Debatte um Brandschutz im Stadtrat: Was braucht Bad Langensalzas Feuerwehr?

Friedemann Mertin
Für ihre Arbeit braucht die Feuerwehr Personal, Technik, Ausstattung. Das wird in einem Bedarfsplan festgelegt. Das Bild zeigt einen Löscheinsatz in Aschara im Februar 2022.

Für ihre Arbeit braucht die Feuerwehr Personal, Technik, Ausstattung. Das wird in einem Bedarfsplan festgelegt. Das Bild zeigt einen Löscheinsatz in Aschara im Februar 2022.

Foto: Daniel Volkmann / Archiv

Bad Langensalza.  Ein Bedarfsplan legt die Ausstattung der Brandschützer fest. Doch den gibt es in Bad Langensalza bisher nicht. Die Planung und Umsetzung könnte teuer werden.

Sollte der aktuelle Stand des Brandschutzes in Bad Langensalza von einem externen Büro unter die Lupe genommen werden oder vom Stadtbrandmeister und der Verwaltung? Diese Frage wurde Donnerstag im Stadtrat debattiert. Die Fraktion SPD-Grüne hatte unter anderem beantragt, dass der Stadtbrandmeister den aktuellen Brandschutzbedarfsplan vorstellen möge. Zugleich sollten die Kosten für einen solchen Plan eruiert werden.

Bürgermeister Matthias Reinz (parteilos) zeigte sich ungehalten. Es sei bekannt, dass die Stadt keinen Brandschutzbedarfsplan habe. Was nicht existiere, könne nicht vorgestellt werden. Uwe Domni (WIR) bezeichnete den Antrag als „unlogisch“.

Schon die Erstellung eines Plans ist mit hohen Kosten verbunden

Dagmar Kleemann (SPD-Grüne) verwies auf das Thüringer Brandschutzgesetz. Gemeinden haben ihre Feuerwehr entsprechend einer Bedarf- und Entwicklungsplanung auszurüsten.

Stadtbrandmeister Steven Dierbach bestätigte, dass so ein Entwicklungsplan Pflicht ist. Wer diese Planung durchführt, sei aber nicht festgelegt. In der Region sei ihm bisher nur die Landgemeinde Unstrut-Hainich bekannt, die die Planung extern durchführen lasse. Er betonte, dass der Plan bindend sei. Was dort drinstehe – etwa zur Ausstattung der Wehren oder zum hauptamtlichen Personal – könne mit hohen Kosten verbunden sein. Schon die Erstellung des Plans schätzte Steven Dierbach auf etwa 30.000 bis 40.000 Euro.

Keiner der Redner gab eine Einschätzung zum gegenwärtigen Zustand der Bad Langensalzaer Feuerwehr ab. Mögliche Engpässe oder Anschaffungen wurden nicht konkret thematisiert. Der Antrag soll im Hauptausschuss weiter besprochen werden.