Greußen. Sieben Kandidaten hat die Bürgerinitiative Engelsdörfer für die Stadtratswahl in Greußen am 26. Mai aufgestellt.

Die Ziele, die Sie sich für die nächste Legislatur vorgenommen haben, sind…

die bislang konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Stadtrat fortzuführen und die Infrastruktur in den Ortsteilen weiterhin mit Augenmaß zu verbessern, sich aber auch von „Altem“ und Uneffektivem zu trennen. Es geht darum, schrittweise einige Straßen, Gehwege, öffentliche Gebäude zu sanieren. Von Bedeutung in der Zukunft sind hier sicherlich die Straßen und Gehwege in der Ortslage von Kirchengel sowie die Nachhaltigkeit der Gaststätte in Holzengel zu ermöglichen.

Seit Gründung der Landgemeinde Stadt Greußen wird versucht, die Ortsteile gleichmäßig mit einzubinden. Wo und wie könnte das Zusammenspiel noch verbessert werden?

Als wesentlicher Punkt ist hier der Ortschaftsrat zu nennen. Der Ortschaftsrat Engelsdörfer hat ein Gerüst an Investitions- und Reparaturvorschlägen für die nächsten Jahre eingebracht. Es geht jetzt darum, diese mit dem Bürgermeister und seiner Verwaltung sowie dem Stadtrat umsetzbar zu machen. Das geht nicht von heute auf morgen und auch nicht alles auf einmal, ganz klar. In den Ortsteilen muss weiter die Akzeptanz für die Landgemeinde gestärkt werden. Das geht nur, wenn Reparaturen und Investitionen weiterhin in den Ortsteilen durchgeführt werden.

Der Ortschaftsrat ist das Werkzeug, um Informationen in die Stadtverwaltung zu bringen. Es nützt ja nichts, nur von Nachbar zu Nachbar zu kommunizieren. Wir sind da auf einem guten Weg. Gerade auch unsere Vereine nutzen jetzt mehr die finanziellen Möglichkeiten.

Kaputte Straßen, sanierungsbedürftige Kindergärten und andere kommunale Gebäude… Wo sehen Sie den größten Handlungsbedarf? Wo muss die Landgemeinde dringend investieren?

Seit Beginn der Landgemeinde sind die Großprojekte zu Gunsten der Stadt Greußen umgesetzt worden, beziehungweise befinden sich in der Umsetzung. Es wurden diese auch zu Recht priorisiert. Der investive Blick muss sich jetzt aber auch in Richtung Ortsteile-Infrastruktur richten, um unsere Einwohnerzahlen zu sichern. Beispiele wurden oben genannt. Sehr dringend brauchen unsere Friedhöfe endlich die schon lange von der Stadtverwaltung beabsichtigte zeitgemäße Veränderung. Handlungsbedarf sehen wir auch weiterhin bei der Entwicklung der freiwilligen Feuerwehr. Es ist auch hier kritisch zu hinterfragen, was noch zeitgemäß ist.

Die Belebung der Innenstadt Greußens war schon 2019 Wahlkampfthema. Sehr viel belebter ist sie noch immer nicht. Haben Sie weitere Ideen?

Das sehen wir als BI differenzierter. Großprojekte wie Schokoladenfabrik, Bebauungsplan Schleifweg, Erneuerung Schleifweg und Herrengasse sind kostenintensiv, aber notwendig. Der Greußener Bürger sollte wissen, dass bereits sehr viel Geld aus dem HH ausgegeben wird für Greußen. Die Erneuerung Neustadt hat in der Bauphase viele Anwohner frustriert und jetzt freut man sich, wenn man durch die Neustadt fährt. Die Herrengasse und Schleifweg werden genauso schön werden. Die Ergebnisse werden gut anzuschauen sein und die Attraktivität der Innenstadt erhöhen. Wenn jetzt noch ein Drogeriemarkt und ein moderner Discounter investieren würde, wäre das für die Bürger sehr erfreulich.

In Zeiten knapper Kassen – wie soll sich die Landgemeinde in den nächsten Jahren finanzieren?

Der Stadtrat legt großen Wert darauf, dass fördermittelbasiert investiert wird. Die Realisierung ist deshalb häufig zeitraubend, bzw. verzögert durch viel Bürokratie. Dies ist aber der richtige Weg.

Die Landgemeinde ist durch Gewerbesteuereinnahmen gut aufgestellt, nicht zuletzt durch die Einnahmen aus den Engelsdörfern.

Eine bedeutende Rolle kommt den Windparks zu. Diese werden hoffentlich in Zukunft ein finanzielles Getriebe der Kommune werden.

Die Stadtratskandidaten der Bürgerinitiative Engelsdörfer

  1. Mike Löbler
  2. Beatrix Hundt
  3. Patrick Arnold
  4. Daniel Linder
  5. Matthias Heger,
  6. Kathleen Simm
  7. Torsten Gottschalk