Salza taut diesen Winter nicht auf

Nordhausen.  Corona zwingt Karnevalisten zur Absage der bevorstehenden Saison. Proben für die Narrenzeit hatten bereits begonnen.

Obwohl die Vorbereitungen auch bei der Salzaer Prinzengarde liefen, verschiebt sich deren Auftritt auf die nächste Saison.

Obwohl die Vorbereitungen auch bei der Salzaer Prinzengarde liefen, verschiebt sich deren Auftritt auf die nächste Saison.

Foto: Marco Kneise

„Solze taut uff“, das Motto des Salzaer Karnevals soll eigentlich für Heiterkeit in der kalten Jahreszeit sorgen und mit Musik und Tanz dem Winter Leben einhauchen. Doch das Coronavirus scheint in diesem Jahr die fünfte Jahreszeit förmlich einzufrieren. Für die Karnevalisten aus Salza ist daher ganz klar: „Durch die Hygieneauflagen geht das verloren, was den jährlichen Karneval ausmacht. Die Geselligkeit, das gemeinsame Singen und vor allem die Lockerheit unter den Gästen ist in der aktuellen Situation einfach nicht realisierbar “, beschreibt die Präsidentin des Vereins Oda Krüger. Deshalb haben die Mitglieder sich auf der letzten Versammlung nach langem Abwägen für eine Absage der diesjährigen Saison entschieden.

„Das ist uns nicht leicht gefallen. Sowohl die Prinzengarde als auch die Kinder hatten bereits mit den Proben für die nächste Narrenzeit begonnen, die Vorfreude war wirklich groß. Dementsprechend tief sitzt bei uns allen jetzt auch die Enttäuschung“, erklärt Krüger weiter. Die jährlichen Auftritte seien für den Verein der Höhepunkt des Jahres, trotzdem sehen die Mitglieder die Absage als richtigen Schritt.

Um den Zusammenhalt im Verein jedoch nicht zu gefährden, werden die Salzaer, wenn die Entwicklung der nächsten Monate es erlaubt, einen vereinsinternen Karneval veranstalten. „Uns liegen die Feierlichkeiten wirklich sehr am Herzen. Wenn nun schon keine öffentlichen Veranstaltungen möglich sein werden, wollen wir zumindest in einer kleineren Runde entsprechend der Auflagen das Gemeinschaftsgefühl stärken“, erläutert die Vereinspräsidentin ihre Pläne.

Einziger Hoffnungsschimmer am Horizont ist für die großen Veranstaltungen der Jecken dann die Saison im nächsten Jahr. „Wir gehen davon aus, dass wir dann auch wieder das breite Publikum mit unseren Einlagen erheitern können. Bis dahin müssen wir durchhalten“, bilanziert Krüger abschließend.