen und Familien gehören bis heute konfessionsübergreifende Kirchgemeinden, Dorfgemeinschaften und Sozialeinrichtungen zu den Adressaten.

Sach- und Geldspenden sind willkommen. Kontakt: Albrecht Feige 0172 356 28 30