Hörstationen informieren in Ohrdruf und Wechmar über Bach

Ohrdruf  Info-Orgeln gehören zu einem thüringenweiten Projekt, das den Komponisten besser erlebbar machen soll

In Ohrdruf befindet sich eine der drei Bach-Infotafeln vor der Michaeliskirche.

In Ohrdruf befindet sich eine der drei Bach-Infotafeln vor der Michaeliskirche.

Foto: Claudia Klinger

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In den vergangenen Tagen sind an Bach-Orten in Thüringen zwölf Bach-Orgeln aufgestellt worden – unter anderem jeweils drei in Eisenach und Ohrdruf, aber auch vorm Bach-Stammhaus in Wechmar steht nun solch eine als Orgel gestaltete Hörstation. Denn eine Infotafel verrät nicht nur, was der jeweilige Ort mit Johann Sebastian Bach zu tun hat, sondern per Knopfdruck und Pedal können Besucher auch Orgelwerke erklingen lassen.

Die Bonner Kulturtourismus-Firma „Projekt 2508“ kam darauf, als Thüringen nach Ideen suchte, Bach auf der Straße erlebbar zu machen. Die niederländische Firma Playnetic setzte sie um. Das Ganze ist Teil der Marketingstrategie „Bach in Thüringen entdecken“, für die die Tourismusabteilung des Wirtschaftsministeriums insgesamt 750.000 Euro investiert.

Von der Michaeliskirche in Ohrdruf steht zwar nur noch der Turm, aber sie ist für Menschen, die sich auf die Spuren von Johann Sebastian Bach begeben, von Interesse. Denn ab 1690 wirkte dessen älterer Bruder Johann Christoph als Organist in dieser Kirche. Weil er nach dem Tod der Eltern den 14 Jahre jüngeren Bruder in Ohrdruf aufnahm, bekam der bereits viel vom Orgelspiel mit. Die dortige Bach-Orgel lässt unter anderem seine Toccata d-Moll hören. Weitere solcher Hörstationen stehen in Ohrdruf nahe des Schusterbrunnens und im Park des Schlosses Ehrenstein.

„Wir freuen uns sehr, dass die Städte Arnstadt und Weimar federführend dafür sorgen, die Marke Bach aufzupolieren und dabei die kleineren Bach-Orte nicht vergessen“, sagt Stefan Schambach (SPD), der Bürgermeister von Ohrdruf. Die Stadt profitiere auch vom neuen Bach-Logo und soll weitere Erlebnismodule in Form von Skulpturen erhalten.

„Parallel haben wir für den Bach-Rad-Erlebnisweg Fördermittel für eine neue Beschilderung beantragt, die das Bach-Logo mit den Noten berücksichtigt und hoffentlich vor dem Beginn der Rad-Saison 2020 entlang der 54-Kilometer-Route angebracht werden kann“, sagt Schambach.

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