Tödlichen Unfall vorgegaukelt: Täter fordern 75.000 Euro als Kaution für Tochter

red
Eine Betrügerbande setzte eine Frau aus Thüringen in einem mehrstündigem Telefonat so lange unter Druck, bis sie einwilligte eine angebliche Kaution zu zahlen.

Eine Betrügerbande setzte eine Frau aus Thüringen in einem mehrstündigem Telefonat so lange unter Druck, bis sie einwilligte eine angebliche Kaution zu zahlen.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Gotha.  Eine Betrügerbande setzt eine Frau aus Thüringen in einem mehrstündigen Telefonat unter Druck.

Eine 51-jährige Frau aus dem Landkreis Gotha entkam am Mittwochnachmittag (22.06.2022) in letzter Sekunde einer Betrügerbande. Am Telefon hatte man ihr vorgegaukelt, dass ihre Tochter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe.

Laut Polizei hätten die Täter in dem mehrstündigen Telefonat eine Kaution von 75.000 Euro gefordert. Als Übergabeort des Geldes sei Erfurt vereinbart worden. Die besorgte Mutter machte sich mit dem Bargeld auf den Weg.

Betrug kurz vor der Übergabe durchschaut

Als sie dort die vermeintliche Kaution an eine unbekannte Frau übergegen sollte, wurde sie dann doch stutzig und brach die Aktion zum Ärger der Betrüger ab. Bis auf einen großen Schrecken entstand der 51-Jährigen kein Schaden, so die Polizei.

Die Polizei informiert deshalb eindringlich: Beamte fordern am Telefon niemals Geld. Haftstrafen können nicht durch Zahlung einer Kaution abgewendet werden. Solche Telefonate sollten im Zweifel immer beendet werden, anschließend sollten sich Betroffene bei der Polizei melden.

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